Kioxia BG7: Neue SSD-Generation für die KI-Ära
06.01.2026 - 08:12:12Kioxia bringt mit der BG7-Serie eine neue Generation von SSDs für KI-fähige Laptops auf den Markt. Die Speicherlaufwerke kombinieren hohe Leistung mit deutlich verbesserter Energieeffizienz.
Die auf der CES 2026 vorgestellte Serie nutzt erstmals die firmeneigene BiCS FLASH Generation 8-Technologie. Das Herzstück ist eine neuartige CBA-Architektur (CMOS direkt an Array gebondet). Dabei werden Steuerlogik und Speicherzellen getrennt gefertigt und präzise zusammengefügt.
Dieser Ansatz bringt klare Vorteile: höhere Speicherdichte, schnellere Datenübertragung und ein optimiertes Wärmemanagement. Gerade für KI-Laptops mit leistungsstarken NPUs (Neural Processing Units) sind kühle Komponenten entscheidend für die Systemstabilität.
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Die Leistungsdaten können sich sehen lassen. Bis zu 7.000 MB/s beim sequenziellen Lesen und bis zu 1.000.000 IOPS bei zufälligen Zugriffen verspricht Kioxia. Im Vergleich zur Vorgängerserie BG6 bedeutet das ein Plus von 16 Prozent bei sequenziellen Lesevorgängen.
Der eigentliche Durchbruch liegt jedoch in der Energieeffizienz. Bei sequenziellen Schreibvorgängen soll die BG7-Serie rund 67 Prozent sparsamer arbeiten. Für Nutzer bedeutet das: Längere Akkulaufzeit auch bei anspruchsvollen Aufgaben wie KI-Modellanpassungen oder Videobearbeitung.
Technisch setzt Kioxia auf HMB-Technologie (Host Memory Buffer). Die DRAM-losen SSDs greifen dabei auf einen kleinen Teil des Arbeitsspeichers zu, um Verwaltungsaufgaben zu erledigen. So bleibt die Leistung hoch, ohne dass teurer und stromhungriger DRAM-Cache verbaut werden muss.
Drei Bauformen für maximale Flexibilität
Kioxia erweitert das Portfolio um eine zusätzliche Bauform. Neben den etablierten M.2 2280 und kompakten M.2 2230-Formaten – letzteres beliebt in Ultrabooks und Handheld-Konsolen – gibt es nun auch M.2 2242. Diese mittlere Größe gibt Herstellern mehr Spielraum bei der Platzierung im Gehäuse.
Alle Modelle unterstützen den PCIe 4.0-Standard und sind NVMe 2.0d-kompatibel. Letzteres ermöglicht feinere Steuerung der Datenspeicherung und eröffnet neue Möglichkeiten für mehrstufige Speicherarchitekturen im Betriebssystem.
Das Kapazitätsspektrum reicht von 256 GB bis 2 TB. Während das Einstiegsmodell noch auf Flash-Speicher der sechsten Generation setzt, nutzen die größeren Varianten (512 GB, 1 TB, 2 TB) durchgängig die neue Gen-8-Technologie. Der Fokus liegt klar auf dem Mainstream- und Performance-Segment, wo 1-TB- und 2-TB-Laufwerke zum neuen Standard werden.
Strategischer Schachzug im umkämpften Markt
Das Timing der Markteinführung ist klug gewählt. Während sich einige Wettbewerber – wie Micron mit seiner Consumer-Marke Crucial – stärker auf Enterprise-Lösungen konzentrieren, könnte Kioxia Marktanteile bei PC-Herstellern gewinnen.
Die Betonung auf Energieeffizienz statt auf maximale PCIe 5.0-Geschwindigkeit erscheint als strategische Entscheidung. PCIe 5.0-Laufwerke kämpfen derzeit noch mit Hitzeentwicklung und hohem Stromverbrauch – beides Gift für die Laptop-Erfahrung. Indem Kioxia das PCIe 4.0-Interface optimiert, adressiert es den Massenmarkt, in dem die allermeisten Consumer-Laptops angesiedelt sind.
Neville Ichhaporia, Senior Vice President bei Kioxia America, betont die Notwendigkeit von Speicherlösungen, die mit dem Nutzerbedürfnis nach Ultra-Mobilität Schritt halten. „Ausreichend“ guter Speicher reicht nicht mehr für Premium-Geräte, die komplexe KI-Aufgaben lokal bearbeiten sollen.
Erste Geräte ab Mitte 2026 erwartet
Die BG7-Serie wird bereits ausgewählten PC-Herstellern zur Prüfung bereitgestellt. Ein direkter Verkauf an Endkunden ist vorerst nicht geplant. Stattdessen werden die Laufwerke ab der zweiten Jahreshälfte 2026 in neuen Laptops und Desktop-PCs verbaut sein.
Die Einführung des M.2 2242-Formats zeigt, dass Kioxia die Entwicklungen im Business-Notebook- und Tablet-Sektor genau verfolgt. Diese Flexibilität könnte der BG7-Serie bei anstehenden Geräte-Generationen zum Durchbruch verhelfen.
Langfristig wird der Erfolg der neuen Serie davon abhängen, wie schnell Hersteller die NVMe 2.0d-Funktionen nutzen. Bei konsequenter Umsetzung könnte dies zu einer neue Generation von Laptops führen, die sich auch unter Last flüssig und reagibel anfühlen – und damit das Versprechen echter mobiler KI-Fähigkeiten endlich einlösen.
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