KI-Verordnung: Hochrisiko-Systeme müssen bis August 2026 konform sein
11.02.2026 - 05:30:12Ab dem 2. August 2026 gelten in der EU strikte Pflichten für Hochrisiko-KI. Unternehmen müssen dann Compliance-Frameworks für Systeme in Bereichen wie Personal, Kreditvergabe oder kritischer Infrastruktur implementieren. Die EU-Kommission lehnt Fristverschiebungen trotz Verzögerungen bei Leitlinien ab.
Was als Hochrisiko-KI gilt und wer in der Pflicht steht
Der EU AI Act stuft KI-Anwendungen nach ihrem Risiko ein. Seit Februar 2025 sind Systeme mit inakzeptablem Risiko verboten. Nun rücken die Hochrisiko-KI-Systeme in den Fokus. Sie sind in Anhang III der Verordnung definiert und können erhebliche Auswirkungen auf Sicherheit, Grundrechte oder Lebenschancen haben.
Konkret betroffen sind unter anderem:
* Biometrische Identifizierungssysteme
* KI für kritische Infrastrukturen wie Strom- und Wasserversorgung
* Bewertungssysteme in Bildung und Ausbildung
* Tools für Personalmanagement und Bewerbervorauswahl
* KI zur Kreditwürdigkeitsprüfung
* Anwendungen in Strafverfolgung und Justiz
Die Pflichten treffen nicht nur Entwickler, sondern auch Betreiber. Jedes Unternehmen, das solche Systeme nutzt, muss für Einhaltung der Vorgaben und menschliche Aufsicht sorgen.
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Die neuen Kernpflichten: Transparenz, Sicherheit, Kontrolle
Für die Einstufung als Hochrisiko-KI müssen Unternehmen ein umfassendes Regelwerk bis Sommer 2026 umsetzen. Die zentralen Säulen zielen auf Vertrauenswürdigkeit ab.
Zu den wichtigsten Verpflichtungen gehören:
* Einrichtung eines Risikomanagementsystems für den gesamten Lebenszyklus der KI.
* Hohe Datenqualität und -governance, um diskriminierende Verzerrungen (Bias) zu minimieren.
* Detaillierte technische Dokumentation vor der Markteinführung.
* Sicherstellung effektiver menschlicher Aufsicht über automatisierte Entscheidungen.
* Nachweis von Robustheit, Genauigkeit und Cybersicherheit.
Die Erfüllung wird durch eine Konformitätsbewertung nachgewiesen, die je nach System intern oder durch externe Stellen erfolgt.
Verzögerte Leitlinien erhöhen den Druck auf Unternehmen
Trotz der festen Deadline kämpfen viele Firmen mit der Umsetzung. Ein Hauptproblem: Wichtige technische Standards und offizielle Leitlinien der Kommission zur Klassifizierung liegen noch nicht vor. Sie wurden für Anfang Februar 2026 angekündigt, sollen nun aber erst im Frühjahr folgen.
Auch europäische Normungsorganisationen wie ETSI, CEN und CENELEC arbeiten unter Hochdruck an harmonisierten Standards. Diese bieten eine „Konformitätsvermutung“ – wer sie einhält, erfüllt vermutlich das Gesetz. Branchenvertreter fürchten jedoch, dass diese Normen nicht rechtzeitig fertig werden. Unternehmen sind gezwungen, ihre Strategien auf Basis des Gesetzestextes zu entwickeln, was Aufwand und Fehlerrisiko erhöht.
Hohe Bußgelder drohen, aber auch Chancen winken
Ab August 2026 überwachen nationale Behörden die Einhaltung. Bei Verstößen drohen empfindliche Sanktionen: bis zu 35 Millionen Euro oder 7 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.
Doch die Verordnung birgt auch Chancen. Sie setzt einen globalen Goldstandard für KI-Regulierung. Unternehmen, die früh auf Transparenz und Vertrauenswürdigkeit setzen, können sich einen Wettbewerbsvorteil sichern und als Anbieter ethischer KI-Lösungen positionieren. Der Countdown läuft – die Vorbereitung ist ein Marathon, der sofortiges Handeln erfordert.
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