KI-Verordnung, EU-Regeln

KI-Verordnung: Ab August 2026 gelten strenge EU-Regeln

23.01.2026 - 06:23:12

Ab August 2026 gelten strenge Pflichten für KI-Systeme. Unternehmen müssen Risikomanagement, CE-Kennzeichnung und Mitarbeiterkompetenz sicherstellen, um hohe Strafen zu vermeiden.

Die Uhr tickt für Europas Unternehmen. Ab dem 2. August 2026 treten die umfassenden Pflichten der EU-KI-Verordnung (AI Act) vollständig in Kraft. Für viele Firmen beginnt jetzt der Wettlauf gegen die Zeit, um hohe Strafen zu vermeiden und ihre KI-Systeme rechtskonform zu machen.

Die wichtigsten Fristen stehen an

Seit 2025 gelten bereits erste Verbote für KI mit inakzeptablem Risiko und Grundregeln für Allzweck-KI. Doch der 2. August 2026 markiert den entscheidenden Wendepunkt. Ab dann müssen die meisten KI-Systeme, insbesondere generative KI wie ChatGPT & Co., strenge Transparenzvorgaben erfüllen.

Im Fokus stehen Hochrisiko-KI-Systeme. Diese müssen ein Risikomanagementsystem etablieren, hohe Qualitätsstandards für Trainingsdaten nachweisen und detaillierte technische Dokumentationen vorlegen. Vor dem Markteintritt ist eine Konformitätsbewertung Pflicht. Die Einhaltung wird durch eine CE-Kennzeichnung signalisiert. Für bestimmte eingebettete Systeme gibt es eine Schonfrist bis August 2027.

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Compliance wird zur Chefsache

Die Umsetzung ist mehr als eine Checkliste – sie ist eine strategische Herausforderung für das ganze Unternehmen. Eine der größten Hürden: die korrekte Klassifizierung der eigenen KI-Anwendungen. Wer ist Anbieter, wer nur Betreiber? Wann verliert ein Altsystem seinen Bestandsschutz?

Fehleinschätzungen können teuer werden. Bußgelder drohen in Höhe von bis zu 35 Millionen Euro oder sieben Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Experten raten zu klaren Governance-Strukturen und transparenter Dokumentation. Mitgliedsstaaten wie Luxemburg gehen bereits mit Dialogforen voran, um die Wirtschaft auf die Praxis vorzubereiten.

KI-Kompetenz wird zur Pflicht

Ein oft unterschätzter Aspekt ist die gesetzlich verankerte Pflicht zur KI-Kompetenz (AI Literacy). Seit Februar 2025 müssen Unternehmen sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter KI-Systeme und deren Risiken verstehen.

Dabei geht es um mehr als Bedienungswissen. Mitarbeiter müssen in der Lage sein, Voreingenommenheit (Bias), Datenschutzprobleme oder fehlerhafte KI-Aussagen (“Halluzinationen”) zu erkennen. Diese Kompetenz ist die Grundlage für die geforderte menschliche Aufsicht bei Hochrisiko-Systemen. Die EU-Kommission will mit einem “Living Repository” für Best Practices unterstützen.

Ein dynamisches Regulierungsfeld entsteht

Mit dem Stichtag rüsten auch die nationalen Aufsichtsbehörden auf. Das regulatorische Umfeld bleibt im Fluss. Das EU-Parlament fordert bereits neue Regeln für algorithmisches Management am Arbeitsplatz.

Unternehmen stehen vor einer dauerhaften Aufgabe. Der Erfolg wird nicht nur von technischer Compliance abhängen, sondern davon, wie tief das Verständnis für verantwortungsvolle KI in der Unternehmenskultur verankert ist. Die Zeit für halbherzige Maßnahmen läuft ab.

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