QR-Codes, Cyberangriffe

KI und QR-Codes: Cyberangriffe werden perfider

19.02.2026 - 19:55:12

Cyberkriminelle nutzen Künstliche Intelligenz und QR-Codes für immer raffiniertere Angriffe auf E-Mail-Postfächer, wobei Europa besonders betroffen ist.

Eine neue Welle raffinierter Cyberangriffe rollt auf private und geschäftliche Postfächer zu. Getrieben von Künstlicher Intelligenz und neuen Taktiken wie QR-Codes werden Phishing-E-Mails immer persönlicher und schwerer zu erkennen. Diese Entwicklung bedroht besonders Smartphones, die zum digitalen Lebensmittelpunkt geworden sind.

Die Zahlen sind alarmierend: Fast die Hälfte des weltweiten E-Mail-Verkehrs war im vergangenen Jahr Spam, der oft Schadsoftware enthielt. Sicherheitssysteme registrierten über 144 Millionen bösartige Anhänge – ein Plus von 15 Prozent. Europa zählt zu den am stärksten betroffenen Regionen.

KI schreibt täuschend echte Phishing-Mails

Die Zeit plump formulierter Betrugsversuche ist vorbei. Cyberkriminelle nutzen heute generative KI, um massenhaft personalisierte Nachrichten zu erstellen. Die Systeme analysieren Kommunikationsstile und Online-Profile, um E-Mails zu verfassen, die kaum noch von echten zu unterscheiden sind.

Diese als Social Engineering bekannte Methode zielt auf psychologische Manipulation ab. Angreifer geben sich als Banken, Vorgesetzte oder bekannte Firmen aus, um Dringlichkeit zu erzeugen. Fast alle Cyberangriffe nutzen mittlerweile diese Technik. Die KI senkt die Einstiegshürde – auch technisch weniger versierte Kriminelle können so überzeugende Kampagnen starten.

„Quishing“: Der QR-Code-Trick

Neben perfekten Texten setzen Angreifer auf technische Fallen. Ein Trend ist „Quishing“: Hier verstecken Kriminelle bösartige Links in QR-Codes. Viele E-Mail-Filter scannen diese Codes nicht. Scannt ein Nutzer das Bild mit seinem Smartphone, landet er auf einer gefälschten Seite zur Passwort-Abfrage.

Eine weitere Taktik ist die Verlagerung der Kommunikation. Eine erste E-Mail soll Opfer dazu bringen, auf Messenger wie WhatsApp zu wechseln. In der vermeintlich privaten Umgebung wird dann weiter agiert. Auch der Missbrauch legitimer Plattformen für Spam nimmt zu.

Warum Ihr Smartphone im Fokus steht

Das Handy ist zum ständigen Begleiter geworden – und zur leichten Beute. Auf dem kleinen Display fallen gefälschte Absenderadressen kaum auf. Neben E-Mail-Phishing gewinnt „Smishing“ per SMS an Bedeutung.

Die Gefahren reichen vom gestohlenen Banking-Zugang bis zur installierten Spionagesoftware. Warnsignale für ein gehacktes Gerät können plötzliche Langsamkeit, ein schnell leerer Akku oder hoher Datenverbrauch sein.

So schützen Sie sich

Angesichts der raffinierteren Angriffe ist Wachsamkeit der beste Schutz. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät zu grundsätzlichem Misstrauen bei unerwarteten Nachrichten, die zu schnellem Handeln drängen.

Diese Maßnahmen helfen:
* Absender prüfen: Immer die vollständige E-Mail-Adresse kontrollieren, nicht nur den angezeigten Namen.
* Links und Anhänge meiden: Nie auf unbekannte Links klicken oder QR-Codes blind scannen. Bei Codes die vorgeschlagene URL prüfen.
* Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen: Für wichtige Konten immer aktivieren. Selbst mit dem Passwort kommen Angreifer so nicht weiter.
* Software aktuell halten: Regelmäßige Updates für Betriebssystem und Apps schließen Sicherheitslücken.
* Vorsicht in öffentlichem WLAN: Sensible Transaktionen vermeiden oder ein VPN zur Verschlüsselung nutzen.

Für Unternehmen sind mehrschichtige E-Mail-Sicherheit und regelmäßige Mitarbeiterschulungen entscheidend. Denn der Mensch bleibt die letzte Verteidigungslinie gegen die perfider werdende Angriffsflut.

Anzeige

Wer sich effektiv gegen personalisierte Phishing‑Angriffe, Quishing und Smishing schützen möchte, findet im kostenlosen E-Book praxisnahe Maßnahmen und aktuelle Trends. Der Leitfaden erklärt, wie KI-basierte Angriffe funktionieren, welche technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen helfen und wie Sie Mitarbeiter schnell sensibilisieren. Jetzt kostenloses Cyber‑Security‑E‑Book herunterladen

@ boerse-global.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.