KI und Kriminalität starten perfekte Phishing-Welle
18.02.2026 - 21:58:34 | boerse-global.deBehden warnen diese Woche vor einer neuen Welle hyperrealistischer KI-Betrugsangriffe. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und Verbraucherzentralen schlagen Alarm.
Die Ära der schlecht geschriebenen Phishing-Mails ist vorbei. Kriminelle nutzen generative KI, um täuschend echte Kommunikation zu erstellen ? selbst für Experten kaum noch zu erkennen.
Das BSI spricht von einer ?Industrialisierung des Betrugs?. KI-Agenten übernehmen die mühsame Handarbeit: Sie analysieren Opferdaten aus Leaks und erstellen personalisierte Köder in Sekunden.
Die Einstiegshürde für Kriminelle sinkt drastisch. Sicherheitsexperten beobachten ein neues Geschäftsmodell: Cybercrime-as-a-Service. Mittlerweile fürchten 61 Prozent der europäischen Unternehmen diese hyperzielgenauen Angriffe.
Neue Masche: Der Recovery-Betrug
Besonders perfide ist der sogenannte ?Recovery Scam?. Dabei kontaktieren falsche Anwälte oder Behörden Menschen, die bereits Opfer eines Betrugs wurden.
Sie locken auf gefälschte Webseiten wie ?betrugsrecht.de? und versprechen die Rückholung des Geldes ? gegen Vorkasse. Die KI-generierte Kommunikation wirkt dabei hochprofessionell und einfühlsam. In Wahrheit werden die Geschädigten ein zweites Mal betrogen.
Parallel dazu fluten gefälschte E-Mails die Postfächer. Sie geben vor, von KI-Dienstleistern wie ChatGPT zu stammen und mahnen zur dringenden Verlängerung des Abos. Das Ziel: Zahlungsdaten auf täuschend echten Fake-Portalen abgreifen.
Deepfakes: Der geklonte Hilferuf
Die nächste Stufe erreicht der Telefonbetrug. Sicherheitsbehörden melden ?Schockanrufe 2.0?. Dabei klonen Kriminelle die Stimme von Angehörigen mit KI.
Oft reichen wenige Sekunden Audiomaterial aus sozialen Medien. Ein dokumentierter Fall aus Lichtenfels zeigt die emotionale Wucht: Eine Seniorin hörte die weinende, KI-generierte Stimme ihrer Tochter ? angeblich in Polizeigewahrsam. Nur ein Rückruf auf der echten Nummer verhinderte den finanziellen Schaden.
Die Datenbank ?AI Incidents? verzeichnete 2025 bereits 346 schwere Vorfälle von KI-Missbrauch. Deepfakes führen die Statistik der gefährlichsten Angriffe an.
Agentic AI: Die nächste Angriffswelle
Sicherheitsexperten warnen vor der nächsten Bedrohung: Agentic AI. Diese Systeme können nicht nur Texte schreiben, sondern eigenständig handeln.
Kriminelle könnten solche Agenten einsetzen, um automatisch Firmennetzwerke zu scannen, passende Phishing-Mails zu generieren und erbeutete Daten selbstständig zu stehlen. Das führt zu einem KI-Wettrüsten zwischen Angreifern und Verteidigern.
So schützen Sie sich heute
Klassische Tipps wie ?Achten Sie auf Rechtschreibfehler? greifen nicht mehr. Das BSI rät zu einem privaten Zero-Trust-Ansatz:
- Kanäle trennen: Bei dringenden Forderungen per Mail oder SMS niemals auf Links klicken. Stattdessen die App oder Webseite des Anbieters manuell im Browser öffnen.
- Sicherheitswort vereinbaren: Familien sollten ein Codewort für Notfälle festlegen. Kennt es der angebliche Angehörige am Telefon nicht, ist es ein Fake.
- Zeitdruck ignorieren: Betrüger setzen auf künstliche Dringlichkeit (?Konto wird in 48 Stunden gesperrt?), um rationales Denken auszuschalten. Im Zweifel immer durchatmen.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen: 2FA überall aktivieren ? idealerweise per App oder Hardware-Key, nicht per SMS.
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Die Botschaft der Behörden ist klar: In der KI-Ära ist gesunde Skepsis die wichtigste Firewall.
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