Homeoffice, Umdenken

KI und Homeoffice zwingen zum Umdenken bei Produktivität

23.02.2026 - 01:33:12 | boerse-global.de

Studien zeigen, dass die klassische Produktivitätsmessung an Grenzen stößt. Ein Homeoffice-Anteil über 60 Prozent senkt die Effizienz, während der Nutzen von KI noch unklar bleibt.

Neue Studien entfachen eine grundlegende Debatte: Wie misst man Produktivität heute noch? Während eine Untersuchung einen klaren Kipppunkt für die Effizienz im Homeoffice findet, liefern Daten zur KI ein widersprüchliches Bild. Die klassische Formel „Output pro Stunde“ stößt an ihre Grenzen.

Die alte Formel passt nicht mehr

Traditionell bedeutet Produktivität: Wie viele Einheiten entstehen pro Arbeitsstunde? Das funktioniert in der Fabrik. In der heutigen Wissenswirtschaft hingegen kaum. Wie misst man den Wert einer kreativen Idee oder einer eleganten Softwarelösung? Dieses Problem führt zum „Produktivitätsparadoxon“: Die Digitalisierung ist überall sichtbar, taucht in den Statistiken aber oft nicht auf.

Homeoffice: Der Kipppunkt bei 60 Prozent

Eine aktuelle Studie des Fraunhofer IAO liefert klare Zahlen. Bei konzentrierten Einzelaufgaben sind Beschäftigte im Homeoffice im Schnitt 20 Prozent produktiver als im Büro. Doch die Forschenden identifizieren einen Wendepunkt: Steigt der Homeoffice-Anteil über 60 Prozent, sinkt die Produktivität wieder. Der Grund? Fehlender informeller Austausch und schwindender Teamzusammenhalt. Die Botschaft ist klar: Reine Remote-Arbeit kann der Gesamtleistung schaden.

KI: Treiber oder nur Hype?

Bei Künstlicher Intelligenz zeichnen Studien ein uneinheitliches Bild. Eine Untersuchung des CEPR an europäischen Firmen kommt auf einen durchschnittlichen Produktivitätszuwachs von 4 Prozent durch KI. Dem steht eine US-Studie gegenüber, laut der über 80 Prozent der Unternehmen noch keine nennenswerten Gewinne sehen. Liegt das an der Technologie – oder einfach daran, dass ihr Beitrag schwer zu isolieren ist? KI verbessert oft Qualität, nicht zählbare Stückzahlen.

Was zählt jetzt? Ergebnisse, nicht Anwesenheit

Unternehmen suchen nach neuen Metriken. Im Fokus stehen nicht mehr geleistete Stunden, sondern erreichte Ziele. Methoden wie OKRs (Objectives and Key Results) gewinnen an Bedeutung. Es geht um Kennzahlen wie Projektfortschritt, Kundenzufriedenheit und Innovationsraten. Dieser shift erfordert mehr Vertrauen und eine Führungskultur, die auf klare Vorgaben und Eigenverantwortung setzt.

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Die Zukunft ist hybrid – auch beim Messen

Die Lösung wird kein einfacher Ersatz für die alte Formel sein. Stattdessen werden Unternehmen Dashboards aus verschiedenen Kennzahlen nutzen müssen. Diese müssen individuelle Effizienz und Teamerfolg gleichermaßen abbilden. Die Art, wie wir Produktivität messen, wird damit zum zentralen Baustein für die Arbeitswelt von morgen.

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