Welle, Mobile-Phishing-Angriffen

KI treibt neue Welle von Mobile-Phishing-Angriffen an

12.02.2026 - 00:04:12

Experten warnen vor einer neuen Welle hoch entwickelter Phishing-Angriffe auf mobile Geräte, angetrieben durch künstliche Intelligenz und professionalisierte Cybercrime-Dienste.

Eine neue Welle hoch entwickelter Cyberangriffe überschwemmt Smartphones und Tablets. Experten warnen vor einer dramatischen Zunahme von Mobile Phishing, angetrieben durch künstliche Intelligenz und eine professionalisierte Cybercrime-Industrie. Die Angreifer nutzen gezielt Sicherheitslücken mobiler Geräte aus, um an sensible Daten zu gelangen.

Die Bedrohung hat sich von einfachen Massen-E-Mails zu einer vielschichtigen Gefahr entwickelt. Sogenanntes „Mishing“ nutzt eine breite Palette von Angriffsvektoren wie SMS, QR-Codes, manipulierte Apps und gefälschte Anrufe. Die Kriminellen verfolgen eine klare „Mobile-First“‑Strategie, da Smartphones oft schlechter geschützt sind als Desktop-Computer.

KI macht Phishing persönlich und überzeugend

Ein zentraler Treiber ist der Einsatz generativer KI. Cyberkriminelle erstellen damit massenhaft personalisierte und fehlerfreie Phishing-Nachrichten, die von echter Kommunikation kaum zu unterscheiden sind. Diese Angriffe berücksichtigen kulturelle Nuancen und können sogar Stimmen in Deepfakes imitieren.

Experten prognostizieren, dass bis Ende 2026 über 90 Prozent aller Angriffe zum Diebstahl von Zugangsdaten hochentwickelte „Phishing-Kits 2.0“ nutzen werden. Diese als „Phishing-as-a-Service“ im Darknet angebotenen Baukästen senken die Einstiegshürde für Cyberkriminalität erheblich – auch technisch weniger versierte Kriminelle können nun professionelle Kampagnen starten.

Smishing, Quishing & Co.: Die neuen Angriffswege

Der Fokus verlagert sich zunehmend auf mobile-spezifische Kanäle:
* Smishing (SMS-Phishing) bleibt häufigster Angriffsvektor, oft getarnt als Paketbenachrichtigung oder Kontowarnung.
* Quishing über manipulierte QR-Codes wächst stark. Das Scannen führt auf gefälschte Webseiten zum Abgreifen von Daten.
* Angriffe über Messenger-Diente wie Telegram nehmen zu, bei denen Authentifizierungsprozesse manipuliert werden.

Analysen zeigen: Vier von fünf Phishing-Seiten sind speziell für mobile Darstellung optimiert. Sie nutzen die kleinere Bildschirmfläche, um verräterische URL-Details zu verbergen. Zudem setzen 87 Prozent der Phishing-URLs auf HTTPS-Verbindungen, um ein trügerisches Sicherheitsgefühl zu erzeugen.

Milliardenschäden und die Suche nach Abwehrstrategien

Die wirtschaftlichen Folgen sind immens. Laut dem „Cost of a Data Breach Report 2025“ ist Phishing das zentrale Einfallstor für Cyberangriffe und verursacht 16 Prozent aller Datenschutzverletzungen. Die Kosten eines erfolgreichen Angriffs für ein Unternehmen können schnell sechs- bis siebenstellige Beträge erreichen.

Sicherheitsexperten fordern ein Umdenken. Herkömmliche, für Desktops entwickelte Lösungen reichen nicht mehr aus. Stattdessen wird ein mehrstufiger Ansatz empfohlen:
* Technische Lösungen mit phishing-resistenten Authentifizierungsmethoden wie FIDO2-Sicherheitsschlüssel
* Kontinuierliche Sensibilisierung der Nutzer
* Biometrische Verfahren als neuer Mindeststandard

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Für Verbraucher und Unternehmen wird die Fähigkeit, raffinierte Täuschungsversuche zu erkennen, immer wichtiger. Experten raten zu erhöhter Skepsis bei unerwarteten Nachrichten, die zu schnellem Handeln auffordern. Das Überprüfen von Absenderadressen und das Vermeiden von Klicks auf verdächtige Links sind entscheidende Schutzmaßnahmen im digitalen Alltag.

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