KI-Tool entlarvt Insulinresistenz als Krebsrisiko
23.02.2026 - 08:40:12 | boerse-global.deEin neuartiges KI-Werkzeug zeigt: Insulinresistenz erhöht das Risiko für zwölf Krebsarten deutlich. Besonders betroffen ist Gebärmutterkrebs.
Studie schlägt Wellen in der Fachwelt
Forscher der Universität Tokio und des Taichung Veterans General Hospital in Taiwan veröffentlichten kürzlich eine wegweisende Studie. Sie nutzten ein KI-Modell namens AI-IR, um Insulinresistenz präziser zu messen als mit herkömmlichen Methoden wie dem BMI. Das Ergebnis ist alarmierend: Ein direkter Zusammenhang mit einem um 25 Prozent erhöhten Risiko für zwölf Krebsarten. Bei Gebärmutterkrebs steigt das Risiko sogar um 134 Prozent.
Was ist das stille Risiko Insulinresistenz?
Bei Insulinresistenz sprechen die Körperzellen nicht mehr richtig auf das Hormon Insulin an. Sie können Glukose aus dem Blut schlechter aufnehmen. Die Bauchspeicheldrüse muss immer mehr Insulin produzieren. Dieser Zustand kann zu Typ-2-Diabetes führen – bleibt aber oft jahrelang unbemerkt. Die neue Studie zeigt nun, dass er auch ein zentraler Risikofaktor für Krebs ist.
KI übertrifft den BMI bei der Risikovorhersage
Das ist der Durchbruch: Das KI-Tool AI-IR identifiziert Stoffwechselstörungen auch bei Menschen mit normalem Gewicht. Der Body-Mass-Index (BMI) übersieht diese Risikopatienten oft. „Die klinische Bewertung der Insulinresistenz war bisher schwierig“, so die Studienautoren. Ihr KI-Modell biete eine praktikable Lösung und belege, dass Insulinresistenz ein eigenständiger Krebsrisikofaktor ist.
Forschung unterstreicht Bedeutung des Stoffwechsels
Die Ergebnisse passen in eine Reihe aktueller Studien. Eine weitere Untersuchung betonte erst kürzlich die Bedeutung des Triglycerid-Glukose-Index (TyG) als einfachen Risikomarker. Eine deutsche Studie zum Intervallfasten kam hingegen zu einem ernüchternden Ergebnis: Eine reine zeitliche Beschränkung der Nahrungsaufnahme verbessert die Stoffwechselgesundheit nicht automatisch. Die Zusammenhänge sind komplex.
Neue Wege in der Krebsprävention
Was bedeutet das für die Vorsorge? Onkologen sehen die Studie als wichtige Bestätigung. Die Früherkennung von Insulinresistenz durch KI könnte die Prävention revolutionieren. Der Fokus würde sich verschieben: weg vom reinen Gewichtsmanagement, hin zur gezielten Verbesserung der Insulinsensitivität. Denkbar sind personalisierte Ernährungspläne, Bewegungsprogramme oder spezifische Medikamente.
Wann kommt das Tool in die Praxis?
Das KI-Modell AI-IR ist noch nicht für die klinische Routine verfügbar. Die darin genutzten Werte wie der Langzeitblutzucker (HbA1c) oder der Körperfettanteil sind jedoch heute schon standardmäßig messbar. Die nächste Forschungsphase zielt auf die Validierung und Integration solcher Modelle in die Praxis ab. Ein Paradigmenwechsel zeichnet sich ab: Stoffwechselgesundheit rückt als zentraler Pfeiler der Krebsvorsorge in den Fokus.
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