KI-Slop, Milliarden

KI-Slop kostet Unternehmen Milliarden

07.01.2026 - 00:24:12

Unternehmen verschärfen ihre KI-Strategien, nachdem sich substanzlose KI-Ergebnisse als teure Produktivitätsfalle erwiesen haben. Neue Governance-Modelle und Prüfprozesse sollen die Qualität sichern.

Die erste Arbeitswoche 2026 steht im Zeichen der Ernüchterung. Unternehmen weltweit verschärfen ihre KI-Richtlinien, nachdem sie die versteckten Kosten von minderwertigen KI-Outputs erkannt haben. Der Grund: Workslop.

Forscher tauften das Phänomen “Workslop” – eine Mischung aus “Work” und “Slop” (Matsch). Es beschreibt KI-generierte Inhalte wie E-Mails oder Berichte, die äußerlich perfekt wirken, inhaltlich aber substanzlos oder fehlerhaft sind. Dieser “polierten Müll” bindet wertvolle Arbeitszeit.

Die teure Müllabfuhr für digitale Inhalte

Die Zahlen sind alarmierend. Rund 40 Prozent der Büroangestellten sind regelmäßig mit Workslop konfrontiert. Die Bereinigung eines einzelnen Falls kostet im Schnitt fast zwei Stunden Arbeitszeit. Mitarbeiter müssen Fakten prüfen oder Inhalte komplett neu erstellen.

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Die finanziellen Folgen sind massiv. Für ein Unternehmen mit 10.000 Mitarbeitern summieren sich die Kosten durch verlorene Produktivität auf über 9 Millionen US-Dollar pro Jahr. Es ist eine unsichtbare Steuer auf die Wirtschaft.

Doch der Schaden geht über Geld hinaus. Wer ungeprüfte KI-Texte versendet, verliert rapide an Ansehen. Teammitglieder halten Kollegen für weniger kompetent und unzuverlässig. Studien zeigen: Über die Hälfte der Empfänger fühlt sich “genervt”, viele sogar “beleidigt”. Workslop erodiert das Vertrauen in Teams.

Neue Strategie: Fighting AI with AI

  • Human-in-the-Loop mit Nachweispflicht: KI wird zum Entwurfswerkzeug degradiert, dessen Output zwingend verifiziert werden muss. Einige Firmen führen eine interne Kennzeichnungspflicht für KI-Generiertes ein.
  • Technologische Gegenwehr: IT-Abteilungen rollen “Slop-Detektoren” aus. Diese KI-Tools scannen interne Dokumente auf die charakteristische Glätte und Leere generativer Modelle und markieren sie zur Überprüfung.

Michael Schrage vom MIT Sloan hatte recht: Das Management von KI-Outputs wird zur Governance-Frage. Führungskräfte fordern Metriken für die Qualität von KI-Ergebnissen ein – genauso wie traditionelle Leistungskennzahlen.

Die nächste Welle: Agentic Slop

Während Unternehmen den menschengemachten Workslop bekämpfen, droht am Horizont die nächste Herausforderung: Agentic Slop. Autonome KI-Agenten, die ohne menschliches Zutun arbeiten, könnten die Müllproduktion automatisieren und eine Flut auslösen, die jede Prüfkapazität übersteigt.

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