Schlafanalyse, Früherkennung

KI revolutioniert Schlafanalyse: Früherkennung von Krankheiten im Schlaf

05.02.2026 - 22:24:12

Künstliche Intelligenz erkennt jetzt im Schlaf frühe Krankheitszeichen – ohne Klinikaufenthalt. Zwei neue Systeme aus Großbritannien und den USA machen Diagnostik rund um die Uhr möglich.

Forscher der University of Chester haben ein tragbares Gerät entwickelt, das Schlafapnoe mit über 95-prozentiger Genauigkeit erkennt. Das System überwacht Atmung, Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung in Echtzeit. Im Notfall kann es sogar therapeutische Impulse auslösen. „Das ist ein echter Paradigmenwechsel“, erklärt Entwickler Dr. Yurui Zheng. „Statt teurer Kliniknächte bekommen Patienten jetzt eine bezahlbare Heimlösung.“

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Parallel dazu präsentiert Inturai Ventures eine noch diskretere Technologie. Das kalifornische Unternehmen nutzt bestehende WLAN-Signale zur Gesundheitsüberwachung – ganz ohne Wearables oder Kameras. Die Technik durchdringt sogar Wände und erfasst Bewegungsmuster und Vitalwerte.

Das System berechnet aus den Daten einen persönlichen Gesundheits-Score. Pflegekräfte oder Angehörige sehen sofort, wenn sich der Zustand einer Person verschlechtert. „Es geht um frühes Erkennen, nicht um Überwachung“, betont ein Unternehmenssprecher. Die Technologie kommt bereits in Pflegeheimen und sicherheitskritischen Umgebungen zum Einsatz.

Wachstumsmarkt mit deutschen Chancen

Der Markt für intelligente Gesundheitsüberwachung boomt. Allein für Schlaftracker prognostizieren Analysten ein Wachstum von 7 auf über 18 Milliarden Euro bis 2035. Deutsche Unternehmen wie SAP oder Telekom könnten von dieser Entwicklung profitieren – etwa durch Cloud-Infrastruktur oder Datensicherheitslösungen.

Die Innovationen beschränken sich nicht auf den Schlafbereich. Eine aktuelle US-Studie zeigt: KI-gestützte Stethoskope erkennen Herzklappenfehler deutlich besser als herkömmliche Geräte. Die künstliche Intelligenz sieht Muster, die dem menschlichen Ohr entgehen.

Hürden auf dem Weg in die Praxis

Trotz des Potentials bleiben Herausforderungen. „Wir brauchen umfangreiche klinische Studien mit verschiedenen Patientengruppen“, mahnt eine Schlafmedizinerin aus Berlin. Auch Fragen der Zulassung, Kostenübernahme und Datensicherheit sind noch nicht abschließend geklärt.

Unternehmen wie Sleep Cycle haben bereits mit klinischen Validierungen begonnen. Das Ziel ist klar: Ein nahtloses Ökosystem aus kontinuierlicher Überwachung, das Ärzten und Patienten präzise Daten liefert. Der nächtliche Schlaf wird so zur wertvollen Gesundheitsressource – und könnte lebensrettende Früherkennung ermöglichen.

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