KI-Phishing-Welle, Smartphones

KI-Phishing-Welle überrollt deutsche Smartphones

16.02.2026 - 19:39:12

Eine neue Generation hochprofessioneller Phishing-Angriffe mit KI und Deepfakes überrollt mobile Geräte. Sicherheitsexperten warnen vor manipulierten Apps und der Übernahme ganzer Konten.

Eine neue Welle hochprofessioneller Phishing-Angriffe überrollt mobile Geräte in Deutschland. Sicherheitsbehörden und Verbraucherzentralen schlagen Alarm: Kriminelle nutzen zunehmend KI und setzen gezielt auf SMS, WhatsApp und gefälschte Anrufe. Die Angriffe sind personalisierter und manipulativer als je zuvor.

Smishing und KI als Brandbeschleuniger

Die Zeiten, in denen Phishing an schlechter Grammatik zu erkennen war, sind vorbei. Aktuelle Smishing-Wellen imitieren perfekt das Design bekannter Unternehmen. Betrüger erzeugen gezielt Panik – etwa mit SMS über angebliche Kontosperrungen.

Über Messenger wie WhatsApp grassiert der „Hallo Mama/Papa“-Trick. Eine andere Masche zielt auf die Übernahme ganzer Accounts ab. Die Folgen sind gravierend: Kriminelle schreiben dann die gesamte Kontaktliste des Opfers an.

Besorgniserregend ist der Einsatz von KI für Deepfakes. Gefälschte Videoanrufe von vermeintlichen Vorgesetzten oder Familienmitgliedern sind bereits Realität und überlisten biometrische Sicherheitssysteme.

Smartphones: Das neue Einfallstor

Das Smartphone als digitales Zentrum rückt ins Fadenkreuz. Sicherheitsforscher warnen vor einer neuen Welle von Spionagesoftware und Banking-Trojanern für Android.

Kommerzielle Toolkits wie „ZeroDayRAT“ ermöglichen die vollständige Fernkontrolle. Angreifer können dann Kamera und Mikrofon live übertragen oder Bankdaten auslesen. Die Infektion erfolgt oft über manipulierte Apps außerhalb offizieller Stores.

Das Problem verschärft eine einfache Tatsache: Über eine Milliarde Android-Geräte erhält keine Sicherheitsupdates mehr. Auch die BaFin warnt vor professionellen Anlagebetrügereien, die über WhatsApp-Gruppen angebahnt werden.

Auf politischer Ebene reagiert die EU: Neue Gesetze wie die NIS-2-Richtlinie zwingen Mobilfunkbetreiber zu massiven Sicherheitsinvestitionen. Für Verbraucher bedeutet das: Die Eigenverantwortung ist wichtiger denn je.

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Was Nutzer jetzt tun können

Die Prognose ist eindeutig: Die Angriffe werden intensiver und überzeugender. Die Grenze zwischen echt und gefälscht verschwimmt. Was hilft?

  • Entwickeln Sie eine gesunde Skepsis bei unaufgeforderten Nachrichten, besonders wenn sie Dringlichkeit vermitteln.
  • Klicken Sie nie auf Links in verdächtigen SMS oder Messenger-Nachrichten.
  • Rufen Sie keine darin genannten Nummern zurück.
  • Nutzen Sie stets die offiziellen Kontaktwege über Webseite oder App des Anbieters.
  • Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für alle wichtigen Konten.
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