KI-Investitionen, Firmen

KI-Investitionen bringen 80 Prozent der Firmen keinen Produktivitätsschub

19.02.2026 - 01:32:12 | boerse-global.de

Vier von fünf Unternehmen verzeichnen trotz hoher KI-Ausgaben keine Leistungssteigerung. Experten warnen vor zunehmendem Stress und fordern neue Konzentrationsmethoden.

Neue Studien enthüllen ein ernüchterndes Bild: Trotz Milliardensummen für Künstliche Intelligenz verzeichnen vier von fünf Unternehmen keine messbaren Produktivitätsgewinne. Experten identifizieren stattdessen eine gefährliche „Arbeitsverdichtung“ und fordern eine Rückbesinnung auf radikale Konzentrationstechniken.

Das große KI-Paradoxon

Eine aktuelle Erhebung unter Führungskräften liefert die harten Zahlen. Über 80 Prozent der befragten Unternehmen sehen keine Leistungssteigerung durch ihre KI-Tools. Diese Bilanz stellt die hochfliegenden Erwartungen der Vorjahre infrage.

Analysten des National Bureau of Economic Research (NBER) geben eine klare Diagnose: Technologie allein reicht nicht. Selbst in Führungsetagen werden KI-Helfer im Schnitt nur 90 Minuten pro Woche effektiv genutzt. Die Krux liegt offenbar woanders – in der menschlichen Arbeitsweise.

Wenn KI die Belastung erhöht

Warum fühlen sich viele Angestellte trotz digitaler Helfer gestresster? Eine Harvard-Studie liefert die Erklärung mit dem Begriff „Arbeitsverdichtung“. Demnach nutzen Firmen die Zeitersparnis durch KI nicht für Entlastung, sondern packen in die gleiche Arbeitszeit noch mehr Aufgaben.

Die Grenzen zwischen Job und Freizeit verschwimmen dadurch weiter. Diese Entwicklung bestätigt Warnungen aus dem „Work Trend Index 2025“ von Microsoft vor einem „unendlichen Arbeitstag“. Ohne gezielte Gegenmaßnahmen wird diese Verdichtung zur neuen Normalität.

Drei Wege zurück zum Fokus

Angesichts dieser Entwicklung gewinnen evidenzbasierte Konzentrationsmethoden neue Dringlichkeit. Experten heben drei konkrete Ansätze hervor:

  • Die 75/33-Ratio: Aktuelle Datenanalysen favorisieren dieses Modell: 75 Minuten fokussierte Arbeit, gefolgt von 33 Minuten Pause. Es löst starre Systeme wie Pomodoro ab, weil es längere Blöcke für komplexe Denkaufgaben ermöglicht – den Kern echter Wertschöpfung.
  • Strategische Abkopplung: „Digital Detox“ wird vom Lifestyle-Trend zur ökonomischen Notwendigkeit. Mitarbeiter, die sich temporär vollständig von Kommunikationskanälen trennen, zeigen höhere Netto-Produktivität. Die Herausforderung für Führungskräfte: Sie müssen eine Kultur schaffen, in der diese Unsichtbarkeit nicht bestraft wird.
  • Management von KI-Agenten: Mit dem Aufstieg autonom handelnder „Agentic AI“ entsteht eine neue Kompetenz: die Überwachung. Wissensarbeiter müssen lernen, KI zu instruieren und deren Output in konzentrierten Blöcken zu prüfen, statt sich im Mikromanagement der Tools zu verzetteln.
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Markt und Politik unter Druck

Die Daten zwingen zum Umdenken. Während das verarbeitende Gewerbe noch Produktivitätsgewinne meldet, stagniert die Kurve im Wissenssektor. Technologieanbieter reagieren bereits: Neue Software-Updates betonen zunehmend Funktionen, die „Fokuszeiten“ erzwingen, statt nur die Kommunikation zu beschleunigen.

Gleichzeitig bekommt die politische Debatte neuen Rückenwind. Die Forderung nach einem „Right to Disconnect“ – einem gesetzlichen Recht auf Unerreichbarkeit – wird durch die Studien zur Arbeitsverdichtung massiv gestärkt. Gewerkschaften nutzen die Ergebnisse, um Schutz vor der KI-getriebenen Arbeitsspirale zu fordern.

Die Spaltung der Arbeitswelt

Für das Jahr 2026 zeichnet sich eine klare Trennung ab. Auf der einen Seite stehen Firmen, die weiterhin auf reine Technologie-Lösungen setzen. Auf der anderen Seite formieren sich die „Frontier Firms“. Diese Pionierunternehmen kombinieren KI-Innovation mit einer Kultur der tiefen Konzentration.

Sie werden vorangehen und formelle „Deep Work“-Richtlinien einführen. Die Botschaft der aktuellen Daten ist eindeutig: In einer Welt, in der KI Routinen übernimmt, wird die menschliche Fähigkeit zu ungestörter, komplexer Problemlösung zur wertvollsten Ressource. Wer sie nicht schützt, versinkt trotz aller Tools in Ineffizienz.

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