Job, Risiken

KI im Job: Neue Risiken und Mitbestimmung als Schlüssel

06.02.2026 - 03:55:12

Autonome KI-Agenten bergen erhebliche Sicherheitsrisiken und erfordern eine strategische Neuausrichtung der Personalarbeit. Betriebsvereinbarungen werden zum zentralen Instrument für eine sichere und mitbestimmte Transformation.

Die Personalarbeit wird durch Künstliche Intelligenz neu erfunden – doch Sicherheitslücken und strategische Umbrüche machen starke Betriebsräte unverzichtbar.

Die Debatte um KI im Personalwesen hat 2026 eine neue Schärfe erreicht. Es geht nicht mehr nur um Effizienz, sondern um fundamentale Sicherheitsrisiken und die komplette Neuausrichtung der Personalplanung. Für Betriebsräte wird es damit dringender denn je, ihre Mitbestimmungsrechte proaktiv zu nutzen. Der Fokus verschiebt sich: von der Reaktion auf die strategische Mitgestaltung der digitalen Transformation.

Autonome KI-Agenten: Eine tickende Sicherheitsbombe?

Eine aktuelle Studie des Cybersicherheitsunternehmens Keyfactor vom 3. Februar 2026 rückt ein unterschätztes Problem in den Fokus: die Identität und Kontrolle von autonom agierenden KI-Systemen. 69 Prozent der befragten Experten sehen in Schwachstellen dieser KI-Agenten eine größere Gefahr als im menschlichen Missbrauch von KI. Unternehmen setzen demnach mächtige Systeme ein, ohne über die nötige Infrastruktur für sichere Authentifizierung zu verfügen.

Was bedeutet das für den Betriebsrat? Die Einführung solcher risikobehafteter Systeme berührt zentrale Mitbestimmungsrechte. Es geht nicht mehr nur um Leistungskontrolle, sondern um die Gewährleistung eines sicheren Arbeitsumfelds. Experten betonen: Nur klare Betriebsvereinbarungen und eine starke Mitbestimmung bei der Auswahl von KI-Tools können Produktivität, Vertrauen der Belegschaft und den Betriebsfrieden sichern.

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HR im Wandel: Vom Verwalter zum Strategen

Parallel zu den Sicherheitsbedenken erfordert die KI-Revolution eine strategische Kehrtwende im Personalwesen. Die klassische Planung reicht nicht mehr aus. KI und Automatisierung verändern Berufsbilder fundamental und erfordern eine vorausschauende Strategie, die über reine Bedarfsdeckung hinausgeht.

Für HR-Abteilungen bedeutet das den Wandel vom Verwaltungs- zum Gestaltungsmodus. Sie müssen antizipieren, wie KI Rollen verändert, welche neuen Kompetenzen nötig sind und wie die Belegschaft durch Qualifizierung darauf vorbereitet wird. Diese strategische Personalplanung ist untrennbar mit den Rechten des Betriebsrats verbunden. Bei Themen wie Berufsbildung oder Sozialplänen ist enge Zusammenarbeit gefragt, um den Wandel sozialverträglich zu gestalten.

Die Betriebsvereinbarung als zentrales Steuerungsinstrument

Angesichts dieser doppelten Herausforderung – Sicherheit und Strategie – erweist sich die Betriebsvereinbarung als das Schlüsselinstrument. Sie ermöglicht maßgeschneiderte Regeln für den KI-Einsatz im eigenen Unternehmen.

Solche Vereinbarungen können rechtsverbindlich festlegen:
* Welche KI-Systeme für welche Zwecke eingesetzt werden dürfen.
* Wie Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Algorithmen gewährleistet werden.
* Welche Schutzmaßnahmen für Datensicherheit und Persönlichkeitsrechte gelten.

Konkret könnten sie Governance-Regeln für autonome KI-Agenten vorschreiben oder Weiterbildungsstrategien verankern. Damit wird die Betriebsvereinbarung vom reaktiven Schutz- zum proaktiven Gestaltungsinstrument.

Analyse: Von der Vision zur konkreten Governance

Die Diskussion um KI am Arbeitsplatz wird erwachsen. Sie bewegt sich weg von Zukunftsvisionen hin zu konkreten Regelungsfragen. Die seit 2025 schrittweise in Kraft tretende EU-KI-Verordnung setzt den übergeordneten Rahmen, etwa mit dem Verbot von Social Scoring.

Doch die konkrete Ausgestaltung erfolgt im Betrieb. Die neuen Erkenntnisse zu Sicherheitsrisiken und strategischer Planung liefern Betriebsräten handfeste Argumente, um auf umfassende Vereinbarungen zu drängen. Das oft beschworene Gefühl der „Verdrängung“ durch KI lässt sich so am besten entkräften: durch Transparenz und echte Mitgestaltung.

Die Weichen für eine faire und sichere, KI-gestützte Arbeitswelt werden nicht in ferner Zukunft, sondern jetzt in den Betrieben gestellt.

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