KI-gestütztes Smishing: Neue Betrugswelle trifft Deutschland
12.02.2026 - 21:49:12Eine neue Welle von SMS-Betrug überflutet derzeit Smartphones in Deutschland. Kriminelle nutzen Künstliche Intelligenz, um ihre „Smishing“-Angriffe überzeugender und schwerer erkennbar zu machen. Anlässlich des jüngsten Safer Internet Day warnen Behörden eindringlich vor den perfiden Maschen.
Die Zeiten, in denen man Betrugs-SMS an holpriger Grammatik erkennen konnte, sind vorbei. KI-generierte Texte wirken heute täuschend echt. Die Betrüger imitieren Paketdienste, Banken oder Behörden und nutzen Alltagssituationen geschickt aus.
So funktionieren die aktuellen Maschen
Die Betrugs-SMS enthalten meist einen Link. Dieser führt auf eine gefälschte Webseite, die das Design seriöser Unternehmen täuschend echt kopiert. Dort werden Opfer zur Eingabe von Passwörtern, Bankdaten oder Kreditkarteninformationen aufgefordert.
Ein besonders alarmierender Trend ist der Einsatz von KI-Stimmen. Haben Kriminelle erste Daten erbeutet, rufen sie ihre Opfer an. Mit „Voice Cloning“ imitieren sie Stimmen und geben sich als Bankmitarbeiter aus. Unter Vorwänden wie einer angeblichen Überprüfung versuchen sie, an Transaktionsnummern (TANs) zu gelangen.
KI als Gamechanger für Cyberkriminelle
Künstliche Intelligenz hat die Betrugslandschaft revolutioniert. Internationale Netzwerke operieren heute wie professionelle „Scam-Fabriken“. KI erlaubt ihnen, massenhaft personalisierte und fehlerfreie Nachrichten zu versenden.
Für das Stimmenklonen reichen Kriminellen oft schon wenige Sekunden Audiomaterial aus sozialen Netzwerken. Die Technologie macht es fast unmöglich, den Betrug am Telefon zu erkennen.
So schützen Sie sich wirksam
Angesichts der raffinierteren Angriffe ist Wachsamkeit das wichtigste Mittel. Experten vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) raten zu diesen Maßnahmen:
- Links niemals anklicken: Öffnen Sie keine Links in unerwarteten SMS. Rufen Sie die Webseite des Unternehmens stattdessen manuell im Browser auf.
- Daten nie preisgeben: Seriöse Unternehmen fordern Passwörter, PINs oder TANs niemals per SMS an.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen: Sichern Sie Ihre Konten mit 2FA ab. Das bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene.
- Anrufe prüfen: Beenden Sie verdächtige Gespräche. Kontaktieren Sie Ihre Bank über eine bekannte, offizielle Nummer.
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Ein endloses Wettrüsten
Das Problem ist global. Sicherheitsexperten beobachten einen dramatischen Anstieg von Angriffen, die menschliche Emotionen wie Angst und Vertrauen ausnutzen. Echtzeit-Überweisungen verschärfen die Lage, weil betrügerische Transaktionen kaum noch zu stoppen sind.
Die Zukunft verspricht eine weitere Eskalation. Banken investieren bereits in KI-gestützte Erkennungssysteme. Gleichzeitig wird die digitale Aufklärung der Verbraucher zur gesellschaftlichen Schlüsselaufgabe. Bei einem Betrugsverdacht sollte man sofort Anzeige erstatten und die eigene Bank informieren.
@ boerse-global.de
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