KI-gestützte, Cyberangriffe

KI-gestützte Cyberangriffe stürmen auf Platz zwei der Unternehmensrisiken

21.01.2026 - 07:24:12

Künstliche Intelligenz katapultiert Cyberbedrohungen in eine neue, gefährlichere Dimension. Deutsche Unternehmen stehen vor einer beispiellosen Welle von KI-generiertem Phishing und Deepfake-Betrug, die herkömmliche Sicherheitsmaßnahmen aushebeln.

Das zeigt das aktuelle Allianz Risk Barometer 2026. Während Cybervorfälle wie Ransomware mit 42 Prozent weiter das größte Geschäftsrisiko weltweit darstellen, hat die Gefahr durch künstliche Intelligenz einen beispiellosen Sprung gemacht: von Platz 10 auf Platz 2. 32 Prozent der Risikoexperten sehen in KI eine akute Gefahr für Betrieb, Recht und Reputation. In Deutschland sind KI-Risiken neu im Ranking und landeten direkt auf dem vierten Platz.

Besonders alarmierend ist der Vormarsch von Deepfakes. Cyberkriminelle kapern Social-Media-Profile auf Plattformen wie Instagram und Facebook. Anschließend verbreiten sie täuschend echte, KI-generierte Videos, in denen der rechtmäßige Kontoinhaber scheinbar persönlich für betrügerische Krypto-Investments wirbt.

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Das Schweizer Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) warnt explizit vor dieser Masche. Sie nutzt das persönliche Vertrauen der Follower aus, um sie auf Phishing-Seiten zu locken. Die Zahlen sind erschreckend: Die Deepfake-Angriffe sind im Vergleich zum Vorjahr um 1100 Prozent explodiert.

Ein spektakulärer Fall in Hongkong zeigt das Schadenspotenzial: Ein Finanzmanager ließ sich in einer Deepfake-Videokonferenz mit angeblichen Vorgesetzten zur Überweisung von umgerechnet rund 23 Millionen Euro verleiten. Die Werkzeuge für solche Fälschungen werden immer einfacher zugänglich – eine Bedrohung für Firmen jeder Größe.

KI als Turbo für Phishing: Fehlerfreie Betrugsmails im Massenmaß

Künstliche Intelligenz senkt die Einstiegshürde für Kriminelle radikal. Spezialisierte Betrugs-KIs wie FraudGPT ermöglichen es auch technischen Laien, massenhaft hochwertige Phishing-Kampagnen zu erstellen. Die KI generiert maßgeschneiderte E-Mails mit fehlerfreier Sprache und korrektem Kontext – ein riesiger Unterschied zu den oft holprigen Versuchen der Vergangenheit.

Zudem analysieren Angreifer mit KI große Datenmengen aus geleakten Informationen. So können sie interne Hierarchien, Kommunikationswege und sogar den Sprachstil von Führungskräften imitieren. Für Mitarbeiter wird es immer schwieriger, gefälschte von echten Anweisungen zu unterscheiden. Das World Economic Forum (WEF) warnt in seinem aktuellen Bericht: Traditionelle Sicherheitskontrollen sind für diese neuen KI-Schwachstellen nicht ausgelegt.

Das digitale Wettrüsten: KI zur Abwehr nutzen

Die Sicherheitsbehörden reagieren. Internationale Agenturen und auch das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) arbeiten an Leitlinien für widerstandsfähige IT-Architekturen. Konzepte wie „Security by Design“ und eine „Zero-Trust-Architektur“ gelten als essenziell.

Gleichzeitig wird KI selbst zur wichtigsten Verteidigungswaffe. KI-Systeme können Anomalien im Netzwerk erkennen und Phishing in Echtzeit identifizieren. Bereits 2025 investierten 68 Prozent der Unternehmen in KI-gestützten Schutz. Die Zukunft gehört einer Doppelstrategie: intensive Mitarbeiterschulung für die neuen Betrugsmuster und robuste, mehrstufige Verifikation für kritische Prozesse wie Geldtransfers. Der Kampf gegen KI-Bedrohungen hat längst begonnen.

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