KI-Boom, PC-Bauteile

KI-Boom treibt PC-Bauteile in die Preisspirale

21.02.2026 - 17:30:11 | boerse-global.de

Der Markt für Selbstbau-PCs steckt zu Beginn des Jahres 2026 in einer schweren Krise. Eine beispiellose Nachfrage der Künstlichen-Intelligenz-Branche bringt die Lieferketten für Komponenten ins Wanken und treibt die Preise in die Höhe. Verbraucher und Systemintegratoren müssen für Grafikkarten, Arbeitsspeicher und SSDs deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Diese „Hardware-Inflation“ stellt Händler vor eine Zerreißprobe. Sie müssen schwankende Einkaufskosten mit der Preissensibilität ihrer Kunden in Einklang bringen. Während die KI-Industrie Unmengen an Hochleistungs-Hardware verschlingt, trifft es direkt die Geldbeutel von Gamern und PC-Enthusiasten.

Haupttreiber der Preisexplosion ist der explosive Ausbau der KI-Infrastruktur. Globale Rechenzentren kaufen Komponenten in riesigen Mengen auf und verursachen so Engpässe auf dem Consumer-Markt. Seit Ende 2025 schießen die Preise in die Höhe.

Analysen von November 2025 bis Februar 2026 zeigen: Die Preise für SSDs sind um über 70 % gestiegen, für DDR5-Arbeitsspeicher um rund 40 %. Manche 32-GB-DDR5-Kits haben sich binnen weniger Monate fast verdoppelt. Auf dem Grafikkartenmarkt, dem Herzstück jedes Gaming-PCs, stiegen die Durchschnittspreise im ersten Quartal 2026 global um 15 %. Die Volatilität ist so groß, dass Hersteller von Unternehmenshardware die Gültigkeit ihrer Preisangebote verkürzen müssen.

Nvidias Premium-Kurs stößt auf Widerstand

Besonders betroffen ist Nvidias aktuelle RTX-50-Serie. Die hohe Nachfrage nach ihrer Rechenpower für Gaming und KI-Anwendungen treibt die Preise. Die Flaggschiff-RTX 5090 verteuerte sich in drei Monaten um 32 %, die RTX 5080 um 25 %. Was bedeutet das konkret? Ein Budget von rund 900 Euro, für das es Ende 2025 eine RTX 5080 gab, reicht heute nur noch für eine RTX 5070 Ti.

Die Nachfrage zum UVP bleibt immens. Ein Restock der Founders Edition bei Nvidia im Februar war ausverkauft, die RTX 5090 in nur sieben Minuten. Doch die Geduld der Kunden bei Aufschlägen durch Dritthändler scheint am Ende. Ein bemerkenswerter Vorfall aus Japan zeigt die Macht der Verbraucher: Dort führten massive Preiserhöhungen für AMDs High-End-GPUs Ende 2025 zu einem deutlichen Absatzeinbruch. Händler mussten die Preise im Februar um bis zu 20 % senken – ein klares Signal, dass Konsumentenverhalten trotz überwältigender Unternehmensnachfrage den Markt beeinflussen kann.

Intels Budget-Offensive mit Battlemage

Während Nvidias High-End-Karten in neue Preisregionen vorstoßen und AMD gemischte Reaktionen erntet, sichert sich Intel eine Schlüsselposition im Budget- und Mittelklasse-Segment. Die Battlemage-GPUs, Modelle wie die Arc B570 und B580, gewinnen an Boden. Trotz verhaltener Launch-Euphorie sind sie bei großen Händlern häufig ausverkauft. Getrieben wird das von positiver Mundpropaganda zum Preis-Leistungs-Verhältnis und stabilen Treibern. Die Arc B570 wurde in einigen Regionen sogar günstiger – eine absolute Ausnahme in der aktuellen Inflationsspirale.

Intel setzte vergangene Woche einen strategischen Coup. Ein neuer Treiber vom 16. Februar bringt die XeSS-3-Multi-Frame-Generation (MFG) auf die gesamte Arc-Produktpalette. Diese KI-gestützte Bildgenerierung, die die wahrgenommene Performance in Spielen steigert, ist damit auch auf günstigen Alchemist- und Battlemage-Grafikkarten sowie der integrierten Grafik der Core-Ultra-Prozessoren verfügbar. Indem Intel diese Premium-Funktion auf preiswerter Hardware ermöglicht, schafft es einen erheblichen Mehrwert und zieht der Konkurrenz im Segment der integrierten Grafiklösungen davon.

Analyse: Strategien im Wandel

Die Marktlage zwingt zum Umdenken bei althergebrachten Upgrade-Strategien. Da die Kosten für DDR5-Speicher inzwischen an manche Prozessoren heranreichen, raten Experten: Ein RAM-Upgrade lohnt sich preislich kaum noch. Stattdessen bringt ein Wechsel der Grafikkarte, besonders innerhalb preisstabilerer Serien, oft mehr spürbare Leistung.

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Für Händler liegt die Herausforderung im Management von Lagerbeständen und Preisen für Komponenten mit volatilen Kosten – und darin, Kunden zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis zu beraten. Die Volatilität schafft ein Umfeld, in dem die Bauteilwahl nicht mehr nur von Performance, sondern ebenso sehr von Markttrends und Lieferengpässen diktiert wird.

Ausblick: Volatilität bestimmt 2026

Der PC-Komponentenmarkt wird voraussichtlich so lange volatil bleiben, wie die KI-Nachfrage das Angebot übersteigt. Speicher- und High-End-GPU-Preise bleiben hoch, Preiserhöhungen für Fertig-PCs sind am Horizont möglich. Die entscheidenden Fragen für 2026 sind: Können sich die Lieferketten an das neue Nachfrageniveau anpassen? Und erzwingen Konsumenten weitere Preiskorrekturen, wie in Japan beobachtet?

Intels wachsende Präsenz im Budget-GPU-Segment übt einen wichtigen Wettbewerbsdruck aus, der Verbrauchern zugutekommen könnte. Während langfristige Fortschritte wie DDR6-Speicher erst für 2027 erwartet werden, müssen sich Händler und Bastler auf ein weiteres Jahr einstellen, das von den Marktkräften der Künstlichen Intelligenz geprägt ist.

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