KI-Boom lässt Speicherpreise explodieren
28.12.2025 - 15:12:12Der KI-Hunger der Rechenzentren frisst die Produktion für Verbraucher auf – und treibt die Preise für PCs und Elektronik in Rekordhöhen. Eine Analyse der Marktdaten zeigt einen dramatischen Wendepunkt.
Die Ära günstiger Computer-Hardware ist vorbei. Zum Abschluss der Weihnachtszeit 2025 bestätigen Branchenberichte einen monatelang befürchteten Trend: Die unersättliche Nachfrage nach KI-Chips lässt die Preise für Arbeitsspeicher und SSDs in die Höhe schnellen. Verbraucher zahlen die Rechnung für den KI-Boom.
Während Chipkonzerne Rekordumsätze mit KI-Komponenten melden, leidet der Konsumentenmarkt unter akuten Engpässen. Es ist das Paradox eines Halbleiter-Superzyklus. Vertragspreise für DRAM- und NAND-Speicher – die Grundbausteine von PCs und Smartphones – sollen allein im Dezember um 80 bis 100 Prozent gestiegen sein.
Der Grund ist eine strategische Kehrtwende der Hersteller. Sie verlagern ihre Produktionslinien massiv, um High Bandwidth Memory (HBM) für KI-Prozessoren zu priorisieren. Die Folge: Der Spotpreis für einen Standard-16-Gigabit-DDR5-Chip hat sich binnen eines Quartals vervierfacht – von rund 6,84 auf über 27 US-Dollar.
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Der Wafer-Krieg: KI gegen den Verbraucher
Im Kern ist es ein Verteilungskampf um Siliziumscheiben, die sogenannten Wafer. Die Herstellung von HBM für KI-Beschleuniger ist komplex und verbraucht deutlich mehr Kapazität als die Produktion von Standardspeichern. Branchenanalysen zufolge haben Giganten wie Samsung und SK Hynix bis zu 40 Prozent ihrer fortschrittlichen Wafer-Kapazität auf KI-Produkte umgelenkt.
Dieses Nullsummenspiel trifft die Hardware-Hersteller unmittelbar. Der Modul-Anbieter TeamGroup berichtet von „beispiellosen“ Preissprüngen. PC-Fertiger in Japan und Südkorea stellen Bestellungen ein oder verschieben Lieferungen, weil sie keine bezahlbaren Speicherchips mehr bekommen.
Branchenbeben: Große Player ziehen sich zurück
Ein Alarmsignal für Bastler und Enthusiasten: Große Player verlassen den Konsumentenmarkt. Micron Technology kündigte an, sein Consumer-Geschäft – einschließlich der beliebten Marke Crucial – auszulaufen, um sich auf profitablere Enterprise- und Rechenzentren-Kunden zu konzentrieren.
Weniger Anbieter bedeuten weniger Wettbewerb und höhere Preise. Für den DIY-Markt zeichnet sich eine düstere Perspektive ab. Die verbleibende Ware wird zur Premiumware.
Der Preisschock an der Kasse
Was bedeuten diese Lieferketten-Probleme für den Endverbraucher? Die Marktforscher von IDC warnen vor durchschnittlich 8 Prozent höheren PC-Preisen 2026. Bei einzelnen Komponenten fällt der Anstieg drastischer aus:
- DDR5-Speicher: Kits, die im Frühherbst rund 100 Euro kosteten, nähern sich vielerorts der 200-Euro-Marke.
- SSD-Festplatten: Engpässe bei NAND-Flash haben die Preise für einige Hochkapazitäts-Laufwerke seit Quartalsbeginn verdoppelt.
- Komplette Systeme: PC-Hersteller wie Dell und Lenovo haben Enterprise-Partnern signalisiert, dass die Systempreise Anfang 2026 um 15 bis 20 Prozent steigen werden.
Ein struktureller, kein logistischer Engpass
Diese Knappheit unterscheidet sich grundlegend von der Chipkrise der Pandemiejahre 2020-2022. Damals waren es Lieferketten-Probleme und Fabrikschließungen. Ende 2025 ist der Engpass strukturell und gewollt: Die Hersteller entscheiden sich bewusst für hochprofitabele KI-Chips statt für gering margigen Konsumentenspeicher.
Experten sprechen von einer „KI-Steuer“ auf das allgemeine Computing. Ähnlich wie beim GPU-Engpass durch Krypto-Mining wird die Nachfrage einer boomenden Industrie auf alle anderen Sektoren abgewälzt. Der Unterschied: Der KI-Boom gilt als langfristiger Trend, keine vorübergehende Mode.
Ausblick 2026: Zuerst wird es noch schlimmer
Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die Massenproduktion der nächsten HBM4-Generation wurde auf Februar 2026 vorgezogen – was noch mehr Produktionskapazität binden wird.
Neue Halbleiterfabriken in den USA und anderswo werden vor 2027 oder 2028 nicht in die Volumenproduktion gehen. Bis dahin werden die Preise hoch bleiben. Die Empfehlung für alle, die ein Hardware-Upgrade planen, ist eindeutig: Je schneller, desto besser. Das Fenster für „normale“ Preise hat sich geschlossen.
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