KI-Bildgeneratoren, Globale

KI-Bildgeneratoren: Globale Datenschutz-Allianz schlägt Alarm

27.02.2026 - 01:09:25 | boerse-global.de

Eine internationale Initiative unter Führung des EDSA verlangt von KI-Entwicklern weltweit die Einhaltung von Datenschutzprinzipien, um gegen gefälschte Inhalte vorzugehen.

Datenschutzbehörden aus 61 Ländern fordern klare Regeln für KI-Bildgeneratoren. Die internationale Initiative wird vom Europäischen Datenschutzausschuss (EDSA) angeführt und reagiert auf massive Risiken durch gefälschte Bilder und Videos.

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Im Fokus der gemeinsamen Erklärung stehen besonders gefährliche Anwendungen: die Erstellung nicht-einvernehmlicher intimer Aufnahmen, diffamierender Darstellungen und anderer schädlicher Inhalte, die reale Personen zeigen. Die globale Allianz verlangt von Entwicklern und Anbietern die Einhaltung grundlegender Datenschutzprinzipien – unabhängig von nationalen Gesetzen. Dazu zählen robuste Schutzmaßnahmen, transparente Prozesse und wirksame Mechanismen zum Schutz von Einzelpersonen, vor allem Kindern.

Die DSGVO als globales Vorbild

Die geforderten Prinzipien sind eng an die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) angelehnt, die weltweit als Goldstandard gilt. Der EDSA, der für die einheitliche Anwendung der DSGVO zuständig ist, treibt die Initiative voran. Sein Schwerpunkt für 2026 liegt auf den Transparenz- und Informationspflichten der Verordnung. Dieses Prinzip – Bürger klar über die Nutzung ihrer Daten aufzuklären – soll nun auch für globale KI-Anwendungen gelten.

Doch warum dieser internationale Vorstoß? Die Behörden signalisieren, dass die Schonfrist für die Tech-Branche vorbei ist. Die rasant fortschreitende Entwicklung von KI-Systemen, die täuschend echte Bilder erzeugen können, überholt derzeit die Regulierung. Die Allianz will verhindern, dass ein rechtsfreier Raum entsteht.

Fragmentierte Landschaft: USA und UK als Sonderwege

Trotz der gemeinsamen Grundsätze bleibt die globale Regulierungslandschaft ein Flickenteppich. Besonders deutlich wird dies in den USA, die nach wie vor kein einheitliches Bundesdatenschutzgesetz haben. Stattdessen regeln etwa zwanzig Bundesstaaten das Thema jeweils selbst – eine enorme Compliance-Hürde für internationale Konzerne.

Einen eigenen Weg geht auch das Vereinigte Königreich. Mit dem Data (Use and Access) Act 2025 lockert es die strengen Vorgaben für internationale Datentransfers, die noch von der DSGVO stammen. Statt eines gleichwertigen Schutzniveaus im Zielland reicht nun ein „nicht wesentlich niedrigeres“. Das soll den Datenverkehr für britische Firmen erleichtern, entfernt das Land aber weiter von europäischen Standards.

Durchsetzung wird härter: Milliarden-Bußgelder als Warnung

Die neue KI-Initiative ist Teil eines klaren Trends: Die Durchsetzung von Datenschutzregeln wird global konsequenter. Die Aufsichtsbehörden zeigen mit Rekordstrafen, dass es ihnen ernst ist. Die bislang höchsten Bußgelder – 1,2 Milliarden Euro gegen Meta und 746 Millionen Euro gegen Amazon – machen das finanzielle Risiko für Unternehmen greifbar.

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Analysten beobachten eine stetig steigende Zahl gemeldeter Datenschutzverletzungen, die zu mehr Untersuchungen und Geldstrafen führt. Die Nutzung von KI, die mit riesigen Datenmengen trainiert wird, potenziert dieses??? noch. Unternehmen haben oft keine volle Kontrolle über die Datenverarbeitung durch Drittanbieter-Lösungen.

Was kommt als Nächstes? AI Act und nationale Anpassungen

Die globale Erklärung ist wahrscheinlich erst der Anfang. Sie bereitet den Boden für koordinierte regulatorische Maßnahmen der Zukunft. Parallel dazu treten konkrete Gesetze in Kraft: Der EU AI Act wird 2026 schrittweise wirksam und schafft erstmals verbindliche, risikobasierte Regeln für Künstliche Intelligenz.

Auch auf nationaler Ebene wird nachjustiert. Deutschland plant eine Novelle des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG), um den Bereich des automatisierten „Scorings“ neu zu regeln. Für Unternehmen bedeutet dies: Datenschutz-Compliance ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Anpassungsprozess in einer sich rasant verändernden Welt. Die internationale Zusammenarbeit der Aufseher wird dabei zum entscheidenden Faktor.

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