KI-Betrug überfordert Unternehmen weltweit
25.02.2026 - 00:39:35 | boerse-global.deKI-gesteuerter Betrug wächst schneller als die Abwehrmaßnahmen der Unternehmen. Eine neue Studie zeigt, dass fast zwei Drittel der Betriebe steigende Schäden verzeichnen, während ihre Sicherheitstechnik nicht mehr mithält. Experten warnen vor einer neuen Angriffswelle, die auf künstlicher Intelligenz und dem Ausnutzen von Vertrauen basiert.
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KI industrialisiert bekannte Betrugsmethoden
Die Lage ist alarmierend: 64 Prozent der Unternehmen melden höhere Betrugsverluste als im Vorjahr. Noch bedenklicher ist, dass 68 Prozent der Verantwortlichen einräumen, ihre aktuelle Technologie sei den modernen, KI-gestützten Angriffen nicht gewachsen. Kriminelle nutzen Generative KI, um bewährte Methoden wie Phishing massenhaft und täuschend echt zu automatisieren. 80 Prozent der Ransomware-Anbieter werben inzwischen mit KI-Funktionen für ihre „Dienstleistungen“ – die Einstiegshürde für großangelegte Kampagnen sinkt damit dramatisch.
Die Folge ist ein strategischer Wandel in der Verteidigung. 71 Prozent der Firmen investieren mittlerweile mehr in Betrugsbekämpfungs-Technologie als in menschliche Analysten. Manuelle Prüfungen und regelbasierte Systeme gelten als überholt. Der Fokus liegt nun auf dynamischen, lernfähigen Abwehrsystemen.
Identitätsdiebstahl wird zur Hauptangriffsfläche
Das primäre Ziel der Betrüger ist nicht mehr nur die Technik, sondern das menschliche Vertrauen und die digitale Identität. Laut einem Bericht von Sophos beginnen 67 Prozent aller Angriffe mit kompromittierten Zugangsdaten. Dies zeigt sich besonders bei Business Email Compromise (BEC), der häufigsten und schadensreichsten Betrugsform.
Bei BEC-Angriffen manipulieren Kriminelle Mitarbeiter, um Überweisungen zu erschleichen oder sensible Daten preiszugeben. Die Methoden werden raffinierter: KI-klonte Stimmen, das Übernehmen legitimer E-Mail-Konversationen und bösartige QR-Codes in Nachrichten sind auf dem Vormarsch. Für 2026 wird ein weiterer starker Anstieg dieser Vorfälle prognostiziert.
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Verluste gehen weit über Geld hinaus
Die finanziellen Schäden sind immens, doch die wahren Kosten sind vielschichtiger. Eine Studie von payabl. ergab, dass Führungskräfte und ihre Teams durchschnittlich 166 Stunden pro Jahr – einen ganzen Arbeitsmonat – mit der Bekämpfung von Betrugsfällen verbringen. Diese Ressourcen fehlen im Kerngeschäft.
Hinzu kommt der Imageschaden. Über die Hälfte der betroffenen Unternehmen berichtet von Rufschädigung, jedes fünfte von sinkender Kundenloyalität. Die finanziellen Verluste summieren sich dennoch weiter. Das FBI meldet seit Jahren Schäden in Milliardenhöhe durch BEC und Kontenübernahmen.
Weltweite Fahndung wird intensiviert
Die Strafverfolgungsbehörden gehen nun verstärkt gegen die international organisierten Banden vor. Das FBI betonte diese Woche die Verfolgung von Syndikaten in Südostasien, die systematisch US-Bürger und Unternehmen angreifen. Die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern soll diese kriminellen Netzwerke zerschlagen.
Gleichzeitig warnt das FBI vor Betrügern, die sich als Bundesbeamte ausgeben, um Geld und Informationen zu erpressen. Diese koordinierte globale Antwort ist nötig, um der industrialisierten Kriminalität Herr zu werden. Weitere Warnungen gelten hybriden Angriffen, wie ATM-„Jackpotting“, das Banken allein 2025 über 20 Millionen US-Dollar kostete.
Ausblick: Collaboration und KI-Abwehr als Schlüssel
Die Bedrohungslage hat sich grundlegend verändert. Cyberkriminelle nutzen zunehmend Vertrauen aus, anstatt nur technische Schwachstellen. Die Strategie der Verteidiger muss sich daher von reiner Perimeter-Sicherheit hin zu rund-um-die-Uhr-Überwachung und robusten Identitätsprüfungen wandeln.
Unternehmen passen sich an: 73 Prozent planen Investitionen in Technologien, die Geräte- und Verhaltensdaten zur passiven Identitätsprüfung analysieren. Noch wichtiger ist die Zusammenarbeit. 74 Prozent erwarten, dass die meisten Firmen in den nächsten drei Jahren gemeinsamen Betrugs-Warnnetzwerken beitreten werden. Angesichts der innovativen, wie multinationale Konzerne agierenden Angreifer, werden fortsrittliche, kollaborative und KI-gestützte Abwehrsysteme 2026 überlebenswichtig sein.
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