KI-Betrug: Mode-Shopping im Netz wird zur Falle
26.02.2026 - 11:54:32 | boerse-global.deKünstliche Intelligenz treibt eine neue Welle raffinierter Online-Betrugsmaschen im Modehandel an. Die Beschwerden von Verbrauchern sind im vergangenen Jahr um 21 Prozent gestiegen.
Das geht aus einem aktuellen Bericht hervor, der ein alarmierendes Bild zeichnet: Betrüger nutzen KI-Tools, um täuschend echte Fake-Shops und Produktbilder zu erstellen. Die Verbraucherberatung Citizens Advice verzeichnete im Untersuchungszeitraum fast 18.000 Fälle – rein rechnerisch wandte sich alle sieben Minuten ein Kunde mit einem Problem beim Modekauf an. 82 Prozent dieser Beschwerden betrafen Online-Bestellungen.
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KI als Werkzeug der Täuschung
Der dramatische Anstieg hat einen klaren Treiber: die breite Verfügbarkeit von künstlicher Intelligenz. Sie ermöglicht es Kriminellen, täuschend echte Inhalte im großen Stil zu produzieren. Die gefälschten Websites sehen aus wie die seriöser Marken, mit professionellem Layout und überzeugenden Beschreibungen.
Die größte Täuschung liegt in den Bildern. KI generiert in Minuten realistische Produktfotos, die hochwertige Ware versprechen. Geliefert werden jedoch oft minderwertige Artikel – oder gar nichts. Diese Fake-Shops werden gezielt über Social-Media-Anzeigen beworben, die mit unglaublich günstigen Angeboten locken. Viele Käufer glauben, bei einem britischen Unternehmen zu bestellen, und erkennen den Betrug erst beim Rückversand. Dann verlangen die oft ausländischen Anbieter horrende Versandgebühren.
Die gängigsten Maschen und ihre Warnsignale
Neben den gefälschten Mode-Shops grassieren weitere Betrugsformen:
- „Brushing“-Betrug: Verbraucher erhalten unbestellte Pakete mit Billigware. Die Betrüger haben ihre Daten aus einem Leak und nutzen sie, um gefälschte 5-Sterne-Bewertungen zu posten. Das Paket ist ein klares Zeichen für kompromittierte persönliche Daten.
- Gefälschte Zustellbenachrichtigungen: Phishing-Mails oder -SMS imitieren Zusteller wie DHL oder Hermes. Sie locken mit einem angeblichen Problem oder einer Gebühr auf betrügerische Seiten, die Bankdaten abgreifen.
- Doppelte Kreditkarten-Abfrage: Auf Fake-Shops werden Kunden nach der Eingabe ihrer Kreditkartendaten fälschlich mitgeteilt, die Transaktion sei gescheitert. Zur „Wiederholung“ wird eine zweite Karte abgefragt – und beide Datensätze gestohlen.
Hohe Kosten und schwindendes Vertrauen
Der finanzielle Schaden ist enorm. Berichte aus dem Jahr 2024 bezifferten den Schaden durch Online-Betrug bereits auf Hunderte Millionen Euro. Der durchschnittliche Einzelverlust lag oft über 100 Euro. Die Dunkelziffer ist hoch, da viele Fälle nicht gemeldet werden.
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Hinzu kommt der Diebstahl sensibler Daten für weiteren Identitätsbetrug. Die häufigsten Beschwerden der Verbraucher betrafen 2025 fehlerhafte Ware, Lieferausfälle und Probleme mit Rückgaben. Fast die Hälfte aller Mode-Beschwerden drehte sich um Damenbekleidung. Dieses gebrochene Vertrauen schadet dem gesamten E-Commerce und macht Kunden zögerlich gegenüber unbekannten Händlern.
So schützen Sie sich beim Online-Shopping
Angesichts der wachsenden Bedrohung raten Experten zu erhöhter Vorsicht. Ein erster Blick sollte immer auf die Webadresse fallen: Enthält sie subtile Tippfehler oder ersetzt eine Null den Buchstaben O? Seriöse Seiten beginnen zudem mit „https://“.
Wichtige Schutzmaßnahmen im Überblick:
- Nicht auf Werbelinks klicken: Statt über Social-Media-Anzeigen zu kaufen, den Browser neu öffnen und direkt zur offiziellen Website des Händlers navigieren.
- Unbekannte Verkäufer prüfen: Vor dem Kauf nach Bewertungen und Informationen zum Unternehmen suchen.
- Sichere Zahlungsmethoden nutzen: Kreditkarten bieten oft besseren Betrugsschutz als Debitkarten. Finger weg von Shops, die nur Überweisung oder Kryptowährung akzeptieren.
- Unglaubliche Angebote hinterfragen: Wenn ein Deal zu gut erscheint, um wahr zu sein, ist er das meist auch.
- Rückgabebedingungen lesen: Seriöse Händler haben eine klare und leicht auffindbare Widerrufsbelehrung.
Während Betrüger KI für ihre Zwecke nutzen, arbeiten Sicherheitsfirmen an KI-gestützten Abwehrwerkzeugen, die Fake-Websites in Echtzeit erkennen und blockieren. Bis diese flächendeckend wirken, bleiben gesunde Skepsis und sicheres Surfverhalten die wirksamste Verteidigung für Verbraucher.
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