KI-Betrüger, Deutschland

KI-Betrüger überrollen Deutschland mit perfekten Fakes

22.02.2026 - 05:30:11 | boerse-global.de

Das BSI warnt vor einer neuen Generation von KI-gestützten Betrugsangriffen mit perfekt gefälschten Stimmen, Nachrichten und QR-Codes, die klassische Erkennungsmerkmale überwinden.

Eine neue Welle von KI-gestützten Betrugsangriffen nimmt Smartphone-Nutzer in Deutschland ins Visier. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und Verbraucherzentralen warnen vor perfekt gefälschten Nachrichten, Stimmen und QR-Codes. Frühere Erkennungsmerkmale wie Rechtschreibfehler gehören damit der Vergangenheit an.

Die Kriminellen nutzen generative KI-Modelle, um den Tonfall von Banken, Paketdiensten oder sogar Familienmitgliedern täuschend echt zu imitieren. Ihr Ziel: sensible Daten und Geld. Die Angriffe sind sprachlich fehlerfrei und inhaltlich personalisiert – eine dramatische Eskalation der Bedrohungslage.

Deepfake-Stimmen und polymorphe Attacken

Eine besonders alarmierende Entwicklung ist der Einsatz von Deepfake-Stimmen. Mit kurzen Audio-Fragmenten aus sozialen Medien klonen Betrüger Stimmen von Personen. Diese Technologie nutzen sie für modernisierte Varianten des „Enkeltricks“ oder angebliche Notrufe von Verwandten.

Parallel dazu erzeugt KI massenhaft „polymorphe“ Phishing-Nachrichten. Die KI variiert dabei den Inhalt jeder Nachricht minimal. Für Sicherheitssysteme, die auf bekannte Muster angewiesen sind, erscheint so jede Nachricht als neu und ungefährlich.

Smishing und Quishing: Das Smartphone im Fadenkreuz

Smartphones sind zum Hauptziel geworden, da sie oft schlechter geschützt sind als Computer. Zwei Methoden verbreiten sich rasant:

Smishing bezeichnet Phishing per SMS. Aktuelle Kampagnen locken mit gefälschten Nachrichten von Paketdiensten über angebliche Zollgebühren oder täuschen Bankkommunikation vor.

Quishing ist Betrug mittels manipulierter QR-Codes. Diese kleben an Parkautomaten oder E-Ladesäulen oder kommen per E-Mail. Der Scan führt direkt auf gefälschte Webseiten zum Abgreifen von Logins. Tückisch: Sicherheitssysteme können QR-Inhalte vor dem Scannen kaum prüfen.

So schützen Sie sich vor den neuen KI-Angriffen

Die Polizei rät dringend: Lassen Sie sich bei unerwarteten Geldforderungen nie unter Druck setzen – selbst wenn die Stimme vertraut klingt. Ein Rückruf unter einer bekannten Nummer bringt Klarheit.

Experten empfehlen diese Schutzmaßnahmen:
* Zwei-Faktor-Authentifizierung überall aktivieren, wo möglich
* Nie auf Links in unaufgeforderten Nachrichten klicken
* Absender genau prüfen – oft weichen Adressen nur minimal ab
* Apps nur aus offiziellen Stores installieren
* Software-Updates sofort installieren

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Wer sein Smartphone vor den neuen KI-gestützten Smishing-, Quishing- und Deepfake-Angriffen schützen möchte, findet praxisnahe Hilfe in einem kostenlosen Cyber-Security-Guide. Der Report erklärt aktuelle Angriffsformen, zeigt einfache Schutzmaßnahmen (inkl. Zwei-Faktor-Authentifizierung und sichere QR‑Nutzung) und liefert Checklisten, die Sie sofort anwenden können. Jetzt kostenlosen Cyber-Security-Guide herunterladen

Sollte es trotzdem zum Betrug kommen: Kontakt sofort abbrechen, betroffene Konten sperren und Anzeige bei der Polizei erstatten.

Wettrüsten zwischen KI-Angriff und Abwehr

Die einfache Verfügbarkeit von KI-Werkzeugen hat die Einstiegshürde für Kriminelle drastisch gesenkt. Ein technologisches Wettrüsten ist entbrannt: KI-gestützte Abwehrsysteme kämpfen gegen ebenso intelligente Angriffe.

Sicherheitsexperten erwarten noch überzeugendere Deepfake-Videos in Echtzeit und dialogfähige Betrugs-Bots. Die wichtigste Verteidigungslinie der Nutzer bleibt eine grundlegende Skepsis gegenüber unaufgeforderten digitalen Nachrichten.

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