Cyberangriffe, Minuten-Takt

KI beschleunigt Cyberangriffe auf Minuten-Takt

25.02.2026 - 04:30:34 | boerse-global.de

Fachberichte belegen, dass KI-gesteuerte Cyberangriffe um 89 Prozent zugenommen haben und die Zeit bis zum Datendiebstahl auf nur 72 Minuten gesunken ist. Identitätsdiebstahl ist der häufigste Einstiegspunkt.

KI-gesteuerte Cyberangriffe erreichen ein neues, beängstigendes Tempo. Aktuelle Berichte von Branchenführern zeigen, dass Kriminelle künstliche Intelligenz nutzen, um Netzwerke in Rekordzeit zu kompromittieren. Die Zeit für Abwehrmaßnahmen schmilzt dahin.

Die Lage ist alarmierend: Der neue „Global Threat Report“ von CrowdStrike verzeichnet für 2025 einen Anstieg von KI-gesteuerten Angriffen um satte 89 Prozent. Noch deutlicher wird der Trend im Bericht von Palo Alto Networks' Unit 42. Demnach sank die Zeit vom ersten Eindringen bis zum Datendiebstahl von ehemals 285 auf nur noch 72 Minuten. Eine Vervierfachung der Geschwindigkeit, angetrieben durch KI.

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Angriffsgeschwindigkeit: Vom Stunden- zum Minutentakt

Das Zeitfenster für die Verteidigung wird immer kleiner. Die sogenannte „Breakout Time“ – die Zeitspanne von der ersten Kompromittierung bis zur seitlichen Bewegung des Angreifers im Netzwerk – sank im Schnitt auf 29 Minuten. Das ist ein Rückgang um 65 Prozent im Vergleich zu 2024. In einem dokumentierten Fall betrug sie sogar nur 27 Sekunden.

„Diese Beschleunigung des Angriffslebenszyklus zwingt Unternehmen, ihre Abwehr auf die neue Maschinengeschwindigkeit der Cyberbedrohungen auszurichten“, analysieren Sicherheitsexperten. Manuelle Prozesse sind diesem Tempo schlicht nicht mehr gewachsen.

KI als Kraftmultiplikator für alte Angriffsmuster

Die Berichte entzaubern einen Mythos: Es geht nicht um völlig neue, von KI erdachte Angriffsvektoren. Stattdessen schärfen Kriminelle bewährte Methoden mit KI-Werkzeugen. Generative KI und große Sprachmodelle perfektionieren Phishing-E-Mails in verschiedenen Sprachen, automatisieren die Malware-Entwicklung und helfen bei der gezielten Suche nach Schwachstellen.

Ein Fall, den Amazon-Forscher beschreiben, zeigt das erschreckende Potenzial: Ein russischsprachiger Akteur mit begrenzten technischen Fähigkeiten nutzte kommerzielle KI-Dienste, um über 600 Firewalls in 55 Ländern zu kompromittieren. Die KI ermöglichte ihm eine Reichweite, für die früher ein ganzes Team von Experten nötig gewesen wäre. KI senkt die Einstiegshürde für hochkomplexe Cyberkriminalität massiv.

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Identität wird zum größten Risikofaktor

Der häufigste Einstiegspunkt für diese Blitzangriffe sind Identitätsdiebstahl und gestohlene Zugangsdaten. In fast 90 Prozent der von Unit 42 untersuchten Vorfälle spielten Identitätsschwächen eine entscheidende Rolle. Angreifer „brechen“ nicht mehr ein – sie „loggen sich einfach ein“.

Das ist tückisch, denn so können sie sich als legitime Nutzer tarnen. CrowdStrike beobachtete, dass 82 Prozent der erkannten Vorfälle malware-frei abliefen. Statt bösartiger Software missbrauchten die Angreifer gültige Zugangsdaten und vertrauenswürdige Software-Integrationen. Robustes Identitätsmanagement wird damit zur Überlebensfrage.

Die Abwehr: KI gegen KI

Die Antwort der Cybersicherheitsbranche lautet: Den Gegner mit seinen eigenen Waffen schlagen. KI-gestützte Verteidigungssysteme werden zur Notwendigkeit, um mit der Maschinengeschwindigkeit der Angriffe Schritt zu halten. Moderne Plattformen nutzen KI für die Verhaltensanalyse, um Anomalien selbst bei der Nutzung valider Zugangsdaten zu erkennen.

Zudem automatisieren sie die Incident Response und helfen, die Flut von Warnmeldungen zu bewältigen. Durch die Echtzeit-Korrelation von Sicherheitssignalen aus verschiedenen Quellen können Bedrohungen sofort erkannt und eingedämmt werden. Der digitale Wettlauf ist in eine neue, beschleunigte Phase getreten – und nur wer selbst auf KI setzt, hat eine Chance, mitzuhalten.

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