KI bedroht deutsche Büroimmobilien: 27 Prozent weniger Fläche nötig
06.02.2026 - 16:55:12Künstliche Intelligenz könnte den Bedarf an Büroflächen in deutschen Großstädten um durchschnittlich 27 Prozent reduzieren. Das prognostiziert eine neue Analyse und stellt den ohnehin angespannten Immobilienmarkt vor eine tiefgreifende Herausforderung. Auslöser ist der erwartete massive Arbeitsplatzabbau in administrativen und schreibenden Berufen.
Die heute veröffentlichte Umfrage des Berliner Büroflächenanbieters GSG Berlin legt nahe, dass die Konsequenzen für den Flächenbedarf noch gravierender sein könnten als bisher angenommen. Während der „Future of Jobs Report 2025“ des Weltwirtschaftsforums einen Rückgang von 18 Prozent im Sekretariatsbereich vorhersagte, warnen Experten nun vor einem drohenden, KI-bedingten Nachfragerückgang, der in der öffentlichen Diskussion bisher zu wenig Beachtung findet.
Diese Berufe stehen vor dem größten Wandel
Die Umfrage identifiziert klare Risikogruppen. An erster Stelle stehen schreibende Tätigkeiten, vor allem in Marketing und Social Media. 37 Prozent der befragten Unternehmen rechnen hier mit einem Personal- und damit Flächenabbau durch KI.
Auf Platz zwei folgt programmierendes Personal. Da KI-Systeme wie ChatGPT mittlerweile praxistauglichen Code erzeugen, erwarten 30 Prozent der Firmen, bis 2030 Teile dieser Jobs zu ersetzen. Dicht dahinter, mit 27 Prozent, stehen Buchhaltung, Rechtsabteilung, Personalwesen und Assistenz. Diese Entwicklung spiegelt einen globalen Trend wider, der informationsbasierte Berufe unter massiven Transformationsdruck setzt.
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Doppelte Krise für den Immobilienmarkt
Die prognostizierte Reduktion trifft auf einen Markt, der sich gerade von der Homeoffice-Welle erholt. Die KI-getriebene Entwicklung könnte diesen Trend nun massiv beschleunigen und zu strukturellen Leerständen führen.
Für Eigentümer bedeutet das eine doppelte Herausforderung: Die Nachfrage nach traditionellen Großraumbüros sinkt, während die Anforderungen an verbleibende Flächen steigen. Gesucht werden zunehmend flexible, hochtechnisierte Räume für Kollaboration – soziale Ankerpunkte für remote arbeitende Belegschaften. Immobilien, die das nicht leisten, drohen an Wert zu verlieren. Der Fokus verschiebt sich von reiner Flächenvermietung hin zu „Space-as-a-Service“ mit flexiblen Verträgen und integrierten Dienstleistungen.
Mehr als nur Effizienz: KI verändert die Arbeit
Die Entwicklung geht über reine Effizienzsteigerung hinaus. KI verändert die grundlegende Zusammensetzung der Büroarbeit. Während Routineaufgaben automatisiert werden, gewinnen Tätigkeiten an Bedeutung, die menschliches Urteilsvermögen, Kreativität und strategische Steuerung erfordern.
Das hat direkte Folgen für die Büroorganisation: Statt endloser Schreibtischreihen werden Zonen für kreative Zusammenarbeit, konzentrierte Einzelarbeit und soziale Interaktion wichtiger. Dieser Wandel wird durch den allgemeinen ökonomischen Druck beschleunigt, der Unternehmen zwingt, Kosten zu senken. Der strategische KI-Einsatz wird zum Wettbewerbsfaktor.
Proaktive Anpassung wird zur Überlebensfrage
Die kommenden Jahre werden eine Phase des tiefgreifenden Wandels. Unternehmen müssen in Weiterbildung investieren und ihre Bürokonzepte radikal überdenken. Zukunftsfähige Immobilien brauchen hohe Anpassungsfähigkeit.
Für Arbeitnehmer in betroffenen Feldern wird es unerlässlich, sich mit KI-Werkzeugen vertraut zu machen. Die Transformation bietet aber auch eine Chance: sich von repetitiven Aufgaben zu befreien und auf wertschöpfendere, strategische Tätigkeiten zu konzentrieren. Die Fähigkeit, KI in den Arbeitsalltag zu integrieren, wird zur Schlüsselkompetenz der Zukunft.
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