KI-Agenten übernehmen jetzt ganze Arbeitsabläufe
02.03.2026 - 07:39:18 | boerse-global.deNotion stellt autonome KI-Mitarbeiter vor, die rund um die Uhr Aufgaben erledigen. Microsoft und Google ziehen mit eigenen Updates nach. Doch erste Studien zeigen die Kehrseite der neuen Effizienz.
Vom Assistenten zum Teammitglied
Der Produktivitätsmarkt erlebt einen fundamentalen Wandel. KI-Tools agieren nicht mehr nur auf Befehl, sondern steuern eigenständig ganze Prozesse. Den vorläufigen Höhepunkt markiert eine Ankündigung von Notion: „Custom Agents“ sollen als KI-gestützte Teammitglieder wiederkehrende Aufgaben über verschiedene Programme hinweg managen. Fast zeitgleich legten Microsoft und Google Ende Februar mit Updates für ihre KI-Lösungen nach.
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Notions Custom Agents: Die Kollegen aus Code
Notions neuer Vorstoß geht weit über bekannte Assistenten hinaus. Die Custom Agents können laut Unternehmen wiederkehrende Fragen in Slack beantworten, Aufgaben aus E-Mails extrahieren oder Projekt-Updates zusammenstellen. Sie arbeiten vernetzt über Anwendungen hinweg und sollen so den Koordinationsaufwand drastisch reduzieren. Intern setzt Notion bereits mehr KI-Agenten als menschliche Mitarbeiter ein. Die Funktionen sind für Firmenkunden in einer öffentlichen Beta-Phase zunächst kostenfrei.
Microsoft und Google schärfen ihre KI-Tools
Parallel erweitern die Tech-Riesen ihre Angebote. Ein Update für Microsoft 365 Copilot verbessert das Kontextverständnis. Nutzer können Anfragen nun auf spezifische SharePoint-Inhalte beziehen, was zu präziseren Ergebnissen führt. Google brachte am 27. Februar Neuerungen für Workspace heraus. Besonders im Fokus: Gemini in Google Forms kann nun offene Textantworten quantitativ auswerten und Stimmungsbilder zusammenfassen. In der Videoproduktions-App Google Vids kamen sieben neue Sprachen für Avatare und Voiceover hinzu.
Die Kehrseite: Mehr Druck durch mehr Effizienz?
Trotz der versprochenen Entlastung mehren sich Warnungen. Eine kürzlich veröffentlichte Studie deutet an, dass KI zwar einfache Tätigkeiten abnimmt, aber die Arbeitsintensität für Menschen steigt. Angestellte müssten in derselben Zeit mehr komplexe Aufgaben bewältigen – die Arbeit verdichtet sich. Das steht im Kontrast zu früheren Analysen. Eine Studie der Europäischen Investitionsbank sah moderate Produktivitätsgewinne von vier Prozent, ohne Jobabbau. Eine Umfrage unter 6.000 Entscheidern ergab hingegen: Über 80 Prozent der KI-nutzenden Firmen sehen bisher keine Produktivitätseffekte.
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Der Trend heißt „Agentic AI“
Die Entwicklung markiert einen klaren Shift: von generativer KI, die Inhalte erstellt, hin zu „agentischer KI“, die eigenständig handelt. Der Fokus liegt nicht mehr auf der einzelnen E-Mail, sondern auf der Automatisierung ganzer Arbeitsabläufe. Experten betonen jedoch: Der wahre Gewinn hängt von Begleitmaßnahmen ab. Entscheidend sind Schulungen der Mitarbeiter und eine solide Dateninfrastruktur. Ohne sie drohen die Tools, isolierte Lösungen zu bleiben, die mehr neue Probleme schaffen als alte beseitigen.
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