KI-Act, Transparenz-Regeln

KI-Act: EU schärft Transparenz-Regeln für künstliche Intelligenz

23.01.2026 - 01:34:12

Die EU-Kommission konkretisiert mit einem Verhaltenskodex die Offenlegungsregeln für künstliche Intelligenz. Ab August 2026 müssen KI-Inhalte klar gekennzeichnet werden, um Rechtssicherheit zu schaffen.

Die EU-Kommission legt die Leitlinien für mehr KI-Transparenz fest – Unternehmen müssen sich auf klare Kennzeichnungspflichten einstellen. Ab August 2026 tritt der weltweit erste umfassende KI-Rechtsrahmen in seine entscheidende Phase.

Nach Abschluss der Konsultationsphase arbeitet das KI-Büro der EU-Kommission nun an einem verbindlichen Verhaltenskodex. Dieser soll Unternehmen klare Vorgaben liefern, wie sie künstliche Intelligenz offenlegen müssen. Die Frist läuft: Ab dem 2. August 2026 werden die Transparenzvorschriften des KI-Gesetzes (AI Act) verbindlich. Für die Wirtschaft beginnt damit ein Wettlauf gegen die Zeit.

Freiwilliger Kodex mit verbindlicher Wirkung

Der im vierten Quartal 2025 abgeschlossene Konsultationsprozess sammelte Feedback von Technologieanbietern, Verbänden und Wissenschaft. Das Ergebnis ist ein freiwilliger Transparenz-Kodex, der praktische Hilfestellung für Artikel 50 des KI-Gesetzes bieten soll. Doch freiwillig heißt nicht folgenlos: Die Einhaltung des Kodex verschafft Unternehmen Rechtssicherheit und kann den bürokratischen Aufwand verringern.

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Konkret bedeutet das: Nutzer müssen eindeutig erkennen, wenn sie mit einem KI-System interagieren. Ausnahmen gelten nur, wenn dies offensichtlich ist. KI-generierte Inhalte wie Deepfakes oder synthetische Medien müssen maschinenlesbar gekennzeichnet werden. Auch bei biometrischer Kategorisierung oder Emotionserkennung sind klare Hinweise Pflicht.

Industrie im Rückstand – Kontrollen starten bald

Während die Transparenzregeln erst 2026 greifen, gelten für Allzweck-KI-Modelle (GPAI) bereits seit August 2025 Vorschriften. Doch erste Berichte aus 2026 zeigen: Einige große KI-Entwickler halten sich nicht an die bestehenden Offenlegungspflichten. Dazu gehört die Veröffentlichung von Trainingsdaten-Zusammenfassungen.

Diese Verzögerung wirft Fragen zur allgemeinen Bereitschaft der Branche auf. Ab August 2026 wird das KI-Büro seine Aufsicht verstärken und bei Verstößen eingreifen. Analysten sehen im neuen Kodex daher ein wichtiges Werkzeug – nicht nur für die Compliance, sondern auch als Wettbewerbsvorteil.

Transparenz als Vertrauensgrundlage

Die Transparenzvorgaben sind Kern des risikobasierten EU-Ansatzes. Das Ziel: Bürger sollen zwischen echten und KI-generierten Inhalten unterscheiden können. Dies gilt als essenziell für den Schutz grundlegender Rechte und das Vertrauen in digitale Ökosysteme.

Für Unternehmen bringt die Umsetzung zwar Herausforderungen mit sich. Doch wer KI-Inhalte klar kennzeichnet, kann Täuschungsrisiken mindern und das Vertrauen der Verbraucher stärken. In einer Zeit, in der Offenheit zunehmend geschätzt wird, könnte proaktive Transparenz zum entscheidenden Marktvorteil werden.

Countdown bis August 2026 läuft

Das KI-Büro wird nun das Feedback auswerten und den finalen Kodex innerhalb der nächsten sieben Monate erstellen. Für Unternehmen beginnt die heiße Phase der Vorbereitung.

Compliance-Verantwortliche und Produktmanager sollten jetzt handeln: Bestandsaufnahmen der KI-Systeme und Lückenanalysen stehen auf der Agenda. Technische und prozessuale Anpassungen für Kennzeichnung und Offenlegung müssen identifiziert werden. Wer den August-2026-Deadline entspannt entgegensieht, riskiert nicht nur rechtliche Konsequenzen, sondern auch Vertrauensverlust bei Kunden und Partnern.

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