KEENON Robotics greift mit K1-Rasenmäher den Smart-Garden-Markt an
06.01.2026 - 23:00:12KEENON Robotics, bekannt für Serviceroboter in der Gastronomie, steigt mit dem autonomen Rasenmäher KEENMOW K1 in den Heimwerker-Markt ein. Die auf der CES 2026 vorgestellte Maschine setzt auf präzise 3D-Kartierung statt Begrenzungsdraht – und könnte den etablierten Herstellern das Geschäft vermiesen.
Der chinesische Roboter-Spezialist, dessen „DINERBOT“-Modelle weltweit in Restaurants servieren, vollzieht damit eine strategische Wende. Mit dem K1 zielt das Unternehmen erstmals direkt auf Verbraucher. Parallel präsentierte KEENON mit dem humanoiden Roboter XMAN-R1 seine Vision für eine umfassende Heimautomatisierung.
Der K1 überträgt die Navigationstechnologie aus gewerblichen Umgebungen in den Garten. Während viele Roboter-Mäher noch zufällig pendeln oder einen verlegten Draht benötigen, arbeitet das neues Modell mit einem 3D-LiDAR-Vision-Fusionssystem. Es erstellt eigenständig eine präzise Karte des Gartens.
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„Die Algorithmen, mit denen unsere Roboter in vollen Restaurants Kellnern ausweichen, machen den K1 besonders robust für unebenes Gelände“, erklärt ein Unternehmenssprecher auf der CES. Die Vorteile im Detail:
- Vollständige Abdeckung: Der Roboter plant systematische Mähwege, die jede Ecke erfassen, ohne Stellen doppelt zu bearbeiten.
- Engpass-Tauglichkeit: Der K1 navigiert durch Passagen von nur 0,8 Metern Breite – ein häufiges Problem bei aktuellen Modellen.
- Dynamische Hinderniserkennung: Der Mäher erkennt in Echtzeit Gartengeräte, Haustiere oder Spielzeug und umfährt sie sicher.
Diese „Profiqualität für zuhause“ spiegelt einen Trend der Messe wider: Industrietaugliche KI hält massenhaft in Privathaushalte Einzug.
Vom Hotel-Flur auf den heimischen Rasen
KEENON nutzt seine Skalenvorteile aus der Serienfertigung, um in den lukrativen Smart-Home-Markt zu expandieren. Analysten sehen darin einen logischen Schritt. „Der Markt für automatisierte Rasenpflege wächst rasant, getrieben von Umweltvorschriften und dem Wunsch nach Komfort“, sagt eine Branchenexpertin.
Der gleichzeitige Auftritt des humanoiden XMAN-R1 unterstreicht die langfristige Strategie. Während der K1 eine konkrete Aufgabe löst, zeigt der zweibeinige Roboter die allgemeinen Ambitionen des Unternehmens für embodied AI – künstliche Intelligenz mit Körper.
Kampf um den drahtlosen Garten
KEENONs Markteintritt dürfte den Wettbewerb im Premium-Segment anheizen. Bislang trennte sich der Markt oft in einfache Verbrauchergeräte und teure Profi-Modelle. Der K1 könnte diese Lücke schließen.
Sein größter Vorteil: der Verzicht auf den lästigen Begrenzungsdraht. Dieses „Wire-Free“-Versprechen ist derzeit das umkämpfteste Feld. KEENON tritt damit gegen europäische Premium-Hersteller wie Husqvarna oder Gardena an. Sein Trumpf ist die „Schwarmintelligenz“ aus der Gastronomie: Algorithmen, die mehrere Roboter in einem Restaurant koordinieren, optimieren auch die Route für verschiedene Rasenflächen.
Wann kommt der K1 nach Deutschland?
Auf der CES blieben der genaue Preis und das Verfügbarkeitsdatum für Europa noch offen. Die ausgereiften Live-Demos deuten jedoch auf eine baldige Marktreife hin.
Fachleute erwarten, dass solche Crossover-Produkte den Markt beschleunigen. „2026 könnte das Jahr werden, in dem Roboter im Garten vom Spielzeug zum zuverlässigen Haushaltsgerät werden“, so ein Beobachter.
Langfristig könnte der Mäher Teil eines vernetzten Ökosystems werden. Über KEENONs Cloud-Plattform wäre eine Integration in Smart-Home-Systeme denkbar – der Rasenmäher als mobiler Sicherheitsposten im Garten. Für heute verspricht der K1 vor allem eins: ein Ende des lästigen Drahtverlegens und stundenlangen Mähens am Wochenende.
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