Kate, Bush

Kate Bush: Kommt jetzt ihr großes Comeback?

14.02.2026 - 01:17:18

Warum ganz Europa gerade wieder über Kate Bush spricht – und was das für Fans in Deutschland bedeuten könnte.

Kaum eine Künstlerin verschwindet jahrzehntelang von der Bühne – und löst trotzdem 2026 wieder so viel Hype aus wie Kate Bush. Seit ihrem späten Streaming-Durchbruch durch "Running Up That Hill" (Stranger Things lässt grüßen) warten Fans auf ein echtes Comeback mit neuen Projekten oder sogar Live-Terminen in Europa. Überall schießen Spekulationen hoch: neues Album, Special-Show, Jubiläums-Release?

Offizielle Updates direkt von Kate Bush

Fakt ist: Jede noch so kleine Bewegung auf ihren offiziellen Kanälen sorgt sofort für Diskussionen. Wenn auf der Website ein Text nach unten rutscht, wenn ein kryptischer Blogpost auftaucht, wenn plötzlich ein Song im Radio rotiert – die Fan-Foren laufen heiß. Und genau da setzen wir an: Was passiert gerade wirklich bei Kate Bush, wie realistisch sind Tour- und Album-Gerüchte – und was heißt das für dich als Fan in Deutschland?

Hintergründe: Die aktuellen News im Detail

Offizielle, große Ankündigungen à la "World Tour 2026" oder "neues Studioalbum jetzt" gibt es Stand Februar 2026 nicht. Trotzdem ist rund um Kate Bush in den letzten Monaten auffällig viel Bewegung. In Interviews, die britische Medien mit langjährigen Wegbegleiter:innen geführt haben, taucht immer wieder ein ähnlicher Subtext auf: Kate sei im Studio aktiv, arbeite in ihrem eigenen Tempo und habe nach dem späten Streaming-Erfolg wieder neue kreative Energie gefunden.

Bereits in den Jahren nach dem Mega-Revival von "Running Up That Hill (A Deal With God)" – der Song schoss 2022 in mehreren Ländern wieder auf Platz 1 – wurde deutlich, wie sehr sich ihre Wahrnehmung verändert hat. Statt nur "Kult-Ikone aus den 80ern" ist sie bei einer ganz neuen Generation angekommen. Labels, Streamingdienste und Festivalbooker haben das natürlich längst erkannt. In Branchenberichten ist immer wieder zu lesen, dass man "alle Optionen" auslote, von Special-Reissues bis hin zu exklusiven Eventformaten.

Spannend für deutsche Fans: Gerade Deutschland war in den 80ern einer der stärksten Märkte für Kate Bush, viele ihrer Singles liefen hier im Radio rauf und runter. In internen Charts-Auswertungen, auf die sich britische Musikmagazine berufen, wird Deutschland regelmäßig als Kernmarkt genannt – direkt hinter UK und einigen Ländern des Commonwealth. Genau das macht die Spekulation glaubwürdig, dass mögliche einmalige Live- oder Listening-Events nicht nur in London, sondern auch in Metropolen wie Berlin oder Hamburg stattfinden könnten.

Dazu kommt ein weiterer Punkt: 2028 steht das 50-jährige Jubiläum ihres Debütalbums "The Kick Inside" an, 2025/26 liegen mehrere runde Jahrestage ihrer Klassiker: "Hounds of Love" (1985) marschiert auf die 40 Jahre zu, "Aerial" (2005) auf die 20 Jahre. In der Musikbranche sind solche Jubiläen häufig der Auslöser für Remaster-Kampagnen, Deluxe-Versionen und kuratierte Vinyl-Boxen. In Insider-Kreisen wird bereits davon gesprochen, dass ein umfassendes Archiv-Projekt im Raum steht – mit Demos, Live-Aufnahmen und bisher unveröffentlichtem Material.

Für dich als Fan in Deutschland bedeutet das: Wahrscheinlich kein klassischer Tourneestart in der nächsten Woche, aber sehr wohl die reale Chance auf neue offizielle Releases, auf hochwertige Reissues und vielleicht – ganz Kate-typisch – auf eine sehr begrenzte Reihe von Special-Shows. Wer sich an die legendären London-Shows "Before the Dawn" 2014 erinnert, weiß: Wenn sie sich entscheidet, auf die Bühne zu gehen, dann nicht halbherzig, sondern mit einem Konzept, das eher Theater als Standard-Popkonzert ist.

Hinzu kommen weiterhin stabile Streamingzahlen. Branchenportale berichten, dass Kate Bush im Katalogsegment inzwischen konstant in der oberen Liga unterwegs ist. Das ist wichtig, weil diese Zahlen direkte Auswirkungen auf Budgets für Special-Projekte haben. Je mehr Streams, desto einfacher lassen sich risikoreiche Ideen – etwa aufwendig inszenierte Live-Events – rechtfertigen. Kurz gesagt: Die wirtschaftlichen Bedingungen für etwas Großes waren selten besser als jetzt.

Die Setlist & Show: Was dich erwartet

Auch wenn derzeit keine Tour durch Europa angekündigt ist, lohnt ein Blick auf die letzte große Liveserie von Kate Bush: "Before the Dawn" im Hammersmith Apollo in London 2014. Diese Shows sind für Fans so etwas wie eine Blaupause, was eine mögliche neue Produktion bedeuten könnte. Die Setlists damals waren bewusst keine reine Best-of-Schleuder, sondern ein dramaturgisch aufgebautes Werk.

Der erste Teil der Show begann mit stärkeren Einzeltracks, unter anderem "Lily", "Hounds of Love", "Running Up That Hill (A Deal With God)", "Joanni" und "King of the Mountain". Allein dieser Block würde für viele schon als Traum-Setlist durchgehen. Auffällig: Selbst die Hits wurden teilweise neu arrangiert – mit mehr Dynamik, kräftigeren Drums und starker Visualität. Besonders "Running Up That Hill" bekam live eine fast schon hymnische Wucht, die viele nur aus den Studioversionen nicht kannten.

Im zweiten Showteil folgte dann der berühmte Zyklus "The Ninth Wave" (die B-Seite von "Hounds of Love") als zusammenhängendes Bühnestück. Songs wie "And Dream of Sheep", "Under Ice", "Waking the Witch" und "Hello Earth" wurden durch Theater-Elemente, Filmprojektionen und aufwendige Lichtstimmungen verbunden. Das Ganze erinnerte eher an ein experimentelles Musiktheater als an ein Popkonzert. Genau das macht Fans so sicher, dass eine mögliche neue Show wieder ein durchkomponiertes Konzept hätte – nichts für nebenbei, sondern ein Abend, der von Anfang bis Ende durchdacht ist.

Im dritten Block der London-Shows stand "A Sky of Honey" aus dem Album "Aerial" im Mittelpunkt. Songs wie "Prologue", "An Architect’s Dream", "The Painter’s Link", "Sunset", "Somewhere in Between" und "Nocturn" wurden in eine narrative Abfolge gestellt und mit warmen Lichtfarben, Vogelklängen und natürlichen Projektionen verbunden. Für viele war dieser Teil emotional der stärkste, weil er die ruhigeren, detailverliebten Seiten von Kate Bush betonte. Als Zugabe kamen schließlich Klassiker wie "Cloudbusting" – inklusive eines euphorischen Mitsing-Moments, der in vielen Fanberichten als Gänsehautpunkt Nummer eins erscheint.

Überträgt man dieses Konzept in die Zukunft, ist klar: Wenn Kate Bush 2026 oder später wieder auf eine Bühne gehen sollte, kannst du eher mit einem abendfüllenden Werkprogramm rechnen als mit einer Festival-Setlist, die nur auf schnelle Effekte zielt. Denkbar wäre zum Beispiel eine konzentrierte Auswahl aus "Hounds of Love", "The Sensual World" und "Aerial", ergänzt um einige frühe Keytracks wie "Wuthering Heights" oder "Babooshka" in neuem Gewand. In Fan-Diskussionen taucht auch immer wieder der Wunsch auf, Songs wie "This Woman’s Work" oder "Moments of Pleasure" in einer reduzierten, nur von Piano getragenen Version zu hören – gerade in intimen Theatern würde das perfekt funktionieren.

Atmosphärisch sprechen Fans, die damals in London dabei waren, von einer Mischung aus Konzert, Theaterabend und spiritueller Erfahrung. Keine Handys in der Luft, kein durchgehendes Gequatsche, sondern konzentrierte Stille in den ruhigen Passagen und kollektiver Ausbruch bei den großen Refrains. Für deutsche Fans wäre genau das der Reiz: eine Show, in der du wirklich eintauchst (ohne Ablenkung) und in der jeder Song einen Platz in einer größeren Geschichte hat.

Was Support-Acts und Ticketpreise angeht, ist aus 2014 bekannt, dass sie komplett auf Vorbands verzichtet hat – der Abend gehörte zu hundert Prozent ihrem eigenen Programm. Die Tickets lagen damals im höheren Bereich und gingen dank der extrem limitierten Anzahl trotzdem in Minuten weg. Sollte es neue Shows geben, ist realistisch, dass die Preise ähnlich im oberen Segment liegen, vergleichbar mit großen Legacy-Acts in Arenen – allerdings eher für Theatergrößen mit begrenzter Kapazität als für Stadien.

Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten

Auf Reddit, TikTok und in deutschen Musikforen geht es seit Monaten heiß her, wenn der Name Kate Bush fällt. Besonders aktiv sind Threads zu möglichen Jubiläumsprojekten. Eine verbreitete Theorie: Zum 40. Geburtstag von "Hounds of Love" könnte ein umfangreiches Boxset erscheinen – inklusive bisher unveröffentlichten Studio-Outtakes und vielleicht sogar einer vollständigen Liveaufnahme aus den 80ern. Fans verweisen darauf, dass in Interviews immer wieder angedeutet wurde, es gebe noch Material aus jener Zeit, das nie offiziell erschienen sei.

Ein anderer heißer Punkt ist eine potenzielle Kollaboration mit jüngeren Künstler:innen. Auf TikTok kursieren Edit-Videos, die Kate Bush mit Acts wie Billie Eilish, Lorde oder Florence + The Machine verknüpfen – musikalisch ergibt das sogar Sinn: starke Stimmen, düstere Harmonien, artpop-naher Vibe. Einige Spekulationen gehen so weit zu behaupten, dass schon gemeinsame Sessions stattgefunden hätten. Belege gibt es dafür bisher keine, aber allein die Idee hat gereicht, um seitenlange Diskussionen auszulösen.

Ein Dauerthema ist auch die Frage, ob Kate Bush nach "Before the Dawn" überhaupt noch einmal live auftreten möchte. Die einen verweisen auf ihr Alter und darauf, dass sie schon immer ein eher privater Mensch war, der öffentliche Auftritte meidet. Die anderen kontern mit dem Argument, dass der enorme Erfolg der London-Shows und der spätere Streaming-Hype gezeigt haben, wie groß die Liebe des Publikums immer noch ist – und dass Künstler:innen oft Spaß daran finden, wenn sie die volle künstlerische Kontrolle über eine Produktion haben.

Sehr spezifisch wird es, wenn es um mögliche Spielorte geht. In internationalen Foren tauchen immer wieder Spekulationen zu europäischen Venues auf, die von der Atmosphäre her passen würden: das London Palladium, die Royal Albert Hall, in Deutschland etwa die Elbphilharmonie in Hamburg, das Tempodrom oder die Philharmonie in Berlin. Fans argumentieren, dass gerade solche Häuser den Theater-Charakter einer Bush-Show unterstreichen würden. Offizielle Hinweise gibt es dazu jedoch keine – es ist reine Fan-Fantasie, aber eine, die sich hartnäckig hält.

Kontroverser diskutiert wird das Thema Ticketpreise. Seit den massiven Preiserhöhungen und Dynamic-Pricing-Debatten bei anderen großen Acts (von Springsteen bis Taylor Swift) gehen viele davon aus, dass auch bei Kate Bush astronomische Preise möglich wären. Einige Fans befürchten, dass sie bei einem möglichen Comeback finanziell schlicht raus wären. Andere verweisen darauf, dass 2014 zwar hohe, aber im Vergleich faire Fixpreise verlangt wurden – und hoffen, dass sie auch künftig eher auf ein klares, transparentes Preismodell setzt.

Auf TikTok hat sich außerdem eine Art "Kate Bush Core"-Ästhetik entwickelt: Tänze im Stil von "Wuthering Heights", DIY-Interpretationen des roten Kleids aus dem Video, Reenactments der ikonischen Armbewegungen. Unter deutschsprachigen Creator:innen sind Mashups mit deutschem 80er-Wave und Kate-Bush-Vocals besonders beliebt. Das sorgt dafür, dass selbst Teenager, die 2000 oder später geboren sind, plötzlich wissen, wer Kate Bush ist – und deren Songs mit eigenen Emotionen verknüpfen, statt sie nur als Classic-Rock-Material der Eltern abzuspeichern.

Fazit aus der Gerüchteküche: Offizielle Fakten sind rar, aber das Fantum ist extrem aktiv und kreativ. Und je stärker der Druck und die Nachfrage aus der Community werden, desto unwahrscheinlicher ist es, dass im Hintergrund gar nichts passiert. Ob daraus am Ende eine Tour, ein Special-Event oder "nur" Archivveröffentlichungen werden, bleibt offen – aber der Hype kommt nicht aus dem Nichts.

Alle Daten auf einen Blick

KategorieDatum/JahrInfoRelevanz für Deutschland
Debüt-Single "Wuthering Heights"1978Durchbruch in UK, später Chart-Erfolg in EuropaLief in deutschen Radios und Musiksendungen, Basis für ihren Kultstatus
Album "The Kick Inside"1978Debütalbum mit "Wuthering Heights"Starker Verkauf in Westeuropa, inkl. Deutschland
Album "Hounds of Love"1985Enthält "Running Up That Hill" & "Cloudbusting"Chartplatzierungen in den deutschen Albumcharts, bis heute Fanliebling
Album "The Sensual World"1989Hits wie "This Woman’s Work"Regelmäßige Airplay-Präsenz in Deutschland
Album "The Red Shoes"1993Filmisch inspiriertes Werk mit vielen GästenStabile Verkäufe, besonders unter langjährigen Fans
Album "Aerial"2005Doppelalbum, kritischer LieblingChartet in Deutschland, legt Basis für spätere Live-Show-Themen
Album "Director’s Cut"2011Neuinterpretationen älterer SongsZeigt ihren Perfektionismus und ihre Lust am Re-Arrangieren
Album "50 Words for Snow"2011Atmosphärisches SpätwerkBeliebt bei Fans, die ihre ruhigere, experimentelle Seite lieben
Live-Residency "Before the Dawn"201422 Shows im Hammersmith Apollo, LondonZahlreiche deutsche Fans reisten an, Tickets extrem begehrt
Streaming-Revival "Running Up That Hill"2022Durch Stranger Things weltweit in den ChartsErneuter Charterfolg in Deutschland, massive Aufmerksamkeit bei Gen Z
Mögliche Jubiläumsprojekte "Hounds of Love"2025–2026 (Spekulation)40 Jahre-Periode für Reissues & BoxsetsHohe Wahrscheinlichkeit, dass der deutsche Markt prominent bedient wird
Offizielle WebsitelaufendBlogposts, gelegentliche Statements, ArchivinfosWichtigste Quelle für verifizierte News für deutsche Fans

Häufige Fragen zu Kate Bush

Um den aktuellen Hype und mögliche Entwicklungen rund um Kate Bush besser einzuordnen, haben wir die häufigsten Fragen gesammelt, die deutsche Fans gerade stellen – und geben dir ausführliche Antworten mit Stand 2026.

1. Plant Kate Bush aktuell eine Tour oder einzelne Konzerte in Deutschland?

Offiziell: nein. Es gibt derzeit keine bestätigten Tourdaten, keine Venue-Listings, keine Vorverkäufe. Alle Gerüchte, die du auf Social Media über angeblich "geleakte" Deutschland-Termine liest, sind nicht belegt. Wichtig: Ihre bisher letzte Live-Phase, "Before the Dawn" 2014, war keine klassische Welttournee, sondern eine streng begrenzte Serie in London. Schon damals hat sie bewusst nicht durch Europa getourt.

Was aber für Bewegung spricht: Die Kombination aus gestiegenen Streamingzahlen, dem anhaltenden Kultstatus und unterschiedlichen Jubiläen im Kalender macht neue Projekte realistischer. Viele Branchenleute halten es zumindest für denkbar, dass Kate Bush noch einmal eine kleinere Residenz an einem festen Ort startet – und dass deutsche Fans dann wieder bereit wären, zu reisen. Ob sie sich tatsächlich auf deutsche Bühnen stellt, hängt vor allem von ihrem persönlichen Wunsch ab, nicht vom Marktpotenzial. Wer nichts verpassen will, sollte ihre offizielle Seite und seriöse Ticketanbieter im Blick behalten – und skeptisch sein, wenn dubiose Drittseiten schon angebliche Tickets anbieten.

2. Arbeitet Kate Bush an einem neuen Studioalbum?

Von einem komplett neuen Album hat sie seit "50 Words for Snow" (2011) nichts offiziell angekündigt. In verschiedenen Hintergrundgesprächen und Artikeln wurde aber mehrfach erwähnt, dass sie regelmäßig im Studio arbeitet, schreibt, experimentiert und archiviert. Das ist typisch für sie: Kate Bush ist keine Künstlerin, die jede Session oder jeden Song sofort veröffentlicht. Viele Ideen verschwinden in der Schublade oder werden Jahre später in veränderter Form wieder aufgegriffen.

Realistisch sind verschiedene Szenarien: Ein vollwertiges neues Album, eine EP mit neuen Songs plus outtakes, eine Mischung aus neuem Material und überarbeiteten Versionen älterer Tracks (ähnlich wie bei "Director’s Cut"). Für deutsche Fans hätte jedes dieser Formate hohe Relevanz, weil ihre Releases hier traditionell stark beachtet werden – auch von Feuilleton und Kulturpresse. Bis zum Moment einer offiziellen Ankündigung bleibt alles Spekulation, aber die Zeichen stehen eher auf "es passiert noch etwas" als auf endgültigen Rückzug.

3. Warum ist Kate Bush plötzlich wieder so beliebt bei Gen Z?

Der große Katalysator war ganz klar die Verwendung von "Running Up That Hill (A Deal With God)" in Stranger Things. Die Serie hat den Song für Millionen junge Menschen zum Soundtrack eines intensiven Popkulturmoments gemacht. Sobald ein Track so präsent ist, rutschen die Streams durch die Decke – und Algorithmen von Spotify, YouTube und TikTok sorgen dafür, dass du automatisch mehr vom gleichen Artist vorgeschlagen bekommst. So landen Leute, die vorher nie bewusst Kate Bush gehört haben, plötzlich bei "Hounds of Love", "Wuthering Heights" oder "Babooshka".

Dazu kommt, dass ihr Stil extrem gut zu aktuellen Ästhetiken passt. Übertriebene Emotion, große Gesten, leicht düstere, mystische Bilder, starke weibliche Hauptfigur – all das, was viele heute an Billie Eilish, FKA twigs oder Florence + The Machine feiern, steckt in anderer Form schon bei Kate Bush. Auf TikTok funktioniert dazu noch der Faktor Meme: die ikonischen Tanzbewegungen, die unverwechselbare Stimme, die Videos, die irgendwo zwischen Kunstfilm und Fantasyclip hängen. Viele Gen-Z-Fans entdecken sie zuerst ironisch – und bleiben dann, weil die Songs sie wirklich treffen.

4. Welche Songs sollte ich unbedingt kennen, wenn ich neu bei Kate Bush einsteige?

Wenn du gerade erst durch Stranger Things oder TikTok auf sie gestoßen bist, gibt es ein paar Pflichttracks, mit denen du starten solltest. Klar, ganz vorne: "Running Up That Hill (A Deal With God)" – am besten in der Albumumgebung von "Hounds of Love", damit du direkt die ganze Spannweite dieses Werks mitbekommst. Dann "Wuthering Heights", ihr Debüthit, der mit seiner hohen Stimme und dem dramatischen Aufbau heute noch komplett aus jedem Algorithmus-Feed heraussticht.

Außerdem: "Hounds of Love" (der Song), "Cloudbusting", "Babooshka", "Army Dreamers" und "The Sensual World". Wenn du eher auf emotionale Balladen stehst, sind "This Woman’s Work" und "Moments of Pleasure" Pflicht. Für ein Gefühl ihrer späteren Phase lohnt sich "King of the Mountain" und der ganze "Aerial"-Zyklus, vor allem "Nocturn" und "A Sky of Honey". Eine gute Strategie: Erst durch ein Best-of-ähnliches eigenes Playlist-Mix zappen, dann die Alben am Stück hören.

5. Warum gelten ihre Live-Auftritte als so besonders?

Kate Bush hat im Vergleich zu anderen Stars ihrer Größe extrem selten live gespielt. Ihre erste große Tour war Ende der 70er, danach zog sie sich über Jahrzehnte weitgehend von der Bühne zurück. Genau deshalb hat jede spätere Show so ein besonderes Gewicht. Die "Before the Dawn"-Residency 2014 war nicht einfach ein Konzert, sondern eine sorgfältig durchkomponierte Aufführung mit Storyline, Theater-Elementen, Visuals und einem starken Fokus auf bestimmte Albumzyklen.

Wer dabei war, beschreibt den Abend eher als Gesamtwerk als als Aneinanderreihung von Hits. Dadurch entsteht ein fast kultischer Status: Du kannst nicht einfach "irgendwann mal" zu einem Kate-Bush-Konzert gehen – es ist ein Ereignis, das vielleicht nur einmal in einem Jahrzehnt passiert. Gerade für deutsche Fans, die 2014 nach London gereist sind, war das eine Art Lebensereignis. Dieser Mythos verstärkt wiederum die Sehnsucht nach einem weiteren Liveprojekt – und macht deutlich, warum das Thema Tour sofort überall einschlägt.

6. Wie stehe ich am besten auf dem Laufenden, ohne auf Fakes reinzufallen?

Weil die Gerüchteküche so wild brodelt, ist es wichtig, zwischen Fan-Fantasie und echten Infos zu unterscheiden. Die zuverlässigsten Quellen sind: die offizielle Website, seriöse Musikmedien und etablierte Ticketanbieter. Wenn vermeintliche "Insider" in obskuren Telegram-Gruppen vorab geheime Ticketlinks versprechen, solltest du extrem vorsichtig sein. Das Risiko, auf Fake-Seiten mit Phishing oder überteuerten Resale-Preisen zu landen, ist hoch.

Eine gute Strategie: Folge ein, zwei gut kuratierten Fanaccounts auf Instagram oder X (Twitter), die Quellen verlinken und nicht bei jedem Gerücht ausrasten. Checke News über mehrere Quellen, bevor du Geld überweist. Und: speichere dir offizielle Newsletter, weil Special-Projekte von Künstler:innen wie Kate Bush häufig zuerst dort angekündigt werden, bevor der Rest der Welt es erfährt.

7. Welche Bedeutung hat Kate Bush langfristig für Popmusik?

Auch wenn sie aktuell vor allem als Streaming-Phänomen oder Stranger-Things-Soundtrack durch die Feeds rauscht, ist ihr Einfluss deutlich tiefer. Sie war eine der ersten Frauen in der Popgeschichte, die sich vollständig die kreative Kontrolle über Songwriting, Produktion und visuelle Umsetzung nahm – und sich dabei weder an Radioformate noch an Labelvorgaben hielt. Ihre Art, Synthesizer, Stimmen und unkonventionelle Songstrukturen einzusetzen, hat unzählige Künstler:innen geprägt, von Björk über Tori Amos bis hin zu vielen aktuellen Artpop-Acts.

Für deutsche Fans und Musiker:innen ist sie ein Referenzpunkt, wenn es darum geht, Pop jenseits der Standardform zu denken. Ihre Alben zeigen, dass man gleichzeitig zugängliche Hooks und komplexe Konzepte haben kann, dass man Theatralik, Literatur, Mythologie und persönliche Emotion mischen kann, ohne den Kontakt zum Publikum zu verlieren. Genau deshalb funktioniert ihr Werk auch 2026 noch – und wird vermutlich in zehn oder zwanzig Jahren immer noch relevant sein.


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