Kantonspolizei, Zürich

Kantonspolizei Zürich warnt vor gefälschten Polizei-E-Mails

04.03.2026 - 17:49:34 | boerse-global.de

Die Kantonspolizei Zürich warnt vor massenhaft versendeten Phishing-E-Mails, bei denen sich Betrüger als Behörden ausgeben. Die Nachrichten enthalten gefälschte Vorwürfe und fordern Reaktionen innerhalb kurzer Frist.

Kantonspolizei Zürich warnt vor gefälschten Polizei-E-Mails - Foto: über boerse-global.de
Kantonspolizei Zürich warnt vor gefälschten Polizei-E-Mails - Foto: über boerse-global.de

Eine neue Welle betrügerischer E-Mails im Namen der Polizei geht um. Die Kantonspolizei Zürich warnte aktuell vor den massenhaft versendeten Nachrichten. Die Absender geben sich als offizielle Behörden aus, um an persönliche Daten und Geld zu gelangen.

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So funktioniert der "Authority Scam"

Die Betrüger setzen auf Angst und Dringlichkeit. Ihre Nachrichten sind mit offiziell wirkenden Logos von Polizeibehörden, Europol oder Interpol versehen. Oft missbrauchen sie sogar Namen realer Beamter.

Inhaltlich konfrontieren sie die Opfer mit schweren, frei erfundenen Vorwürfen. Typisch sind Anschuldigungen wie Besitz von Kinderpornografie oder Cyberpornografie. Die Empfänger sollen innerhalb von 48 Stunden per E-Mail Stellung nehmen, um ein angebliches Gerichtsverfahren abzuwenden. Das eigentliche Ziel: Sie sollen sensible Daten preisgeben oder Geld überweisen.

Daran erkennen Sie die Fälschung

Echte Polizei-E-Mails? Die gibt es in dieser Form nicht. Deutsche und europäische Ermittlungsbehörden versenden rechtsverbindliche Dokumente wie Vorladungen niemals per einfacher E-Mail, sondern nur per Post.

Ein genauer Blick auf die Absenderadresse entlarvt die Masche. Kriminelle nutzen oft Adressen von frei zugänglichen Anbietern wie Gmail oder kryptische Domains. Weitere Alarmzeichen sind eine unpersönliche Anrede wie "Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr" sowie Rechtschreibfehler und holprige Formulierungen.

Das sollten Sie jetzt tun

Ruhe bewahren ist die erste Regel. Reagieren Sie nicht auf die Nachricht. Antworten Sie nicht, nehmen Sie keinen Kontakt auf und klicken Sie auf keinen Fall auf Links oder Anhänge. Zahlen Sie niemals einen geforderten Betrag.

Markieren Sie die E-Mail als Spam und löschen Sie sie. Falls Sie bereits auf einen Link geklickt oder Daten eingegeben haben, erstatten Sie umgehend Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizei. Sichern Sie die betrügerische E-Mail als Beweismittel.

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Cyberkriminalität nutzt Vertrauen aus

Der "Authority Scam" ist besonders perfide, weil er das Grundvertrauen in staatliche Institutionen missbraucht. Neben gefälschten Polizei-Mails warnen Behörden auch vor Betrügern, die sich als Finanzämter, Gerichte oder die Bundesnetzagentur ausgeben.

Die Masche ist nicht neu, wird aber ständig professionalisiert. Sicherheitsexperten raten zu grundlegenden Schutzmaßnahmen: Halten Sie Software stets aktuell, nutzen Sie Virenschutz und erstellen Sie starke, einzigartige Passwörter. Die beste Verteidigung bleibt Wachsamkeit und Skepsis gegenüber unerwarteten, drängenden Nachrichten.

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