Kalksandstein-Branche hofft auf Trendwende im Wohnungsbau
09.02.2026 - 21:01:12Nach Jahren der Krise sieht die deutsche Kalksandsteinindustrie erste Lichtblicke. Stabilisierende Baugenehmigungen und neue politische Förderimpulse nähren die Hoffnung auf eine Erholung im mehrgeschossigen Wohnungsbau – ihrem Kernmarkt.
Die Branche hat die Wohnungsbauflaute deutlich zu spüren bekommen. Der Absatz sank 2024, für 2025 rechnet man lediglich mit einer verlangsamten Talfahrt. Trotzdem behauptete Kalksandstein seine Spitzenposition: Bei 34 Prozent der 2024 fertiggestellten Mehrfamilienhäuser kam der massive Baustoff zum Einsatz.
Genehmigungen steigen erstmals wieder
Ein wichtiges Signal kommt vom Statistischen Bundesamt. Die Zahl der Baugenehmigungen für Neubauwohnungen in Mehrfamilienhäusern legte von Januar bis November 2025 spürbar zu – um 13,5 Prozent auf 114.800 Einheiten. Das ist der erste Anstieg nach dem historischen Tief.
Analysten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sehen die Talsohle der Baukonjunktur durchschritten. Für 2026 prognostizieren sie erstmals seit fünf Jahren wieder ein preisbereinigtes Wachstum des Bauvolumens. Getrieben wird dies von stabileren Baupreisen und Zinsen.
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Politik setzt auf neue Förderimpulse
Die Bundesregierung stockt ihre Investitionen in den Wohnungsbau für 2026 deutlich auf. Rund 4 Milliarden Euro sind allein für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen. Branchenvertreter begrüßen diese Weichenstellung als Chance für eine Trendwende.
Als entscheidend gilt die Rückkehr zu verlässlicherer Förderpolitik. Wichtige Programme sind:
* Die Wiedereinführung der EH-55-Förderung als Signal für finanzierbaren Klimaschutz.
* Die Fortführung des Programms „Klimafreundlicher Neubau“ (KFN).
* Ein neues Förderprogramm ab Sommer 2026 für die Umwandlung von Gewerbeflächen in Wohnraum.
Ziel ist es, die in den Krisenjahren verlorengegangene Planungssicherheit für Investoren und Bauherren zurückzugewinnen.
Warum Kalksandstein für Städte attraktiv bleibt
Die spezifischen Eigenschaften des Materials passen gut zu den Herausforderungen des urbanen Wohnungsbaus. Angesichts hoher Grundstückspreise in Ballungszentren sind zwei Faktoren entscheidend:
* Hervorragender Schallschutz durch hohe Rohdichte – ein klarer Vorteil in dicht bebauten Mehrfamilienhäusern.
* Gewinn an Nutzfläche durch schlanke, tragfähige Wandkonstruktionen.
Hinzu kommen eine gute thermische Speicherfähigkeit für ein angenehmes Raumklima und die betonte Langlebigkeit des Massivbaustoffs. Die Branche plädiert für eine Rückbesinnung auf solche dauerhaften Bauweisen.
Erholung bleibt fragil
Experten bewerten den Aufwärtstrend bei den Genehmigungen noch mit Vorsicht. Der Rückstand zu früheren Jahren ist weiterhin groß. Strukturelle Probleme wie langwierige Genehmigungsverfahren und Personalmangel in Behörden bestehen fort.
Der politisch beschlossene „Bau-Turbo“ muss nun in den Kommunen ankommen. Die eigentliche Bewährungsprobe für die Kalksandstein-Industrie steht noch aus: Werden die steigenden Genehmigungszahlen auch zeitnah zu mehr Baustellen und einer steigenden Nachfrage führen? Der Weg von der Genehmigung bis zum fertigen Haus ist oft lang. Die Hoffnung ist da – jetzt muss das Handeln folgen.
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