Kaffeepreis, Rekordernte

Kaffeepreis: Rekordernte drückt Kurse

01.03.2026 - 11:15:54 | boerse-global.de

Eine historische Ernte in Brasilien führt zu einem globalen Angebotsüberhang, während regionale Engpässe in Kolumbien und Währungsschwankungen den Abwärtstrend bremsen.

Der globale Kaffeemarkt steht derzeit unter dem Eindruck einer drohenden Angebotsschwemme. Während Brasilien auf eine historische Rekordernte zusteuert, sorgen Produktionsausfälle in Kolumbien und Währungsschwankungen für ein volatiles Tauziehen an den Warenbörsen. Anleger müssen nun abwägen, ob das Überangebot bereits vollständig eingepreist ist oder die Talsohle noch nicht erreicht wurde.

Brasilien steuert auf Rekordernte zu

Der wesentliche Treiber für die jüngste Schwäche am Kaffeemarkt ist die Erwartung einer massiven Produktionssteigerung in Südamerika. Die brasilianische Ernteprognoseagentur Conab geht davon aus, dass die Produktion im laufenden Jahr um 17,2 Prozent auf einen Rekordwert von 66,2 Millionen Säcken ansteigen wird. Weltweit wird laut Projektionen der Rabobank mit einem Volumen von 180 Millionen Säcken gerechnet – ein Plus von etwa 8 Millionen im Vergleich zur Vorsaison.

Zusätzlich zum optimistischen Ernteausblick signalisieren die steigenden Lagerbestände eine Entspannung auf der Angebotsseite. Die von der ICE erfassten Arabica-Bestände kletterten zuletzt deutlich auf über 466.000 Säcke. Da gleichzeitig Vietnam, der weltweit wichtigste Produzent der Sorte Robusta, mit starken Exporten auf den Markt drängt, bleibt das Umfeld für Preissteigerungen vorerst schwierig.

Regionale Engpässe bremsen Abwärtstrend

Trotz der dominierenden Bären-Stimmung gibt es Faktoren, die einen freien Fall der Preise verhindern. Vor allem in Kolumbien, dem zweitgrößten Arabica-Produzenten, zeigt sich ein gegenteiliges Bild: Hier brach die Produktion im Januar 2026 im Vorjahresvergleich um 34 Prozent ein. Solche regionalen Engpässe stützen die Preise für spezifische Qualitäten und verhindern eine einheitliche Abwärtsbewegung über alle Terminkontrakte hinweg.

Zudem spielt die Währungskomponente eine entscheidende Rolle für die kurzfristige Preisbildung. Eine zeitweise Stärke des brasilianischen Real verteuert Exporte aus dem wichtigsten Anbauland und führt regelmäßig zu Eindeckungen von Leerverkäufen bei Kaffee-Futures. Dies bremste zuletzt den Druck auf die Notierungen ab, nachdem der Rohstoff im Februar zeitweise auf den niedrigsten Stand seit 15 Monaten gefallen war.

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Charttechnik: Suche nach dem Boden

Die negative Dynamik der letzten Wochen hat deutliche Spuren hinterlassen. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Kaffeepreis ein Minus von 20,35 Prozent und notiert mit 284,60 USD nur noch knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 278,25 USD. Kann diese Unterstützung verteidigt werden?

Die Marktrichtung für die kommenden Wochen hängt nun primär davon ab, ob die Lagerbestände an der ICE weiter dynamisch ansteigen. Sollte der Preis das Jahrestief nachhaltig unterbieten, ist mit einer Fortsetzung des Abwärtstrends zu rechnen. Im Fokus der Händler stehen dabei kurzfristig vor allem die Exportdaten aus Vietnam sowie die Stabilität des brasilianischen Real gegenüber dem US-Dollar.

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