JOMO: Die neue Freude am Absagen
01.02.2026 - 17:32:12Immer mehr Menschen sagen soziale Verabredungen bewusst ab. Sie tauschen die Angst, etwas zu verpassen (FOMO), gegen die Freude daran (JOMO). Dieser Trend zur selektiven sozialen Abgrenzung wird zum zentralen Bestandteil moderner Selbstfürsorge.
Vom Pflichtgefühl zur Selbstregulation
Lange dominierte FOMO das soziale Leben. Die ständige Flut von Erlebnissen in sozialen Medien schürte die Sorge, etwas Wichtiges zu verpassen. Die Gegenbewegung heißt JOMO – die Zufriedenheit, die entsteht, wenn man sich für sich selbst entscheidet.
Psychologen sehen in der bewussten Absage einen akt der Selbstregulation. Oft wird eine Verabredung aus Euphorie oder Pflichtgefühl zugesagt, doch die Energie fehlt später. Die Absage schützt dann die eigenen mentalen Ressourcen. Es ist eine notwendige Strategie gegen soziale Erschöpfung.
Fühlen Sie sich oft sozial ausgelaugt, obwohl Ihnen Treffen und Momente mit Freunden wichtig sind? Ein kostenloses E‑Book zur Work‑Life‑Balance liefert praxisnahe Sofortmaßnahmen: zwei kurze Achtsamkeitsübungen, sechs Tipps gegen Zeitdiebe und fünf umsetzbare Maßnahmen, mit denen Sie Erholung in den Alltag integrieren – ohne Freundschaften zu riskieren. Ideal für Berufstätige, die bewusst Grenzen setzen und gleichzeitig qualitativ hochwertige Zeit mit anderen pflegen möchten. Jetzt kostenlosen Work‑Life‑Balance‑Guide sichern
„Nein“ sagen als Überlebenskunst
Die Fähigkeit, Grenzen zu setzen, gilt heute als entscheidende soziale Kompetenz. Es geht darum, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und zu kommunizieren. Das schafft Raum für gesunde Beziehungen – auch wenn man sich von manchen Kontakten distanzieren muss.
Die Pandemie hat dieses Umdenken beschleunigt. Die Phase der Isolation führte bei vielen zu einer Neubewertung sozialer Kontakte. Sie zeigte, wie wichtig Zeit für sich selbst ist. Das bewusste Setzen von Grenzen ist eine direkte Folge dieser Erfahrung.
Wie sagt man ehrlich ab?
Mit der neuen Akzeptanz stellt sich die Frage: Wie kommuniziert man eine Absage richtig? Studien legen nahe, dass Ehrlichkeit der beste Weg ist. Eine Untersuchung der Michigan State University mit 1.100 Teilnehmenden zeigt: Die meisten Menschen haben Verständnis für eine ehrlich begründete Absage.
- Übertriebene Entschuldigungen sind oft unnötig.
- Eine kurze, aufrichtige Nachricht wird bevorzugt.
- Schlechte Organisation oder unklare Gründe werden kritischer gesehen.
Wichtig ist, zu signalisieren: Die Absage beruht nicht auf mangelnder Wertschätzung, sondern auf dem aktuellen Bedürfnis nach Ruhe.
Ein gesellschaftlicher Megatrend im Anmarsch
Selektive soziale Abgrenzung ist mehr als ein persönlicher Trick. Sie ist Ausdruck eines tiefgreifenden Wandels. In einer Leistungsgesellschaft, die ständige Aktivität fordert, wird der bewusste Rückzug zum Statement für Selbstbestimmung.
Eine jüngere Generation, für die Self-Care Priorität hat, treibt diesen Trend voran. Experten sehen eine nachhaltige Veränderung: Unverbindlichkeit gilt nicht mehr nur als negativ, sondern zunehmend als legitimer Schutzmechanismus. Die Herausforderung ist nun, eine neue Kultur der Verbindlichkeit zu schaffen – eine, die soziale Bedürfnisse und individuelle Grenzen gleichermaßen respektiert.
Die Zukunft der Beziehungen
Die wachsende Akzeptanz wird unser Sozialleben nachhaltig verändern. Künftig wird es noch wichtiger, bewusst Zeit für qualitativ hochwertige Interaktionen einzuplanen. Oberflächliche Verpflichtungen verlieren an Bedeutung.
Die Technologie spielt eine ambivalente Rolle: Sie verstärkt den Druck zur ständigen Verfügbarkeit, ermöglicht aber auch Verbindung auf Distanz. Der Schlüssel liegt in der Balance. Langfristig könnte dieser Trend zu resilienteren sozialen Netzwerken führen, in denen Menschen keine Rolle mehr spielen müssen, sondern einfach sie selbst sein können – mit aufgeladenen sozialen Batterien.
PS: Übrigens: Wer bewusst „Nein“ sagt, profitiert von klaren Routinen für Rückzug und Begegnung. Das kostenlose Work‑Life‑Balance‑E‑Book bietet kurze Achtsamkeitsroutinen, eine Checkliste gegen Zeitdiebe und leicht umsetzbare Zeitmanagement‑Tricks, damit Ihre sozialen Batterien schneller wieder aufgeladen sind – ganz ohne schlechtes Gewissen. Holen Sie sich die praktischen Übungen und Sofortmaßnahmen gratis. Work‑Life‑Balance‑E‑Book jetzt gratis anfordern


