Johns Hopkins: Pups-Gas schützt vor Alzheimer
06.02.2026 - 23:05:12Ein Enzym, das Schwefelwasserstoff im Gehirn produziert, könnte der Schlüssel gegen Demenz sein. Neue Forschungsergebnisse der Johns Hopkins Medicine zeigen: Fehlt das Enzym CSE, kommt es zu massiven Gedächtnisverlusten.
Baltimore/Berlin – Was nach einem schlechten Witz klingt, ist ein ernsthafter medizinischer Durchbruch. Schwefelwasserstoff (H₂S), bekannt als der Geruch fauler Eier, spielt eine zentrale Rolle für die Gesundheit unseres Gehirns. Aktuelle Studien identifizieren das Enzym Cystathionin-γ-Lyase (CSE) als entscheidenden Schutzfaktor gegen Alzheimer.
Die im Fachjournal PNAS veröffentlichten Daten belegen: CSE fungiert als Produktionsstätte für Schwefelwasserstoff im Gehirn. Das Gas wirkt dort als wichtiger Botenstoff. Fehlt das Enzym, bricht der Schutzmechanismus zusammen.
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Mäuse ohne CSE verlieren die Orientierung
Die Beweise lieferten Versuche mit genetisch veränderten Mäusen. Tiere ohne das CSE-Enzym zeigten bereits im Alter von sechs Monaten schwere kognitive Defizite. In Labortests fanden sie den Weg aus einem Labyrinth nicht mehr.
Die Analyse ihrer Gehirne offenbarte die Ursache:
* Ohne Schwefelwasserstoff waren die Nervenzellen schutzlos oxidativem Stress ausgeliefert.
* Die Blut-Hirn-Schranke wurde durchlässiger.
* Dieser Doppeleffekt beschleunigte den Verfall der Gehirnzellen.
Warum man das Gas nicht einatmen sollte
Die plakative Bezeichnung „Pups-Studie“ ist irreführend. Experten warnen eindringlich: Das Einatmen von Schwefelwasserstoff ist keine Therapie, sondern lebensgefährlich. Das Gas ist in höheren Konzentrationen hochgiftig.
Der therapeutische Ansatz liegt anderswo. Forscher suchen nach zwei Wegen:
1. Medikamente, die die Aktivität des CSE-Enzyms im alternden Gehirn wieder ankurbeln.
2. Sogenannte H2S-Donatoren – Moleküle, die den schützenden Schwefelwasserstoff sicher in die Zellen transportieren.
Die aktuellen Daten belegen erstmals, dass der Verlust von CSE allein ausreicht, um Neurodegeneration auszulösen. Das macht das Enzym zu einem vielversprechenden Ziel für neue Wirkstoffe.
So hält Schwefelwasserstoff das Gehirn fit
Der Schlüsselprozess heißt Sulfhydrierung. Dabei modifiziert Schwefelwasserstoff bestimmte Proteine und verbessert ihre Funktion. Ein entscheidendes Ziel ist das Tau-Protein, das bei Alzheimer verklumpt.
Ist genug Schwefelwasserstoff vorhanden, wird ein anderes Enzym (GSK3β) so verändert, dass es die Bildung schädlicher Tau-Fibrillen verhindert. Fehlt das Gas, verkleben die Proteine und die Nervenzellen sterben ab. Eine Wiederherstellung des CSE-Levels könnte diesen Prozess stoppen.
Der lange Weg zur „Pille gegen das Vergessen“
Die Fachwelt reagiert vorsichtig optimistisch. Die größte Herausforderung: Wirkstoffe müssen die Blut-Hirn-Schranke überwinden und das Enzym gezielt nur im Gehirn aktivieren.
Parallel forschen Teams wie der University of Southampton an pflanzlichen Quellen, etwa Brokkoli, die ähnliche schwefelhaltige Verbindungen enthalten. Ob eine Diät den Enzymschutz ersetzen kann, ist aber noch unklar.
Für dieses Jahr erwarten Beobachter weitere präklinische Studien mit neuen H2S-Donatoren. Bis ein Medikament in der Apotheke liegt, werden noch Jahre vergehen. Doch der Weg dorthin ist nun klarer definiert. Das „Pups-Gas“ hat seinen schlechten Ruf in der Wissenschaft endgültig abgelegt.
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