Jodmangel, Deutschland

Jodmangel in Deutschland: Experten warnen vor neuer Krise

04.02.2026 - 21:42:12

Studien zeigen eine unzureichende Jodversorgung bei vielen Deutschen. Während Seefisch empfohlen wird, bergen Algen mit extrem hohem Jodgehalt gesundheitliche Gefahren.

Die Jodversorgung in Deutschland ist erneut in eine kritische Phase geraten. Aktuelle Daten zeigen einen rückläufigen Trend, der weite Teile der Bevölkerung betrifft und das Risiko für gesundheitliche Probleme erhöht. Experten sehen in einer bewussten Ernährung den entscheidenden Baustein, um dem Mangel entgegenzuwirken – warnen aber gleichzeitig vor den Gefahren einer Überdosierung.

Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das der Körper nicht selbst herstellen kann. Es ist unverzichtbar für die Produktion von Schilddrüsenhormonen, die zentrale Stoffwechselprozesse, Wachstum und Gehirnentwicklung steuern. Ein Mangel kann schwerwiegende Folgen haben: von einer Schilddrüsenvergrößerung bis hin zu Entwicklungsstörungen bei Kindern.

Studie zeigt alarmierende Zahlen

Das Robert Koch-Institut (RKI) liefert besorgniserregende Zahlen: 32 Prozent der Erwachsenen und 44 Prozent der Kinder und Jugendlichen nehmen zu wenig Jod zu sich. Damit herrscht nach WHO-Kriterien hierzulande wieder ein milder Jodmangel.

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Als Gründe nennen Experten:
* Veränderte Ernährungsgewohnheiten
* Rückläufiger Einsatz von jodiertem Speisesalz in der Lebensmittelindustrie

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen eine tägliche Aufnahme von 150 Mikrogramm. Besonders kritisch ist die Versorgung bei Schwangeren und Stillenden – hier kann ein Mangel die neuronale Entwicklung des Kindes beeinträchtigen.

Fisch gegen Algen: Die natürlichen Jodquellen im Vergleich

Um den täglichen Bedarf zu decken, rücken natürliche Jodlieferanten wieder stärker in den Fokus. Seefisch wie Schellfisch, Seelachs und Kabeljau gehört zu den besten Quellen. Regelmäßiger Verzehr kann die Jodbilanz deutlich verbessern.

Doch wie steht es um den Trend zu Meeresalgen? Sie sind für ihren extrem hohen Jodgehalt bekannt – und genau hier lauert das Problem. Bestimmte Braunalgenarten wie Kombu oder Wakame können Jodmengen enthalten, die die empfohlene Tageszufuhr um ein Vielfaches übersteigen.

Die dunkle Seite der Superfoods: Wenn Algen gefährlich werden

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt eindringlich vor den Gefahren einer übermäßigen Jodzufuhr durch Algenprodukte. Eine plötzliche, exzessive Aufnahme kann besonders für Menschen mit vorbestehenden Schilddrüsenerkrankungen gefährlich werden und zu einer Schilddrüsenüberfunktion führen.

Das BfR hat eine tolerierbare Obergrenze von 500 Mikrogramm täglich festgelegt. Doch viele getrocknete Algenprodukte enthalten über 20 Milligramm Jod pro Kilogramm. Bereits wenige Gramm können dann die sichere Aufnahmemenge überschreiten.

Verbraucherschützer fordern daher:
* Verpflichtende Kennzeichnung des Jodgehalts
* Klare Verzehrempfehlungen auf Verpackungen
* Bessere Aufklärung über Risiken

Was Verbraucher jetzt beachten sollten

Die Sicherstellung einer adäquaten Jodversorgung bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Experten betonen die Wichtigkeit von jodiertem Speisesalz – sowohl in Privathaushalten als auch in der Lebensmittelproduktion.

Für eine ausgewogene Ernährung empfehlen sie:
* Regelmäßigen Verzehr von Milch und Milchprodukten
* Ein bis zweimal wöchentlich Seefisch
* Vorsicht bei Algenprodukten ohne genaue Jodangaben

Beim Konsum von Algen ist besondere Umsicht geboten. Im Zweifel sollte auf Produkte mit extrem hohen Jodgehalten verzichtet oder ärztlicher Rat eingeholt werden. Die bewusste Auswahl der Lebensmittel bleibt der Schlüssel – um die Vorteile zu nutzen, ohne die Risiken einzugehen.

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