Jena, Jahrhundertprojekt

Jena startet Jahrhundertprojekt an der Naumburger Straße

09.02.2026 - 11:15:12

Der grundhafte Ausbau der Naumburger Straße ab März 2026 soll bis 2029 die Verkehrsinfrastruktur erneuern und neue Wohnquartiere im Norden Jenas erschließen.

Die Bagger rollen: Jena beginnt mit dem grundhaften Ausbau der Naumburger Straße. Das 200-Millionen-Euro-Projekt startet am 2. März und soll bis 2029 nicht nur die Verkehrsinfrastruktur modernisieren, sondern den gesamten Norden der Stadt erschließen. Was wie reiner Straßenbau wirkt, ist der Schlüssel für neue Wohnquartiere.

Lebensader für den Norden wird neu gebaut

Am 2. März 2026 beginnt die heiße Phase. Bis voraussichtlich Juni 2029 wird die Naumburger Straße in mehreren Bauabschnitten komplett erneuert. Herzstück ist die Verlängerung der Straßenbahntrasse, die den Norden endlich leistungsfähig an den ÖPNV anbindet.

Neben neuen Gleisen entstehen moderne Fahrbahnen, Geh- und Radwege. Auch die komplette unterirdische Infrastruktur – von Wasserleitungen bis zu Datenkabeln – wird erneuert. Stadtentwicklungsdezernent Dirk Lange spricht von einer gezielten Investition in die Zukunft. „Damit sichern wir die Lebensqualität im Norden langfristig“, so Lange.

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Turbo für neue Wohnquartiere

Für den angespannten Jenaer Wohnungsmarkt ist das Projekt ein Gamechanger. Mit Leerstandsquoten unter einem Prozent sucht die Stadt dringend neue Flächen. Der Norden rückt dabei ins Zentrum der Planungen.

  • „Am Oelste“: Das geplante Neubaugebiet wird erst durch den Straßenausbau möglich. Ohne die verkehrstechnische Erschließung wäre das Quartier in dieser Dimension nicht realisierbar.
  • „Himmelreich“: Das bestehende Wohngebiet profitiert von der direkten Straßenbahnanbindung. Bislang waren Bewohner auf Busse oder Autos angewiesen. Immobilienexperten werten die Schienenanbindung als klaren Wertsteigerungsfaktor.

Dreijährige Geduldsprobe für Pendler beginnt

Ab 2. März wird die Naumburger Straße zwischen Carl-Orff-Straße und Ortsausgang Jena voll gesperrt. Die Vollsperrung gilt voraussichtlich bis 30. November 2026. Der Verkehr wird weiträumig über Camburg umgeleitet.

Für die Immobilienwirtschaft bedeutet das: Die Erreichbarkeit im Norden ist während der Bauphase eingeschränkt. Besichtigungstermine und Vermarktungen müssen die Baustelle berücksichtigen. Langfristig überwiegt der Standortvorteil der neuen Infrastruktur aber deutlich.

Jena wächst gegen die Topografie

Das Projekt zeigt den „Jenaer Weg“ der Stadtentwicklung. Während andere Thüringer Städte in die Breite wachsen können, muss Jena seine wenigen Flächen optimal nutzen. Die Naumburger Straße wird zur Teststrecke für integrierte Planung.

Branchenbeobachter sehen die Maßnahme als überfällige Korrektur. Der High-Tech-Sektor im Zentrum boomt, doch der Wohnraum hinkte hinterher. Die parallele Planung von Straße und Schiene signalisiert Investoren: Die Stadt will das Wachstum nicht am Verkehrsinfarkt scheitern lassen.

So geht es bis 2029 weiter

Nach der ersten Vollsperrung folgen weitere Bauabschnitte:
* März 2026 – Juni 2027: Abschnitt Ortsausgang bis Carl-Orff-Straße Süd
* Juni 2027 – Dezember 2027: Bau bis zur Juri-Gagarin-Straße
* Ab 2028: Weiterführung bis zur Wendeschleife Zwätzen

Bis 2029 bleibt die Lage im Norden herausfordernd. Doch danach könnte der Jenaer Norden durch die exzellente Anbindung zu einer der gefragtesten Wohnlagen aufsteigen. Die „neue“ Naumburger Straße wird zur Lebensader.

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