IWF warnt vor KI-Tsunami für Arbeitsmärkte
08.02.2026 - 06:54:12Der Internationale Währungsfonds sieht die künstliche Intelligenz als mächtigen Wachstumsmotor – und als massive Bedrohung für weltweit 40 Prozent aller Jobs. Während die Technologie die globale Wirtschaftsleistung deutlich steigern könnte, droht gleichzeitig eine Welle der Arbeitsmarkt-Disruption.
KI als Turbo für die Weltwirtschaft
Die Prognose des IWF ist eindeutig: Künstliche Intelligenz könnte das globale Wirtschaftswachstum mittelfristig um 0,1 bis 0,8 Prozentpunkte pro Jahr beschleunigen. Im besten Fall würde die Weltwirtschaft damit wieder auf Vor-Pandemie-Niveau zurückkehren. „Mit den richtigen Politiken und Vorbereitungen stellt KI eine mächtige Wachstumsmaschine dar“, betonte IWF-Chefin Kristalina Georgieva diese Woche auf dem World Government Summit in Dubai.
Die Vorteile verteilen sich jedoch höchst ungleich. Länder mit starker digitaler Infrastruktur, qualifizierten Arbeitskräften und robusten Regulierungsrahmen profitieren am stärksten. Die Golfregion wurde als Musterbeispiel genannt, wo KI das Nicht-Öl-BIP um bis zu 2,8 Prozent steigern könnte. In den Vereinigten Arabischen Emiraten nutzen bereits 64 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung KI – weltweiter Spitzenwert.
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Arbeitsmarkt vor historischer Transformation
Doch der IWF malt auch ein düsteres Bild. Georgieva spricht von einem bevorstehenden „Tsunami“ für die globalen Arbeitsmärkte. Rund 40 Prozent aller Jobs weltweit sind demnach KI-Exposition ausgesetzt – sie werden entweder ergänzt, transformiert oder ganz ersetzt.
In fortgeschrittenen Volkswirtschaften wie Deutschland steigt dieser Anteil sogar auf 60 Prozent. Anders als bei früheren Automatisierungswellen sind diesmal auch hochqualifizierte und gut bezahlte Positionen betroffen. Die Transformation schreitet rasant voran: Jede zehnte Stellenausschreibung in Industrieländern verlangt bereits mindestens eine neue KI-bezogene Fähigkeit.
Wettlauf gegen die Zeit
Die zentrale Botschaft des IWF: Regierungen müssen jetzt handeln, um die Chancen zu nutzen und die Risiken zu minimieren. Für Industrieländer bedeutet das vor allem die Modernisierung von Regulierungsrahmen und massive Umschulungsprogramme. Robuste soziale Sicherheitsnetze sollen den Übergang abfedern.
Entwicklungs- und Schwellenländer stehen vor einer doppelten Herausforderung. Sie müssen zunächst in grundlegende digitale Infrastruktur investieren und digitale Kompetenzen aufbauen. Ohne diese Vorbereitungen drohen ihnen weniger Produktivitätsgewinne – bei gleichzeitiger Arbeitsmarkt-Disruption.
Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, ob KI zu mehr Wohlstand für alle führt oder bestehende Ungleichheiten verschärft. Der IWF warnt: Die transformative Kraft der KI ist unaufhaltsam. Es liegt an der Politik, diesen Wandel so zu gestalten, dass die Chancen maximiert und die Risiken kontrolliert werden.
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