IREN, Aktie

IREN Aktie: Umbau unter Druck

05.03.2026 - 01:33:16 | boerse-global.de

IREN kämpft mit Umsetzung seines KI-Plans. Trotz Milliardenvertrag mit Microsoft enttäuschen Quartalszahlen, und der Markt bleibt skeptisch gegenüber dem Tempo des Wandels.

IREN Aktie: Umbau unter Druck - Foto: über boerse-global.de
IREN Aktie: Umbau unter Druck - Foto: über boerse-global.de

Der Wechsel vom Bitcoin-Mining zur KI-Cloud klingt nach einer modernen Wachstumsstory – doch IREN muss sie erst noch sauber liefern. Denn trotz Index-Aufnahme und eines milliardenschweren Großkundenvertrags bleibt der Markt skeptisch, wie schnell der Konzern seine ehrgeizigen Pläne umsetzt. Genau diese Umsetzungsgeschwindigkeit ist aktuell der Dreh- und Angelpunkt.

MSCI-Aufnahme verpufft – Gegenwind aus dem Sektor

IREN wurde nach Börsenschluss am 27. Februar in den MSCI USA Index aufgenommen. Solche Aufnahmen sorgen oft für zusätzliche Nachfrage durch Indexfonds. Hier blieb der Rückenwind aber aus: Am Tag der Aufnahme fiel die Aktie sogar.

Mitverantwortlich war ein schwaches Umfeld für KI-Infrastrukturwerte. Auslöser war eine Ankündigung des Wettbewerbers CoreWeave, der seine Investitionspläne deutlich hochfahren will. Die Botschaft kam am Markt an: Der Ausbau wird noch kapitalintensiver – und der Konkurrenzdruck um Rechenzentren, Chips und Strom bleibt hoch.

Heute legte die Aktie zwar deutlich zu (+13,2% auf 37,85 Euro), steht aber auf 30-Tage-Sicht weiter klar im Minus. Das unterstreicht, wie nervös die Bewertung rund um den Strategiewechsel bleibt.

Quartalszahlen enttäuschen – zwei Baustellen zugleich

Schon Anfang Februar lieferte IREN den nächsten Dämpfer: Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 verfehlte das Unternehmen die Erwartungen gleich doppelt. Der Umsatz lag mit 184,7 Mio. US-Dollar spürbar unter den Prognosen von rund 224 Mio. US-Dollar. Unterm Strich stand zudem ein Nettoverlust von 155,4 Mio. US-Dollar.

Das Kernproblem zeigt sich im Umsatzmix. Die Erlöse aus dem Bitcoin-Mining brachen um 28% ein. Gleichzeitig wuchs das AI-Cloud-Geschäft zwar um 137%, machte aber weiterhin weniger als 10% des Gesamtumsatzes aus. IREN steckt damit zwischen zwei Modellen: Das alte Geschäft schrumpft schnell, das neue ist noch zu klein, um die Lücke zu schließen. In den Gewinnzahlen spiegelte sich das ebenfalls wider: Das Ergebnis je Aktie lag bei ?0,52 US-Dollar statt erwarteter ?0,11 US-Dollar.

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Microsoft-Vertrag als Anker – aber der Ausbau muss sitzen

Im Zentrum der KI-Strategie steht ein langfristiger Vertrag mit Microsoft über 9,7 Mrd. US-Dollar. IREN soll dafür Nvidia-Chip-Kapazitäten aus einem Rechenzentrum in Childress (Texas) bereitstellen. Microsoft zahlte im Rahmen dieses Vertrags 1,9 Mrd. US-Dollar im Voraus. IREN peilt daraus bis Ende 2026 eine annualisierte Umsatzrate von 3,4 Mrd. US-Dollar an.

Die Finanzierung für den Ausbau wirkt nach Unternehmensangaben weitgehend organisiert: 3,6 Mrd. US-Dollar GPU-Finanzierung zu Zinsen unter 6% plus die 1,9 Mrd. US-Dollar Kundenvorauszahlungen sollen den Großteil der Investitionen abdecken. Operativ zählt außerdem ein knapper Faktor als Trumpf: gesicherte Stromkapazitäten von über 4,5 Gigawatt – allerdings sind bislang nur etwa 10% davon vertraglich gebunden. Zusätzlich kündigte IREN einen neuen 1,6-Gigawatt-Rechenzentrumscampus in Oklahoma an und will bis Ende 2026 insgesamt 140.000 GPUs ausrollen.

Der Haken: Der Markt bewertet nicht nur die Vision, sondern den Fortschritt. Im Quelltext werden unter anderem Verzögerungen bei Bauprojekten und ein langsamerer Hochlauf der AI-Cloud-Sparte als Bremsfaktoren genannt – genau das erhöht das Risiko, dass Zielpfade später erreicht werden als erhofft.

Am 13. Mai 2026 legt IREN die nächsten Zahlen vor. Dann dürfte vor allem zählen, ob der GPU-Ausbau wie geplant vorankommt und ob AI-Cloud-Erlöse sichtbar schneller wachsen, während das Bitcoin-Mining weiter zurückgeht.

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