IoT-Sicherheit: 8.000 ungeschützte Geräte als Einfallstor für Hacker
24.01.2026 - 05:53:12Eine aktuelle Analyse offenbart ein massives Sicherheitsrisiko in deutschen Netzen. Rund 8.000 öffentlich erreichbare Industrie- und Smart-Home-Geräte weisen kritische Schwachstellen auf – ein gefundenes Fressen für Cyberkriminelle.
Kritische Lücken in Industrie und Privathaushalten
Die Zahlen sind alarmierend: Von den identifizierten Geräten werden etwa 2.700 Schwachstellen als hochriskant eingestuft. Noch bedrohlicher ist, dass bei fast 2.300 Geräten Lücken bekannt sind, die bereits aktiv von Angreifern ausgenutzt werden. Diese Systeme sind nicht nur in Haushalten, sondern auch in kritischen Infrastrukturen zu finden. Ein erfolgreicher Angriff könnte dort im schlimmsten Fall die Versorgung mit Strom oder Wasser unterbrechen.
Im privaten Bereich öffnen ungesicherte Geräte Tür und Tor für Datendiebstahl, Spionage oder die Übernahme für großangelegte DDoS-Attacken. Das Problem betrifft längst nicht mehr nur Webcams oder Router.
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Vom Kopfhörer bis zum Balkonkraftwerk: Die Bandbreite der Gefahr
Die Angriffsfläche ist enorm gewachsen. Erst kürzlich ermöglichte die Lücke „WhisperPair“ die heimliche Übernahme von Bluetooth-Kopfhörern. Parallel zeigten Sicherheitsforscher, wie sich über Schwachstellen in Wechselrichtern von Balkonkraftwerken das heimische WLAN-Passwort auslesen lässt.
Jedes vernetzte Gerät – ob Entertainment-Gadget, Lautsprecher oder Mini-Solaranlage – kann zum Einfallstor werden. Die Devise lautet: Vernetzung bringt Komfort, aber auch Verantwortung.
Update-Pflicht und Netzwerktrennung: So schützen sich Nutzer
Sicherheitsexperten und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) appellieren an beide Seiten. Hersteller müssen ihre Geräte langfristig mit Sicherheitsupdates versorgen. Verbraucher sollten bereits beim Kauf auf diese Update-Zusage achten.
Auf Nutzerseite sind vier Maßnahmen entscheidend:
1. Automatische Updates immer aktivieren.
2. Starke, individuelle Passwörter für jedes Gerät vergeben (nie die Standardpasswörter belassen).
3. Ein separates Gast-WLAN für IoT-Geräte einrichten, um sie vom Hauptnetzwerk mit sensiblen Daten zu trennen.
4. Alte, nicht mehr gepatchte Geräte austauschen.
Warum die Sicherheit immer hinterherhinkt
Das Grundproblem ist ein Wettrennen zwischen Innovation und Absicherung. Viele Hersteller priorisieren niedrige Kosten und neue Funktionen. Robuste Sicherheitsarchitekturen und langfristige Softwarepflege bleiben dabei oft auf der Strecke. Das Ergebnis: Millionen Geräte mit bekannten Schwachstellen sind im Umlauf.
Kriminelle nutzen diese Schwachstellen systematisch aus – für Botnetze, Ransomware oder Industriespionage. Die fortschreitende Vernetzung verändert die Bedrohungslage fundamental.
Smart Spaces und KI: Die nächste Sicherheits-Herausforderung
Die Entwicklung geht rasant weiter. Trends wie künstliche Intelligenz (KI) und komplett vernetzte „Smart Spaces“ werden die Komplexität und Risiken weiter erhöhen. In intelligenten Büros oder Wohnungen sammeln lernende Systeme noch mehr sensible Daten.
Die Absicherung dieser Umgebungen wird zur Schlüsselaufgabe. Ohne ein grundlegendes Umdenken hin zu „Security by Design“, bei dem Sicherheit von Anfang an in die Entwicklung integriert wird, droht das smarte Zuhause zur permanenten Sicherheitslücke zu werden. Für Verbraucher muss der Check der Sicherheitseinstellungen so selbstverständlich werden wie das Abschließen der Haustür.
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