Cyberangriffen

iOS 26: So schützen Sie Ihr iPhone vor neuen Cyberangriffen

04.01.2026 - 05:12:12

Sicherheitsexperten raten iPhone-Nutzern dringend zur Überprüfung ihrer Privatsphäre-Einstellungen. Hintergrund sind neu entdeckte Schwachstellen im WebKit-Browser, die bereits ausgenutzt werden.

Mit dem Jahresbeginn 2026 hat sich die Bedrohungslage für Smartphones verschärft. Nach der Entdeckung aktiver Angriffe auf iOS-Geräte Ende Dezember empfehlen Sicherheitsforscher allen iPhone-Besitzern, spezifische Datenschutzfunktionen in iOS 26 zu überprüfen. Die aktuelle Version iOS 26.2 schließt zwar kritische Sicherheitslücken. Experten warnen jedoch, dass Standardeinstellungen Nutzer weiterhin gefährden können – etwa durch digitale Fingerabdrücke oder physischen Datendiebstahl. Das nächste Update, iOS 26.3, wird für Ende Januar erwartet. Bis dahin bleibt ein kritisches Zeitfenster, um die Gerätesicherheit zu erhöhen.

Eine der wichtigsten Neuerungen in iOS 26 ist der erweiterte Schutz vor erweitertem Tracking und Fingerprinting. Während frühere iOS-Versionen diesen Schutz nur im privaten Browsing-Modus aktivierten, kann er nun für alle Safari-Aktivitäten eingeschaltet werden.

Doch was ist digitale Fingerabdrück-Erstellung überhaupt? Dabei sammeln Websites winzige Details über ein Gerät – etwa Bildschirmauflösung, Batteriestatus oder installierte Schriftarten. So entsteht ein eindeutiges Nutzerprofil, selbst wenn Cookies blockiert sind. iOS 26 verschleiert diese Daten, indem es Trackern nur generische Informationen liefert.

Anzeige

Viele iPhone‑Nutzer übersehen wichtige Privatsphäre‑ und Sicherheitseinstellungen in iOS 26 – etwa den Schutz vor erweitertem Tracking, das Verhalten bei USB‑C‑Verbindungen oder die Standorthistorie. Das kostenlose iPhone‑Starterpaket erklärt in einem klaren PDF Schritt für Schritt, wie Sie diese Optionen finden, korrekt konfigurieren und dabei Datenlecks verhindern. Enthalten sind praktische Checklisten, leicht verständliche Anleitungen und Tipps zur Nutzung des App‑Datenschutzberichts. Ideal für Einsteiger und alle, die ihr Gerät schnell sicherer machen wollen. Jetzt iPhone‑Starterpaket herunterladen

Der Haken: Die Einstellung ist standardmäßig nicht für „Alle Browseraktivitäten“ aktiviert. Für maximale Privatsphäre sollten Nutzer zu Einstellungen > Apps > Safari > Erweitert navigieren. Dort muss „Schutz vor erweitertem Tracking und Fingerprinting“ auf „Alle Browseraktivitäten“ gestellt werden. Diese Änderung schränkt die Profilerstellung durch Datenhändler massiv ein – ohne das visuelle Erlebnis des neuen „Liquid Glass“-Designs zu beeinträchtigen.

Physische Sicherheit: Schutz vor „Juice Jacking“ und Diebstahl

Neben digitaler Überwachung legt iOS 26 einen neuen Fokus auf die Sicherheit der physischen Anschlüsse, besonders bei USB-C-Ports. Die Gefahr von „Juice Jacking“ – dem Datendiebstahl über manipulierte öffentliche Ladestationen – bleibt für Reisende ein reales Risiko.

Im Menü Datenschutz & Sicherheit unter „Kabelgebundene Zubehörteile“ lässt sich konfigurieren, wie das iPhone mit Datenverbindungen umgeht. Experten raten, die Voreinstellung „Automatisch erlauben, wenn entsperrt“ zu ändern. Besser sind „Bei neuen Zubehörteilen fragen“ oder „Immer fragen“. So kann selbst ein entsperrtes Telefon an einer öffentlichen Station keine Daten übertragen, ohne dass der Nutzer explizit zustimmt.

Zusätzlich sollte die Funktion „Schutz bei Gerätediebstahl“ überprüft werden. Sie wurde Ende 2025 prominent eingeführt und fügt eine weitere biometrische Sicherheitsebene hinzu. Bei kritischen Aktionen – wie der Änderung des Apple-ID-Passworts – ist dann zusätzlich zur PIN eine Gesichts- oder Fingerabdruckerkennung nötig, sofern sich das Gerät nicht an vertrauten Orten wie Zuhause oder der Arbeit befindet. Das verhindert, dass Diebe, die eine PIN beobachtet haben, den Besitzer aus seinem iCloud-Konto aussperren.

Standortdaten: Kontrolle über besuchte Orte

Die überarbeitete Karten-App in iOS 26 enthält eine Funktion namens „Besuchte Orte“. Sie soll Nutzern helfen, sich an kürzlich besuchte Adressen zu erinnern. Die Daten sind zwar Ende-zu-Ende-verschlüsselt und für Apple nicht einsehbar. Datenschützer weisen jedoch darauf hin, dass sie auf dem Gerät selbst oder auf gemeinsam genutzten Familien-iPads zugänglich bleiben.

Nutzer, die ihre Standorthistorie kontrollieren möchten, sollten diese Einstellung unter Einstellungen > Apps > Karten prüfen. Es ist möglich, „Besuchte Orte“ komplett zu deaktivieren oder einzelne Einträge zu löschen. Zudem bleibt der „App-Datenschutzbericht“ (unter Datenschutz & Sicherheit) ein wichtiges Werkzeug. Aktiviert man diese Funktion, protokolliert das iPhone sieben Tage lang, welche Apps auf Sensoren, Daten und Netzwerkdomänen zugreifen. Das schafft Transparenz darüber, wie Drittanbieter-Apps mit dem neuen Betriebssystem interagieren.

Hintergrund: Warum iOS 26 so wichtig ist

Der Sprung zu iOS 26 – die Namensgebung orientiert sich nun am Jahr 2026 – markiert einen deutlichen Bruch mit der traditionellen Nummerierung. Statt iOS 19 folgte direkt Version 26. Diese Umstellung kündigte Apple auf der WWDC 2025 an. Sie begleitete die Einführung der „Liquid Glass“-Designsprache, die Echtzeit-Rendering für durchscheinende, lichtreaktive Oberflächenelemente nutzt.

Doch der Übergang verlief nicht ohne Sicherheitsprobleme. Ende Dezember 2025 veröffentlichte Apple iOS 26.2, um zwei kritische WebKit-Schwachstellen zu schließen (CVE-2025-43529 und CVE-2025-14174). Googles Threat Analysis Group hatte entdeckt, dass diese „Zero-Day“-Lücken bereits in gezielten Angriffen ausgenutzt wurden. Die Fehler erlaubten die Ausführung von Schadcode über manipulierte Webinhalte – ein deutliches Warnsignal für die Notwendigkeit der erweiterten Tracking-Schutzfunktionen.

Branchenbeobachter betonen: Die neue Namensgebung vereinfacht zwar die Produktpalette (Analog zu macOS 26 und watchOS 26). Die grundlegenden Angriffsvektoren bleiben jedoch bestehen. „Browser-Engines sind nach wie vor das primäre Schlachtfeld“, stellen Cybersecurity-Analysten in aktuellen Berichten fest. „Die schnelle Bereitstellung von iOS 26.2 zeigt, dass Apple Lücken aggressiv schließt. Die letzte Verteidigungslinie bleibt aber die korrekte Konfiguration durch den Nutzer.“

Was kommt als Nächstes?

Aktuell testet Apple iOS 26.3, das Mitte Dezember in die Beta-Phase ging. Berichten von The Mac Observer vom 1. Januar zufolge wird die öffentliche Version voraussichtlich Ende Januar 2026 erscheinen, wahrscheinlich nach dem Martin-Luther-King-Jr.-Tag.

Frühe Beta-Versionen deuten an, dass sich iOS 26.3 auf Verfeinerungen konzentrieren wird. Dazu gehören verbesserte Tools für den Datentransfer zu Nicht-Apple-Geräten und eine tiefere Integration von Drittanbieter-Wearables in der EU – eine Maßnahme zur Einhaltung des Digital Markets Act. Sicherheitsupdates werden zweifellos enthalten sein, um verbliebene Schwachstellen aus der Feiertagszeit zu schließen. Bis dahin bleibt die Empfehlung: iOS 26.2 installiert halten und die Privatsphäre-Einstellungen rigoros überprüfen.

Anzeige

PS: Sie wollen Ihr iPhone umfassend schützen und die neuen iOS‑26‑Funktionen wirklich sicher nutzen? Das kostenlose Starterpaket liefert ein kompaktes PDF mit den wichtigsten Einstellungs‑Checks, verständlichen Erklärungen und praktischen Schritt‑für‑Schritt‑Hilfen, damit Sie Empfehlungen wie „Bei neuen Zubehörteilen fragen“ sofort umsetzen können. Zusätzlich gibt es Checklisten zur Überprüfung des App‑Datenschutzberichts und Hinweise zum Schutz vor Juice‑Jacking – besonders praktisch für Reisende. iPhone‑Starterpaket gratis anfordern

@ boerse-global.de