Intervallfasten: Kein Vorteil beim Abnehmen
24.02.2026 - 20:18:39 | boerse-global.deEine große Cochrane-Analyse entzaubert den Hype um das Intervallfasten. Die beliebte Ernährungsform schneidet beim Gewichtsverlust nicht besser ab als herkömmliche Diäten. Das ist das ernüchternde Ergebnis einer der bisher umfangreichsten Auswertungen zum Thema.
Die renommierte Cochrane Collaboration wertete 22 Studien mit fast 2.000 Teilnehmern aus. Das zentrale Ergebnis: Der Unterschied im Gewichtsverlust zwischen Intervallfasten und einer klassischen Diät ist minimal. Er beträgt nur 0,33 Prozentpunkte des Körpergewichts – statistisch irrelevant.
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Ernüchternde Zahlen für Fasten-Fans
Auch im Vergleich zu gar keiner Diät fällt das Ergebnis bescheiden aus. Fastende Teilnehmer verloren im Schnitt etwa 3,4 Prozent ihres Körpergewichts. Diese Marke liegt unter der Schwelle von fünf Prozent, die Experten für klinisch bedeutsame Gesundheitsvorteile ansehen.
Die Analyse fand zudem keine nennenswerten Unterschiede bei Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder bei der Lebensqualität. Die Botschaft der Forscher ist klar: Für den reinen Gewichtsverlust bietet das zeitlich begrenzte Essen keine magische Lösung.
Was steckt hinter dem Trend?
Intervallfasten ist ein Essensmuster, keine spezielle Diät. Es wechseln sich Phasen der Nahrungsaufnahme und des Fastens ab. Die bekanntesten Methoden sind die 16:8-Regel (acht Stunden essen, 16 Stunden fasten) und die 5:2-Diät (an zwei Tagen pro Woche stark kalorienreduziert).
Befürworter versprechen sich davon nicht nur Gewichtsverlust, sondern auch positive Effekte auf den Stoffwechsel. Doch die aktuelle Analyse stellt diese vermeintlichen Vorteile in Frage.
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Experten streiten über Aussagekraft
Die Studie entfacht eine neue Debatte unter Ernährungswissenschaftlern. Einige sehen die Ergebnisse als notwendige Korrektur eines überhitzten Trends. Sie betonen: Entscheidend ist die Gesamtkalorienbilanz, nicht der Zeitpunkt der Mahlzeiten.
Andere Experten kritisieren die Methodik der Übersichtsarbeit. Sie werfen den Autoren vor, unterschiedliche Fasten-Methoden in einen Topf zu werfen. „Diese Methoden sind nicht gleichwertig“, argumentiert etwa die Forscherin Leonie Heilbronn. Zudem seien viele einbezogene Studien zu kurz, um langfristige Effekte zu bewerten.
Was bedeutet das für die Praxis?
Ist Intervallfasten damit gestorben? Nicht ganz. Die Autoren betonen, dass es eine von mehreren Optionen bleibt – nicht besser, aber auch nicht schlechter als andere Diäten. Für manche Menschen ist die klare Struktur einfacher umzusetzen als ständiges Kalorienzählen.
Die Studie unterstreicht vor allem eines: Es gibt keine Wunderdiät. Der Erfolg hängt von der individuellen Lebenssituation ab. Zukünftige Forschung muss klären, ob Intervallfasten langfristig Vorteile für die Gesundheit, etwa den Blutzuckerspiegel, bringt. Bis dahin gilt: Die beste Diät ist die, die man durchhält.
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