Intervallfasten, Erfolg

Intervallfasten: Erfolg kommt wohl von weniger Kalorien, nicht vom Timing

14.02.2026 - 07:20:11

Eine neue Studie zeigt, dass die Stoffwechselvorteile von Intervallfasten primär auf einer unbeabsichtigten Kalorienreduktion beruhen, nicht auf dem Zeitfenster der Nahrungsaufnahme.

Eine neue Studie stellt die bisherigen Annahmen zum Intervallfasten auf den Prüfstand. Die sogenannte ChronoFast-Studie deutet darauf hin, dass die beobachteten Stoffwechselvorteile nicht vom Zeitfenster, sondern von einer unbeabsichtigten Kalorienreduktion stammen.

Forscher des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) und der Charité Berlin fanden keine klinisch relevanten Verbesserungen bei Insulinempfindlichkeit oder Blutzucker, solange die Kalorienzufuhr konstant blieb. Der Schlüssel zum Erfolg scheint also einfacher zu sein: Wer in kürzerer Zeit isst, nimmt oft automatisch weniger zu sich.

Die innere Uhr tickt trotzdem

Die Grundlage für die Bedeutung des Mahlzeitentimings bleibt bestehen. Unser Körper folgt einem zirkadianen Rhythmus, der wichtige Stoffwechselprozesse steuert. Nahrung ist dabei ein starker Taktgeber. Die Insulinsensitivität ist morgens am höchsten – eine kohlenhydratreiche Mahlzeit am Abend treibt den Blutzucker daher stärker in die Höhe.

Spätes Essen bleibt ein Risiko

Unabhängig von der neuen Studie bestätigt die Forschung die Nachteile später Mahlzeiten. Studien wie die deutsche NUGAT-Zwillingsstudie zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen spätem Essen und einem gestörten Glukosestoffwechsel. Experten raten weiterhin:
* Den Großteil der Kalorien in der ersten Tageshälfte zu sich zu nehmen
* Das Abendessen nicht zur Hauptmahlzeit zu machen
* Möglichst nicht in der Nacht zu essen

Was die ChronoFast-Studie wirklich zeigt

Die Studie verglich ein frühes und ein spätes Essensfenster bei identischer Kalorienzahl. Das Ergebnis war überraschend: Ohne Kaloriendefizit blieben die Stoffwechselverbesserungen aus. Das widerlegt nicht die Wirksamkeit von Intervallfasten zum Abnehmen, verlagert aber den Fokus auf die einfachere Kalorienkontrolle.

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Ein spannender Nebeneffekt: Das späte Essensfenster verschob die innere Uhr der Teilnehmer um durchschnittlich 40 Minuten nach hinten und veränderte ihren Schlafrhythmus. Mahlzeiten sind also ein machtvoller Zeitgeber für unseren Körper.

Was bedeutet das für mich?

Die neuen Erkenntnisse entmystifizieren Intervallfasten etwas. Die Gesamtenergiebilanz bleibt der entscheidende Faktor für Gewichts- und Stoffwechselkontrolle. Für alle, denen das zeitlich begrenzte Essen hilft, weniger zu essen, ist es eine perfekte Strategie.

Die personalisierte Ernährung ist der nächste große Schritt. Zukünftige Forschung muss klären, wie der individuelle Chronotyp – ob man Frühaufsteher oder Nachteule ist – die optimale Essenszeit beeinflusst. Bis dahin gilt: Regelmäßige Mahlzeiten im Einklang mit dem eigenen Tagesrhythmus halten die inneren Uhren im Takt.

@ boerse-global.de

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