Interpol zerschlägt mit „Red Card 2.0“ großes Cyberkriminellen-Netzwerk
19.02.2026 - 19:08:48Interpol hat in einer Groktion 651 Cyberkriminelle in Afrika festgenommen. Die heute bekanntgegebene ?Operation Red Card 2.0? führte zur Beschlagnahmung von über 4,3 Millionen Dollar und deckte einen Gesamtschaden von 45 Millionen Dollar auf. An der achtwöchigen Aktion beteiligten sich Polizeibehörden aus 16 afrikanischen Ländern.
Die Operation zwischen Dezember und Januar zielte gezielt auf die Drahtzieher und ihre technische Infrastruktur. Die Ermittler stellten 2.341 elektronische Geräte sicher und schalteten 1.442 bösartige IP-Adressen, Domains und Server ab. Insgesamt konnten sie 1.247 Opfer identifizieren.
?Diese organisierten Syndikate richten verheerende finanzielle und psychologische Schäden an?, sagte Neal Jetton, Leiter des Cybercrime-Direktorats bei Interpol. Die Banden nutzten eine breite Palette von Betrugsmethoden.
Von Fake-Investments bis zu Datenklau-Apps
Ein Schwerpunkt lag auf Betrug, der Smartphone-Nutzer ins Visier nimmt. Dazu gehörten gefälschte Investitionsplattformen in sozialen Medien, die mit unrealistischen Renditen lockten.
In Nigeria zerschlugen Beamte einen Ring, der junge Menschen für Phishing und Identitätsdiebstahl anwarb. Über 1.000 betrügerische Social-Media-Konten wurden dort stillgelegt. Ein anderes Syndikat hatte sich Zugang zu den Systemen eines Telekommunikationsanbieters verschafft, um Datenvolumen zu stehlen und weiterzuverkaufen.
In Kenia nahmen die Behörden 27 Verdächtige wegen Investmentbetrugs mit gefälschten Zeugnissen fest. In der Elfenbeinküste traf es 58 Personen hinter betrügerischen Kredit-Apps, die Opfer mit versteckten Gebühren ausbeuteten.
Private Sicherheitsfirmen als entscheidende Helfer
Der Erfolg der Operation basierte auf enger internationaler Zusammenarbeit. Interpol koordinierte die Aktionen, während private Cybersicherheitsfirmen wie Trend Micro und TRM Labs entscheidende Daten und Analysen lieferten.
Diese öffentlich-private Partnerschaft gilt als Schlüssel, um der Professionalisierung der Cyberkriminalität zu begegnen. Die Operation folgt ähnlichen globalen Schlägen wie ?Operation Synergia? gegen Phishing-Server.
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Bleibt die Bedrohung nach den Festnahmen?
Experten gehen davon aus, dass Kriminelle ihre Taktiken schnell anpassen werden. Die Behörden werten nun die beschlagnahmten Daten aus, um weitere Netzwerke aufzudecken.
Für Verbraucher bleibt Wachsamkeit der beste Schutz: Skepsis bei zu verlockenden Investmentangeboten, App-Downloads nur aus offiziellen Stores und starke, einzigartige Passwörter sind essenziell. Die Operation ist ein Signal an Kriminelle ? und eine Mahnung an alle Nutzer.
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