Intel, Nova-Lake-CPUs

Intel verschiebt Nova-Lake-CPUs – Aufschub bis 2027

23.02.2026 - 05:30:12 | boerse-global.de

Intels nächste CPU-Generation Nova Lake erscheint erst Anfang 2027. Der Fokus liegt vorerst auf KI- und Serverprodukten, was die Lebensdauer aktueller Modelle verlängert.

Intels nächste Prozessor-Generation kommt später als erwartet. Der als „Nova Lake“ bekannte Nachfolger soll erst Anfang 2027 erscheinen, wie aktuelle Berichte bestätigen. Diese Verzögerung verlängert die Lebensdauer aktueller Intel-CPUs und verschiebt den nächsten großen Technologiesprung.

Strategische Verschiebung zugunsten von KI und Servern

Hinter dem Aufschub steckt ein strategischer Schwenk des Chip-Riesen. Intel konzentriert sich derzeit darauf, möglichst viele Produktionskapazitäten für den boomenden Markt der Datencenter- und KI-Produkte bereitzustellen. Diese Nachfrage wird vor allem durch den künstlichen Intelligenz-Hype getrieben. Für den Consumer-Markt könnte das eine Art „Produkt-Winter“ im Jahr 2026 bedeuten, mit nur noch kleinen Optimierungen statt großer Neuheiten.

Die hochantizipierten Nova-Lake-Prozessoren, die als Core Ultra 400 Serie auf den Markt kommen sollen, versprechen eigentlich einen echten Architektur-Durchbruch. Sie wären die ersten CPUs mit Intels fortschrittlichem 18A-Produktionsprozess. Gerüchte zu den Spezifikationen sind spektakulär: Bis zu 52 Kerne, aufgeteilt in 16 Performance- und 32 Effizienz-Kerne, sollen in den Top-Modellen stecken.

Nova Lake: Die versprochene Revolution

Ein Schlüsselmerkmal von Nova Lake soll der „Big Last Level Cache“ (bLLC) sein. Diese gestapelte Cache-Technologie zielt direkt auf AMDs erfolgreiche 3D-V-Cache-Technik ab und soll Latenzen drücken sowie die Gaming-Leistung deutlich steigern – ein Bereich, in dem Intel die unangefochtene Führung zurückerobern will.

Die neue Generation bringt zudem eine komplett neue Plattform mit sich. Ein neuer LGA-1954-Sockel erfordert frische Mainboards. Integriert sein wird auch eine nächste Generation der NPU (Neural Processing Unit) für noch bessere KI-Performance. All diese Neuerungen rücken nun in weitere Ferne.

Fokus auf die Gegenwart: Core i7 und Core Ultra 7

Was bedeutet die Verzögerung für Nutzer? Die Aufmerksamkeit verschiebt sich auf die aktuell erhältlichen Prozessoren, deren Lebenszyklus unerwartet verlängert wird. Der Markt wird noch länger von Modellen wie dem Core i7-14700K (Raptor Lake Refresh) und den neueren Core Ultra 7-CPUs (Arrow Lake/Panther Lake) dominiert.

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Der Wechsel zum Core-Ultra-Branding markiert einen architektonischen Wandel. Hyper-Threading wird in einigen Designs zugunsten höherer Basistakte und besserer Energieeffizienz aufgegeben. Ein Vergleich zeigt den Fortschritt: Während der i7-14700K und der Core Ultra 7 265K beide 20 Kerne haben, zieht der Ultra 7 mit nur 65 Watt Verbrauch gegenüber 125 Watt beim Vorgänger deutlich weniger Strom – bei vergleichbarer Leistung in Produktivitäts-Anwendungen.

Wettbewerbslage: AMD zieht mit

Intel steht mit dieser Planänderung nicht allein da. Auch der Hauptkonkurrent AMD soll seine nächste Großarchitektur Zen 6 auf 2027 verschoben haben. Die Zeitpläne der beiden Rivalen synchronisieren sich also. Für Verbraucher hat das einen Vorteil: Der aktuelle CPU-Generationen beider Hersteller bekommt eine stabilere und längere Lebensdauer. Der Druck für einen sofortigen Upgrade entfällt vorerst.

Der große Showdown ist nun für die CES 2027 avisiert. Dann könnte Nova Lake den Desktop-Markt mit neuer Prozessor-Architektur, gesteigerter Effizienz und Rechenkraft neu definieren. Bis dahin bleiben die jetzigen Intel-CPUs die Maßstäbe – länger als je erwartet.

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