Intel, AMD

Intel und AMD zünden die nächste PC-Revolution

16.01.2026 - 08:54:12

Die Ära des KI-PCs ist da. Führende Chiphersteller und PC-Marken haben diese Woche eine Flut neuer Laptops und Prozessoren vorgestellt, die komplexe KI-Aufgaben direkt auf dem Gerät ausführen können. Damit vollzieht sich der größte Wandel im PC-Markt seit Jahrzehnten.

Getrieben von einem Wettlauf zwischen Intel, AMD und Qualcomm entsteht eine neue Geräteklasse. Sie ist nicht mehr auf die Cloud angewiesen, sondern verarbeitet KI lokal. Das verspricht schnellere Antwortzeiten, mehr Datenschutz und personalisierte Erlebnisse. Alle großen Hersteller – darunter Dell, HP, ASUS und Acer – haben bereits Modelle mit speziellen Neural Processing Units (NPUs) angekündigt.

Im Zentrum des Umbruchs stehen neue Prozessorgenerationen von Intel und AMD, die auf der Technikmesse CES präsentiert wurden.

Intel bringt seine Core Ultra Series 3 (Codename „Panther Lake“) auf den Markt. Es sind die ersten Massenchips des Konzerns, die im fortschrittlichen 18A-Verfahren gefertigt werden – ein Meilenstein für die eigene Produktion. Die Chips kombinieren eine hybride Architektur mit einer NPU der fünften Generation. Diese liefert bis zu 50 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS), die Benchmark für KI-Leistung. Zusammen mit der integrierten Arc-Grafik erreicht die Plattform bis zu 180 TOPS. Geräte mit den neuen Intel-Chips sollen noch im Januar ausgeliefert werden.

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AMD kontert mit der Ryzen AI 400 Serie für Laptops. Auf Basis der neuen „Zen 5“-Architektur sind sie für Copilot+ PCs optimiert. Die verbesserte XDNA 2-NPU in den Top-Modellen schafft bis zu 60 TOPS. Das ermöglicht deutlich komplexere KI-Anwendungen in besonders flachen Notebooks. AMD kündigte zudem ein spezielles „AI Bundle“ für seine Radeon-Software an, das Entwicklern bei der Einrichtung lokaler KI hilft. Die ersten Laptops mit Ryzen AI 400 sollen im ersten Quartal 2026 erscheinen.

HP, Dell & Co.: Die Flutwelle der KI-Laptops rollt an

Die neuen Chips lösen eine Produktoffensive der PC-Hersteller aus. Jeder will ein Stück vom Kuchen des neuen Milliardenmarktes abhaben.

HP setzt auf Vielfalt und präsentierte unter anderem die EliteBook X G2 Serie. Kunden können zwischen Prozessoren von Intel, AMD oder Qualcomm wählen. Ein Qualcomm-Modell mit dem Snapdragon X2 Elite soll sogar auf 85 TOPS kommen. Besonders innovativ: das HP EliteBoard G1a – ein vollwertiger KI-PC, der komplett in eine Tastatur integriert ist.

Dell stattet seine Premium-XPS-Reihe mit den neuen Intel-Chips aus. Acer brachte mit dem Swift 16 AI und dem Predator Helios Neo 16S AI gleich zwei Copilot+ PCs auf den Markt. Selbst im Bereich der Mini-PCs hält die KI Einzug: Minisforum kündigte den ersten Mini-PC mit AMDs Ryzen AI 9 HX470 an.

Microsofts Copilot+: Die Software macht den Unterschied

Die Hardware allein reicht nicht. Entscheidend ist das Betriebssystem. Microsoft treibt die Entwicklung mit seinem Copilot+ Standard voran. Um dieses Label zu tragen, muss ein Laptop mindestens 40 TOPS NPU-Leistung bieten.

Diese Rechenkraft ermöglicht völlig neue Funktionen in Windows, die lokal und ohne Internet funktionieren:
* Recall: Erstellt eine durchsuchbare Timeline aller Aktivitäten.
* Cocreator: Ermöglicht Echtzeit-Bilderstellung und -Bearbeitung in Apps wie Paint.
* Live Captions: Übersetzt Gesprochenes in über 40 Sprachen live in Untertitel.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Die KI-Antworten kommen schneller, Daten bleiben privat und die Funktionen funktionieren auch offline.

Paradigmenwechsel: Wird der PC ohne KI bald obsolet?

Das koordinierte Vorgehen von Chipfirmen, Herstellern und Microsoft markiert einen Wendepunkt. Die spezialisierte NPU entlastet CPU und GPU, was zu besserer Performance und längerer Akkulaufzeit führt.

Die Branche setzt darauf, dass diese Fähigkeiten einen gewaltigen Erneuerungszyklus auslösen. Die Leistungssprünge sind enorm: Während Qualcomm mit bis zu 85 TOPS punktet, liefern Intel und AMD durch Kombination mit Grafikchips noch höhere Gesamtwerte.

Analysten sagen bereits voraus, dass der Begriff „Non-AI-PC“ in wenigen Jahren bedeutungslos sein könnte. Die erste Welle dieser Geräte wird im Laufe des ersten Quartals 2026 für Verbraucher verfügbar sein. Dann wird sich zeigen, wie Entwickler die neue Rechenkraft nutzen – und ob der KI-PC wirklich hält, was er verspricht.

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