Intel, Prozessor-Comebackversuch

Intel: Neuer Prozessor-Comebackversuch ohne Top-Modell

08.02.2026 - 22:52:12

Intel aktualisiert seine Desktop-Prozessoren mit mehr Effizienzkernen und schnellerem RAM-Support, verzichtet jedoch überraschend auf ein neues Flaggschiff. Die Leistungstests starten Ende März.

Intel will mit aktualisierten Desktop-Prozessoren die Konkurrenz herausfordern – doch der geplante Flaggschiff-Chip fällt überraschend aus. Die unabhängigen Leistungstests der Core Ultra 200 „Plus“-Serie starten am 23. März.

Was die „Arrow Lake Refresh“-CPU bringen

Die neuen Modelle sind keine Revolution, sondern eine gezielte Optimierung. Intel setzt auf mehr Effizienz-Kerne und höhere Taktraten bei ausgewählten Chips. So soll etwa der Core Ultra 7 270K Plus statt bisher 12 nun 16 Effizienz-Kerne (E-Cores) bieten, bei unveränderten 8 Performance-Kernen (P-Cores).

Ein weiterer Pluspunkt: Die Chips unterstützen von Haus aus schnelleren DDR5-7200-Arbeitsspeicher. Bisher war bei den Vorgängern DDR5-6400 das Limit. Das könnte spürbare Leistungssprünge in Games und speicherintensiven Anwendungen bringen. Kompatibel bleiben die Prozessoren mit dem bestehenden LGA 1851-Sockel und aktuellen 800er-Mainboards. Hersteller wie ASUS stellen bereits BIOS-Updates bereit.

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Strategische Wende: Das Flaggschiff fällt aus

Die größte Überraschung ist der strategische Rückzug vom Top-Modell. Der erwartete Core Ultra 9 290K Plus wurde laut mehrerer Quellen gestrichen. Ein kluger Schachzug? Intel konzentriert sich damit auf die lukrativeren Mainstream-Segmente der Core Ultra 7 und 5 Modelle.

Diese Fokussierung auf ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis zielt direkt auf preisbewusste Gamer und Enthusiasten. Ohne ein neues Ultra-Flaggschiff rücken die architektonischen Verbesserungen der gesamten Serie in den Vordergrund. Sie sind Intels wichtigstes Wettbewerbsmittel, bis die nächste Architektur-Generation „Nova Lake“ später im Jahr erwartet wird.

Letztes Upgrade für aktuelle Plattform

Der Launch kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Die „Refresh“-CPUs sind die letzte Evolution für den Sockel LGA 1851, bevor Nova Lake eine neue Plattform erfordert. Für Besitzer aktueller Systeme ist dies somit das finale Upgrade.

Erste europäische Händlerlisten deuten auf Preise nahe der Vorgängermodelle hin. Das könnte den Chips bei Neukäufen und Updates Attraktivität verleihen. Die entscheidende Frage wird am 23. März beantwortet: Schaffen es die mehr Kerne und der schnellere RAM, um in der wichtigen Mittel- und Oberklasse zu überzeugen? Danach richtet sich der Blick der gesamten Branche bereits auf Nova Lake.

@ boerse-global.de