Infosys stärkt KI-Governance mit neuem Hauptsitz in Zürich
02.02.2026 - 05:43:12Der globale IT-Dienstleister Infosys baut seine Präsenz in der Schweiz massiv aus. Mit einem neuen Hauptsitz in Zürich will das Unternehmen europäischen Firmen helfen, Künstliche Intelligenz sicher und regelkonform einzusetzen.
Zürich – In einer Zeit, in der KI zur strategischen Notwendigkeit wird, rückt ihre verantwortungsvolle Steuerung ins Zentrum. Infosys reagiert auf diesen Trend und eröffnete Ende Januar seinen neuen Schweizer Hauptsitz im prestigeträchtigen „The Circle“ am Flughafen Zürich. Dieser Schritt ist mehr als ein Büroumzug – es ist ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Schweiz und ein strategisches Manöver.
Ziel ist es, die Entwicklung und Implementierung von KI-Governance-Frameworks in Schlüsselindustrien wie Finanzwesen, Biowissenschaften und Fertigung voranzutreiben. Der Bedarf ist groß: Schweizer Unternehmen stehen unter Druck, KI-Innovationen mit den strengen hiesigen Datenschutz- und Regulierungsvorgaben in Einklang zu bringen.
Strategischer Hub für Co-Kreation und Compliance
Der Umzug nach Zürich krönt eine 25-jährige Präsenz von Infosys in der Schweiz. Der neue Standort dient als zentrale Drehscheibe für Innovation und bringt die Expertenteams näher an die Kunden. Die Expansion ergänzt die bestehenden Niederlassungen in Genf, Basel, Baden, Lausanne und Baar.
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Hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft, darunter Mitglieder des Schweizer Nationalrats, unterstrichen bei der Eröffnung die Bedeutung für den bilateralen Wirtschaftsraum. Doch was bietet Infosys konkret?
Im Fokus steht das Angebot „Infosys Topaz“, eine auf generativer KI basierende Plattform, sowie die Cloud-Lösung „Infosys Cobalt“. Damit will der Konzern Firmen helfen, ihre operative Widerstandsfähigkeit zu stärken und Daten effizient zu nutzen – stets im Einklang mit hohen Sicherheitsstandards.
Die Governance-Lücke schließen
Die Expertise von Infosys im Bereich verantwortungsvoller KI, zertifiziert nach ISO 42001:2023, kommt zum richtigen Zeitpunkt. Die herannahende EU-KI-Verordnung und Vorgaben nationaler Aufsichtsbehörden wie der FINMA beschleunigen den Handlungsbedarf.
Statische, jährlich überprüfte Richtlinien reichen nicht mehr aus, um die Dynamik moderner KI-Systeme zu steuern. Der Markt verlangt nach adaptiven Governance-Frameworks, die eine Echtzeit-Überwachung ermöglichen. Genau hier setzt Infosys an: Es liefert nicht nur die Technologie, sondern auch die notwendigen Compliance-Strukturen, um den Wert von KI-Investitionen zu sichern.
Investition in lokale Talente und Bildung
Das Engagement geht über reine Geschäftsinteressen hinaus. Infosys pflegt seit langem Partnerschaften mit Elite-Hochschulen wie der ETH Zürich und der EPFL in Lausanne. Über das globale Praktikumsprogramm „InStep“ wurden in zwei Jahrzehnten über 100 Studierende gefördert.
Eine neue Kooperation mit der Initiative „Little Scientists“ zielt auf die nächste Generation ab. Gemeinsam wird eine mehrsprachige virtuelle Lernumgebung entwickelt, die Kurse in Coding und MINT-Fächern auf Deutsch, Französisch und Italienisch anbietet. Solche Investitionen sind entscheidend, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken – einer Hürde, die 39 Prozent der Schweizer Unternehmen benennen.
Ausblick: Von der Experimentier- zur Skalierungsphase
Die verstärkte Präsenz von Infosys könnte als Katalysator für verantwortungsvolle KI-Praktiken in der gesamten Schweizer Wirtschaft wirken. Für Unternehmen verschiebt sich der Fokus: weg von experimentellen Projekten, hin zur Skalierung von KI-Anwendungen, die messbare Geschäftsergebnisse liefern.
Die Fähigkeit, den Return on Investment (ROI) von KI-Projekten nachzuweisen, wird zum entscheidenden Faktor für weitere Investitionen. Mit einem starken Partner für Technologie und Governance können Schweizer Firmen ihre globale Wettbewerbsposition festigen. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob diese Partnerschaft die Standards für KI-Compliance in Europa neu definiert.
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