Imo, Koreanisches

Imo: Koreanisches Soulfood zieht ins alte Leopoldistüberl

30.12.2025 - 17:02:12

Ein traditionsreiches Wirtshaus in der Linzer Altstadt verwandelt sich in ein authentisches koreanisches Lokal. Das Konzept setzt auf unverfälschte Hausmannskost und startet im Januar 2026.

Das traditionsreiche Leopoldistüberl in der Linzer Adlergasse wird zum koreanischen Restaurant “Imo”. Zwei Junggastronomen wollen ab Januar authentische koreanische Alltagsküche servieren – und schließen damit eine Lücke in der Linzer Gastrolandschaft.

Vom Wirtshaus zum koreanischen Soulfood-Tempel

Wo früher klassische Wirtshauskultur herrschte, zieht nun koreanisches Soulfood ein. Die 27-jährigen Gastronomen Nena Nguyen und Jaeho Lee verwandeln das ehemalige Leopoldistüberl in der Adlergasse 6 in ihr Restaurant “Imo”. Der Name ist Programm: “Imo” bedeutet auf Koreanisch “Tante” und steht für die fast mütterliche Fürsorge, die Servicekräfte in koreanischen Lokalen bieten sollen.

Das Konzept setzt bewusst auf Authentizität statt Anpassung. Während asiatische Fusionsküche in Linz präsent ist, fehlte bislang ein Ort für unverfälschte koreanische Hausmannskost. “Wir servieren das, was in Korea wirklich auf den Tisch kommt”, erklärt Mitgründer Jaeho Lee, der seine kulturellen Wurzeln einbringt.

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Bibimbap im historischen Gewölbe

Die Speisekarte liest sich wie eine Reise durch die koreanische Alltagsküche:
* Bibimbap: Das klassische Reisgericht mit Gemüse, Fleisch und scharfem Gochujang
* Bulgogi: Zartes, mariniertes Rindfleisch
* Tteokbokki: Scharfe Reiskuchen als beliebter Streetfood-Snack

Besonders clever: Die Räumlichkeiten sind zweigeteilt. Im Obergeschoss entsteht das klassische Restaurant-Erlebnis, während im Erdgeschoss ein Streetfood-Bereich mit schnellen Snacks wie Bao Buns lockt. So wollen die Betreiber sowohl Feinschmecker als auch Laufkundschaft ansprechen.

Das historische Gewölbe des alten Gasthauses blieb erhalten und trifft nun auf moderne koreanische Designelemente. Diese architektonische Symbiose spiegelt den gesamten Ansatz wider: Respekt vor dem Standort bei klarer kultureller Neuausrichtung.

Social Media sorgt für Vorfreude

Bereits vor der Eröffnung hat das “Imo” für Furore gesorgt – vor allem in sozialen Medien. Nena Nguyen dokumentierte den gesamten Umbauprozess auf Instagram und baute so eine neugierige Community auf. Ein Marketing-Trick, der in der modernen Gastronomie immer wichtiger wird.

Experten sehen in dem Konzept einen klaren Trend: Die Nachfrage nach spezialisierter, authentischer Länderküche wächst, während das “All-you-can-eat”-Buffet an Attraktivität verliert. Konsumenten legen heute mehr Wert auf Qualität und Ursprünglichkeit.

Startschuss im neuen Jahr

Die offizielle Eröffnung ist für den 9. Januar 2026 geplant. Der Andrang dürfte groß sein, nicht nur wegen der geschickten Vorab-Kommunikation. Sollte sich das “Imo” etablieren, könnte es Signalwirkung für weitere Nischenkonzepte in der Linzer Altstadt haben.

Eines ist jetzt schon sicher: Linz bekommt ein kulinarisches Highlight, das in dieser Form bisher gefehlt hat. Ein Stück koreanische Seele in historischem österreichischem Gemäuer.

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