ImmunityBio Aktie: Klagen, Kapital, Klinik
01.04.2026 - 15:25:17 | boerse-global.deGleich zwei Sammelklagen, eine FDA-Abmahnung und ein Kurssturz von über 21 Prozent innerhalb eines Tages — ImmunityBio erlebt einen turbulenten Jahresauftakt. Gleichzeitig meldet das Unternehmen starke Studiendaten und frisches Kapital. Das Bild ist widersprüchlich.
Die Klagen und ihr Auslöser
Am 24. März 2026 wurde ein FDA-Warnschreiben vom 13. März öffentlich, das sich an CEO Richard Adcock richtete. Darin kritisierte die Behörde, dass eine TV-Werbung und ein Podcast das Krebsmittel Anktiva falsch dargestellt hätten — mit irreführenden Wirksamkeitsaussagen, die gegen den Federal Food, Drug, and Cosmetic Act verstoßen. Bereits zuvor hatte die FDA in zwei früheren Schreiben (September 2025 und Januar 2026) eine Tochtergesellschaft auf ähnliche Probleme hingewiesen.
Die Reaktion der Märkte war unmittelbar: Der Kurs fiel von 9,40 auf 7,41 Dollar — ein Verlust von rund zwei Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung an einem einzigen Tag.
Seither haben zwei Anwaltskanzleien Sammelklagen eingereicht. Die Schall Law Firm erinnerte Anleger heute an die laufende Klage; Kirby McInerney LLP hat im Fall Douglas v. ImmunityBio zusätzlich Executive Chairman Dr. Patrick Soon-Shiong persönlich als Beklagten benannt. Beide Klagen beziehen sich auf den Zeitraum vom 19. Januar bis 24. März 2026. Die Frist zur Beteiligung läuft bis zum 26. Mai 2026.
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Positive Gegenpole
Trotz des rechtlichen Drucks zeigt die Aktie eine gewisse Stabilisierung. Aktuell notiert sie bei rund 7,65 Dollar — was auf Jahressicht immer noch einem Plus von etwa 279 Prozent entspricht.
Zwei Faktoren stützen die Stimmung: Zum einen sicherte sich ImmunityBio 75 Millionen Dollar an nicht-verwässernder Finanzierung über eine bestehende Vereinbarung mit Oberland Capital, womit das Gesamtvolumen dieser Fazilität auf 375 Millionen Dollar steigt. Zum anderen liefert die klinische Pipeline konkrete Daten: In der QUILT-2.005-Studie mit 366 BCG-naiven Blasenkrebs-Patienten zeigte Anktiva in Kombination mit BCG eine 9-Monats-Ansprechrate von 84 Prozent — verglichen mit 52 Prozent für BCG allein. Die Zulassungseinreichung (BLA) ist für das vierte Quartal 2026 geplant.
Anktiva ist inzwischen in fünf Regulierungsregionen mit insgesamt rund 34 Ländern zugelassen, darunter die USA, die EU, Großbritannien, Saudi-Arabien und zuletzt Macau SAR — alles innerhalb von weniger als zwei Jahren nach der ersten FDA-Zulassung 2024.
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Quartalszahlen am 7. Mai
Am 7. Mai 2026 legt ImmunityBio seinen nächsten Quartalsbericht vor. Im Fokus stehen dann die kommerzielle Entwicklung von Anktiva, der Stand der ergänzenden BLA für papilläre NMIBC sowie mögliche Neuigkeiten aus den laufenden Klageverfahren. Wie das Unternehmen die Kombination aus regulatorischem Gegenwind und klinischen Fortschritten kommuniziert, dürfte die Kursentwicklung im zweiten Quartal maßgeblich beeinflussen.
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