Immobilienmarkt, März

Immobilienmarkt zeigt sich im März 2026 gespalten

05.03.2026 - 05:30:24 | boerse-global.de

Deutsche Wohnimmobilienpreise entwickeln sich regional unterschiedlich. Während einige Metropolen leichte Rückgänge verzeichnen, steigen andere Märkte. Experten erwarten für das Gesamtjahr 2026 ein moderates Plus.

Immobilienmarkt zeigt sich im März 2026 gespalten - Foto: über boerse-global.de
Immobilienmarkt zeigt sich im März 2026 gespalten - Foto: über boerse-global.de

Neue Marktdaten offenbaren ein gespaltenes Bild: In teuren Metropolen wie München und Stuttgart sinken die Preise leicht, während andere Regionen kräftig zulegen. Für das Gesamtjahr erwarten Experten dennoch einen moderaten Anstieg.

Die Analyse des Finanzdienstleisters Dr. Klein zeigt zum Jahresauftakt 2026 klare regionale Unterschiede. In München gaben die Preise für Wohneigentum im Monatsvergleich um 0,6 Prozent nach. Stuttgart verzeichnete ein Minus von 0,54 Prozent, Düsseldorf eines von 0,4 Prozent.

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Andere Städte setzten ihren Aufwärtstrend dagegen fort. Dresden verzeichnete einen Preisauftrieb von 1,24 Prozent, Köln und Dortmund Zuwächse von jeweils über einem Prozent. Bundesweit kostet eine Eigentumswohnung durchschnittlich 3.520 Euro pro Quadratmeter.

Prognose: Drei Prozent mehr für Wohnimmobilien

Trotz der Rückschläge in einigen Metropolen halten Branchenexperten an ihrer Jahresprognose fest. Analysten von Dr. Klein rechnen 2026 mit einem bundesweiten Preisanstieg von rund drei Prozent bei Wohnimmobilien.

Treiber bleibt der anhaltende Mangel an neuem Wohnraum. „Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum muss eine der drängendsten politischen Prioritäten 2026 sein“, fordert VDP-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Da der Neubau stockt, konzentriert sich die Nachfrage auf den bestehenden Markt.

Energieeffizienz entscheidet über den Preis

Ein zentraler Preisfaktor ist der energetische Zustand. Objekte der Energieklassen A+ und A sind deutlich preisstabiler und verzeichnen stärkere Wertzuwächse als unsanierte Altbauten. Dafür verlangen Verkäufer einen erheblichen Aufschlag.

Käufer stehen vor einer strategischen Wahl: Höherer Kaufpreis für ein saniertes Objekt oder günstigerer Erwerb mit anschließenden Sanierungskosten. Finanzierungsexperten raten, diese Kosten von Beginn an in die Kreditkalkulation einzubeziehen.

Für wen ist Eigentum noch erschwinglich?

Die Kombination aus hohem Preisniveau und Bauzinsen zwischen 3,4 und 3,8 Prozent stellt viele Haushalte vor Hürden. Eine aktuelle Analyse von Correctiv zeigt die angespannte Lage.

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Demnach überschreitet die monatliche Rate für eine 45-Quadratmeter-Wohnung in den meisten Großstädten die kritische Schwelle von 30 Prozent des Nettolohns. Viele Interessenten weichen dauerhaft auf den ohnehin knappen Mietmarkt aus, was den Druck auf die Neuvertragsmieten weiter erhöht.

Eine Phase der Normalisierung

Die aktuellen Zahlen markieren eine Phase der differenzierten Normalisierung. Die leichten Rückgänge in teuren Pflastern wie München werten Analysten nicht als Crash-Vorboten, sondern als gesunde Konsolidierung auf hohem Niveau.

Zwar haben gestiegene Reallöhne die Kaufkraft leicht verbessert. Doch der Eigentumserwerb in Metropolen bleibt ein Privileg für Einkommensstarke. In ländlicheren Gebieten oder mittelgroßen Städten finden Normalverdiener hingegen noch bezahlbare Objekte.

Gute Verhandlungsmöglichkeiten für Käufer

Für die kommenden Monate 2026 erwarten Experten seitwärts bis leicht steigende Preise. Der Markt bietet aktuell gute Verhandlungsmöglichkeiten, besonders bei Bestandsimmobilien mit Sanierungsbedarf.

Langfristig hängt die Entwicklung maßgeblich davon ab, ob der ins Stocken geratene Neubau wieder angekurbelt werden kann. Bis dahin bleibt der bestehende Wohnraum der preisbestimmende Faktor.

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