Immobilienmarkt, Abkühlung

Immobilienmarkt startet 2026 mit leichter Abkühlung

02.03.2026 - 07:39:18 | boerse-global.de

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind im Januar leicht gesunken, doch Experten erwarten für das Gesamtjahr 2026 ein moderates Wachstum von etwa drei Prozent.

Immobilienmarkt startet 2026 mit leichter Abkühlung - Foto: über boerse-global.de
Immobilienmarkt startet 2026 mit leichter Abkühlung - Foto: über boerse-global.de

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind zu Jahresbeginn leicht gesunken. Nach einer Phase der Stabilisierung signalisieren die aktuellen Daten eine vorübergehende Atempause. Experten rechnen für 2026 dennoch mit moderatem Wachstum – doch der Markt spaltet sich zunehmend.

Ein differenziertes Bild zum Jahresauftakt

Laut dem Europace Hauspreisindex (EPX) gingen die Preise im Januar leicht zurück. Für Eigentumswohnungen bedeutete das ein Minus von 0,01 Prozent gegenüber dem Vormonat. Bei bestehenden Ein- und Zweifamilienhäusern fiel der Rückgang mit 0,33 Prozent deutlicher aus, neue Häuser verloren sogar 0,46 Prozent an Wert.

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Im Durchschnitt kostet ein Quadratmeter Wohnfläche in einer Eigentumswohnung derzeit rund 3.254 Euro. Bei Häusern liegt der Schnitt bei 2.841 Euro. Diese Zahlen verdecken jedoch extreme regionale Unterschiede: In München werden für Wohnungen im Schnitt 7.482 Euro fällig, in Dortmund sind es nur 2.357 Euro. Die Zeit der flächendeckenden Preisstürze ist zwar vorbei, von einem einheitlichen Aufschwung kann noch keine Rede sein.

Prognose: Drei Prozent Plus trotz zögerlichem Start

Viele Analysten sind überzeugt: Der Tiefpunkt der Preiskorrektur ist durchschritten. Für das Gesamtjahr 2026 erwarten sie im Bundesschnitt eine moderate Preissteigerung von etwa drei Prozent. Einige Prognosen halten sogar bis zu vier Prozent für möglich.

Diese Erwartung stützt sich auf mehrere Faktoren. Die Bauzinsen haben sich bei 3,1 bis 3,7 Prozent stabilisiert, was Käufern mehr Planungssicherheit gibt. Gleichzeitig bleibt der fundamentale Markttreiber intakt: Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem. Der Wohnungsneubau kommt kaum voran, für 2026 wird sogar ein Tiefpunkt bei den Fertigstellungen erwartet. Diese Knappheit stützt die Preise, besonders in begehrten Ballungsräumen.

Energieeffizienz und Lage entscheiden über den Wert

Die entscheidende Entwicklung ist eine wachsende Preisschere. Moderne, energieeffiziente Immobilien in Top-Lagen bleiben gefragt und wertstabil. Ältere, unsanierte Objekte hingegen geraten unter Druck.

Besonders bei Häusern mit schlechten Energieeffizienzklassen wie F, G oder H haben Käufer heute erheblichen Verhandlungsspielraum. Die absehbaren Kosten für eine künftige Sanierung schlagen sich direkt im Kaufpreis nieder. Auch die Kluft zwischen Stadt und Land bleibt prägend: In Metropolen und wirtschaftsstarken Großstädten ziehen die Preise an, in strukturschwachen ländlichen Regionen könnten sie stagnieren.

Was bedeutet das für Käufer und Verkäufer?

Für Käufer bieten sich vor allem bei sanierungsbedürftigen Bestandsimmobilien Chancen. Hier ist Verhandlungsgeschick gefragt, und die Modernisierungskosten müssen genau kalkuliert werden. Die stabilen Finanzierungsbedingungen erhöhen die Planungssicherheit.

Verkäufer von Immobilien in guten Lagen mit guter Energiebilanz profitieren weiter von der hohen Nachfrage. Wer ein unsaniertes Objekt veräußern will, muss sich auf längere Vermarktungszeiten und Preisverhandlungen einstellen. Eine Sanierung vor dem Verkauf kann den Wert signifikant steigern. Die weitere Entwicklung hängt maßgeblich von der Konjunktur und der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank ab.

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