Immobilienmarkt startet 2026 mit klarem Aufwärtstrend
17.02.2026 - 01:40:12Deutsche Immobilienpreise ziehen wieder an. Neue Daten bestätigen einen klaren Aufwärtstrend, nachdem der Markt eine Phase der Korrektur durchlaufen hat. Angetrieben von robuster Nachfrage und einem knappen Angebot scheint die Talsohle durchschritten.
vdp-Daten markieren Wendepunkt
Die jüngsten Zahlen des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) für das vierte Quartal 2025 zeigen die Wende. Über das gesamte Jahr 2025 verteuerten sich Immobilien um vier Prozent – mit zunehmendem Tempo zum Jahresende. Im vierten Quartal legte der Gesamtindex allein um ein Prozent zum Vorquartal zu.
Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass sich Käufer und Verkäufer an das höhere Zinsniveau gewöhnt haben. Die Transaktionsaktivität nimmt wieder zu.
Breite Erholung bei Wohnimmobilien
Der vdp-Immobilienpreisindex, der auf Transaktionsdaten von über 700 Finanzierern basiert, zeigt für Wohnimmobilien einen Anstieg von 4,2 Prozent im Jahresvergleich. Besonders stark zogen Mehrfamilienhäuser mit plus 5,3 Prozent an. Selbst genutztes Wohneigentum verzeichnete noch drei Prozent Zuwachs.
Bereits das Statistische Bundesamt meldete für Q3 2025 den vierten Preisanstieg in Folge. Analysten prognostizieren für 2026 ein moderates Wachstum von drei bis dreieinhalb Prozent. Gestiegene Reallöhne und ein stabilisiertes Zinsumfeld machen den Erwerb für mehr Haushalte wieder attraktiver.
Steigende Neuvertragsmieten machen den Kauf für viele zur attraktiven Alternative.
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Wohnraumknappheit bleibt zentraler Preistreiber
Warum steigen die Preise? Ein wesentlicher Grund ist der strukturelle Mangel an Wohnraum. Die Bautätigkeit hinkt der Nachfrage seit Jahren hinterher.
- Im Jahr 2024 wurden nur rund 251.900 Wohnungen fertiggestellt – ein Rückgang von 14,4 Prozent.
- Das Ziel der Bundesregierung und der geschätzte Bedarf von etwa 372.600 neuen Wohnungen pro Jahr werden deutlich verfehlt.
Dieser Nachfrageüberhang treibt die Preise vor allem in den Metropolen. In den sieben größten Städten verteuerten sich Wohnimmobilien im Jahresvergleich um durchschnittlich 4,7 Prozent. Spitzenreiter war Frankfurt am Main mit plus 5,7 Prozent. Steigende Neuvertragsmieten machen den Kauf für viele zur attraktiven Alternative.
Regionale Unterschiede und der Faktor Energieeffizienz
Trotz des landesweiten Trends bleibt der Markt heterogen. In strukturschwächeren ländlichen Gebieten zeigt sich die Entwicklung weniger dynamisch. Hier könnten die Preise sogar stagnieren.
Ein immer wichtigerer Faktor für die Preisbildung ist die Energieeffizienz. Immobilien mit niedrigem Energieverbrauch erzielen höhere Preise. Unsanierte Bestandsgebäude mit hohen Sanierungskosten geraten dagegen stärker unter Druck. Für Kaufinteressenten bieten sie aber auch Chancen, dank staatlicher Förderungen für Sanierungen.
Rückkehr zu nachhaltigem Wachstum
Die aktuelle Stabilisierung folgt auf deutliche Preiskorrekturen in den Jahren 2023 und 2024, ausgelöst durch rapide steigende Bauzinsen. Inzwischen hat sich der Markt an das höhere Niveau von etwa 3,5 bis 4 Prozent gewöhnt.
Experten sehen keine neue Preisexplosion, sondern eine Rückkehr zu nachhaltigerem Wachstum. Die gestiegene Zahl abgeschlossener Immobilienkredite – 2025 fast 20 Prozent über dem Vorjahr – unterstreicht diese Belebung.
Für Kaufinteressenten bedeutet das: Weitere signifikante Preis- oder Zinssenkungen sind nicht in Sicht. Der Traum vom Eigenheim rückt für viele, die in der Korrekturphase abgewartet haben, wieder in den Fokus.
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